Von der Opposition kam Kritik an der geplanten Regelung der Veröffentlichung der Nebeneinkünfte von Abgeordneten. Peter Altmaier verweist auf die Verständigung aller Fraktionen. Nebeneinkünfte werden nicht verschleiert.

Vor Ostern hatte sich die Rechtstellungskommission des Deutschen Bundestages im Grundsatz auf eine transparente, wenig bürokratische Regelung der Veröffentlichung von Nebeneinkünften geeinigt. Alle Fraktionen hatten sich darauf verständigt, das Jahreseinkommen der Abgeordneten aus Nebeneinkünften zukünftig in sieben Stufen zu veröffentlichen. Diese erhöhte Zahl der Stufen ermöglicht eine sehr viel stärkere Differenzierung veröffentlichungspflichtiger Einkünfte als bisher. Da die sieben Stufen insgesamt auch sehr viel höhere Eurobeträge ausweisen, wird die Größenordnung der Einkünfte auch sehr viel deutlicher als bisher erkennbar.

Transparenz unter der Kuppel des Reichstages

Transparenz unter der Kuppel des Reichstages

Es hatten sich auch alle Fraktionen darauf verständigt, dass Einkünfte bis 10.000 Euro nicht mehr angegeben sein müssen, um großen bürokratischen Aufwand für die Erklärung von Bagatelleinkünften zu vermeiden. Dabei sind alle Parlamentarischen Geschäftsführer davon ausgegangen, dass diese Regelung alle Einkünfte pro Jahr umfasst.  Dabei wird es auch bleiben. Es wird mit der Neuregelung nicht möglich sein, wie jetzt von der Opposition behauptet, Nebeneinkünfte  zu „verschleiern“ oder die Veröffentlichungspflicht durch Stückelung zu umgehen.  Es besteht Einvernehmen unter den Parlamentarischen Geschäftsführern, die Veröffentlichung von Nebeneinkünften in diesem Sinn transparent und unangreifbar zu regeln.

Die Neuregelung der Nebeneinkünfte kann nur vom Plenum des Deutschen Bundestages beschlossen werden. Zuvor werden sich der Ältestenrat und der Geschäftsordnungsausschuss intensiv damit beschäftigen, damit eine unmissverständliche und klare Regelung sichergestellt ist.


2 Kommentare für “Nebeneinkünfte werden transparent und unmissverständlich geregelt werden”

  1. 1. abgeordnetenwatch.de: Blog » Formulierungsfehler oder nicht durchdachter Schnellschuss? Verwirrung um Transparenz bei Nebeneinkünften schrieb:

    [...] von 22:20 Uhr Peter Altmaier hat am Abend auf blogfraktion.de einen Beitrag gepostet, in dem er “eine unmissverständliche und klare Regelung” für die Veröffentlichung [...]

  2. 2. abgeordnetenwatch.de: Blog » Koalition bremst Transparenzregeln bei Nebeneinkünften aus schrieb:

    [...] Groß war deswegen die Empörung, als im April die Transparenzorganisation Lobbycontrol dieses Schlupfloch aufdeckte. Mehr als 50.000 Menschen unterschrieben gegen die „Verschleierung von Nebeneinkünften“. Glaubt man den Politikern, war die Aufregung vollkommen unnötig. Man habe nur etwas ungeschickt formuliert, selbstverständlich seien sich alle Beteiligten darin einig, dass ein Bundestagsabgeordneter grundsätzlich offenlegen muss, wenn seine Einkünfte über 10.000 Euro liegen, egal ob sie aus einer Quelle stammen oder aus mehren. So schrieb es zum Beispiel Unions-Fraktionsgeschäftsführer Peter Altmaier in einem Blogartikel mit der Überschrift “Nebeneinkünfte werden transparent und unmissverständlich geregelt werden”. [...]

Diskussionsbeitrag schreiben

Kommentarregeln

Sie können noch Zeichen eingeben.