Archiv für den Monat April, 2010

Zu den Themen der Enquete-Kommission “Internet und digitale Gesellschaft” ist von der Bibliothek des Deutschen Bundestages eine Bibliographie erstellt worden. iRights.info veröffentlicht die Bibliographie.

Das Dokument (PDF) ist inzwischen auf den Seiten des Bundestages abrufbar.

iRights.info hat ein Wiki eingerichtet, in das alle Interessierten Veröffentlichungen eintragen können, von denen sie denken, dass sie für die Mitglieder der Enquete hilfreich sein könnten.

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Mit der Wahl unserer Experten wollen wir eine große Bandbreite von Internetwissen und Medienerfahrung abdecken. Wir haben uns bewusst dafür entschieden, kontroverse Meinungen in die Enquete-Kommission einzubringen, damit sich möglichst viele Bürgerinnen und Bürger vertreten fühlen.

Mehr als 60 mögliche Experten sind uns von verschiedener Seite empfohlen worden. Wir haben uns die Auswahl der sechs Sachverständigen, die wir als CDU/CSU-Bundestagfraktion benennen konnten, nicht leicht gemacht. Insgesamt wird die fraktionsübergreifend beschlossene Enquete-Kommission 17 Sachverständige umfassen. Für die CDU/CSU spielt eine breite Partizipation der Bürgerinnen und Bürger eine große Rolle. Für uns ist der Bürger der 18. Sachverständige unserer Enquete-Kommission.

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Jens Koeppen

Jens Koeppen, Obmann der CDU/CSU in der Enquete-Kommission

Innerhalb weniger Jahre hat sich das Internet von einem Medium für einige technisch Versierte zu einem gesellschaftlichen Massenphänomen entwickelt. Für immer mehr Menschen verlagern sich Teiles ihres Lebens und ihrer Arbeitswelt gleichsam ins Internet. Wir leben mit dem Internet, wir leben im Internet, wir arbeiten damit, gestalten unsere Freizeit und unseren Alltag mit ihm. Das Internet ist ein Abbild unserer Gesellschaft. Das sind wir.

Das Internet ist das freiheitlichste und effizienteste Informations- und Kommunikationsforum der Welt. Es ist bunt, vielfältig, informativ, voller Wissen und voller Unterhaltung. Und es wird natürlich auch zu kriminellen Handlungen genutzt – weil es ein Abbild unserer Gesellschaft ist.

In unserer Gesellschaft und weltweit gibt es Kinder, die vernachlässigt, misshandelt oder missbraucht werden. Ihnen zu helfen sowie sexuellen Missbrauch nachdrücklich zu bekämpfen, ist eine große Herausforderung. Die strafrechtlichen Bestimmungen in Deutschland sind eindeutig.

Abbildungen von sexuellem Kindesmissbrauch müssen so schnell wie möglich aus dem Netz. Niemand, der ernsthaft diskutiert, stellt dies in Frage. Strittig sind nur die Mittel. Deshalb sollten wir überlegen: Was ist tauglich, wirkungsvoll und effizient? Vor allem aber: Welche Strukturen sind dem Internet angemessen? Das Netz ist schnell, flexibel und weltumspannend. Es braucht kein Feigenblatt.

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