<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Blogfraktion.de &#187; Internationales</title>
	<atom:link href="http://blogfraktion.de/category/internationales/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://blogfraktion.de</link>
	<description>Das Blog der CDU/CSU-Bundestagsfraktion</description>
	<lastBuildDate>Wed, 09 May 2012 10:31:25 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.1</generator>
		<item>
		<title>Assad muss Friedensplan annehmen</title>
		<link>http://blogfraktion.de/2012/03/22/assad-muss-friedensplan-annehmen/</link>
		<comments>http://blogfraktion.de/2012/03/22/assad-muss-friedensplan-annehmen/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 22 Mar 2012 16:08:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Mißfelder</dc:creator>
				<category><![CDATA[Internationales]]></category>
		<category><![CDATA[Assad]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Syrien]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blogfraktion.de/?p=2452</guid>
		<description><![CDATA[Präsident Baschar al-Assad und seine Sicherheitsleute haben Syrien systematisch in den Bürgerkrieg getrieben. Was zu Anfang der Protestbewegung vor einem Jahr nur eine leise Befürchtung war, ist blutige Realität geworden. Laut UN-Generalsekretär Ban Ki Moon sind inzwischen mehr als 8.000 Todesopfer zu verzeichnen. Angesichts dieser Entwicklung unterstreiche ich gemeinsam mit der Unionsfraktion die Forderung der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Präsident Baschar al-Assad und seine Sicherheitsleute haben Syrien systematisch in den Bürgerkrieg getrieben. Was zu Anfang der Protestbewegung vor einem Jahr nur eine leise Befürchtung war, ist blutige Realität geworden. Laut UN-Generalsekretär Ban Ki Moon sind inzwischen mehr als 8.000 Todesopfer zu verzeichnen.</p>
<p>Angesichts dieser Entwicklung unterstreiche ich gemeinsam mit der Unionsfraktion die Forderung der Bundesregierung und der internationalen Gemeinschaft nach einem sofortigen Ende der Gewalt. Der Friedensplan des Sondergesandten der Vereinten Nationen und der Arabischen Liga, Kofi Annan, muss unverzüglich umgesetzt werden. Es muss einen sicheren und unbeschränkten Zugang für humanitäre Helfer, die Freilassung von Gefangenen und den Rückzug der Sicherheitskräfte aus den Protesthochburgen geben. Verbrechen müssen von unabhängigen, internationalen Ermittlern aufgeklärt werden.</p>
<p>Die Europäische Union hat auf Betreiben Deutschlands ihre Sanktionen gegen das Regime bereits verschärft. Die Arabische Liga hat am 22. Januar einen Plan für eine politische Lösung vorgelegt. Ende Februar trafen sich die „Freunde Syriens“ in Tunis. Arabische und europäische Staaten berieten gemeinsam mit den USA, wie der Druck auf Assad erhöht werden kann.</p>
<div id="attachment_2453" class="wp-caption alignnone" style="width: 460px"><a href="http://blogfraktion.de/wp-content/uploads/2012/03/dapd_72042887_450.jpg"><img class="size-full wp-image-2453" title="Vorbereitungen für eine Demonstration in Damaskus" src="http://blogfraktion.de/wp-content/uploads/2012/03/dapd_72042887_450.jpg" alt="Vorbereitungen für eine Demonstration in Damaskus" width="450" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Vorbereitungen für eine Demonstration in Damaskus (Foto: AP) </p></div>
<p><strong>Parlamentswahlen sind eine Farce</strong></p>
<p>Ziel ist es, Assad politisch zu isolieren, ein wirksames Sanktionsregime aufzubauen und die Opposition zu stärken. Denn der syrische Präsident wird nur auf Druck reagieren. Er kann keine konstruktive Rolle für die Zukunft seines Landes spielen. Seit Beginn der friedlichen Demonstrationen im März 2011 hat er es versäumt, politische Reformen in die Wege zu leiten. Die für Mai angesetzten Parlamentswahlen sind eine Farce, nachdem sein Regime von Anfang an auf Einschüchterung und Terror gesetzt hat. Assad selbst hat die Demonstranten als „vom Ausland gesteuerte Mörderbanden“ bezeichnet. Er gedenkt weiter „mit eiserner Faust&#8221; vorzugehen.</p>
<p>Deshalb: Nur wenn Assad abtritt und die Spitzen der Sicherheitsapparate ihre Macht verlieren, kann ein Versöhnungs- und Wiederaufbauprozess in Gang kommen.</p>
<p>Es geht um das Schicksal der Menschen und um unsere Sicherheit. Denn in Syrien gibt es Massenvernichtungswaffen. Ein vom Bürgerkrieg zerrissener, instabiler Staat, von dem aus Extremisten Terroranschläge planen könnten, wäre eine Gefahr für die Stabilität im Nahen Osten und eine ernste Bedrohung für die Sicherheit Israels und Europas.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blogfraktion.de/2012/03/22/assad-muss-friedensplan-annehmen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>World as seen by Vladimir Putin</title>
		<link>http://blogfraktion.de/2012/03/15/world-as-seen-by-vladimir-putin/</link>
		<comments>http://blogfraktion.de/2012/03/15/world-as-seen-by-vladimir-putin/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 15 Mar 2012 14:49:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>blogfraktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Internationales]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blogfraktion.de/?p=2429</guid>
		<description><![CDATA[Fyodor Lukyanov, Chefredakteur der Fachzeitschrift „Russia in Global Affairs“, ist einer der Referenten unseres Kongresses &#8220;Russland nach den Wahlen: Modernisierung oder Stagnation? &#8211; Perspektiven einer Partnerschaft&#8220;. In seinem auf Englisch verfassten Text richtet er unser Augenmerk auf Russlands Rolle in der Welt &#8211; aus russischer Sicht. Das Vertrauen in die starke Kraft Russlands ist der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Fyodor Lukyanov, Chefredakteur der Fachzeitschrift „<a title="Russia in Global Affairs" href="http://eng.globalaffairs.ru/" target="_blank">Russia in Global Affairs</a>“, ist einer der Referenten unseres Kongresses &#8220;<a title="Russland nach den Wahlen: Modernisierung oder Stagnation? - Perspektiven einer Partnerschaft" href="http://veranstaltungen.cducsu.de/veranstaltungen/russland-nach-den-wahlen-modernisierung-oder-stagnation-perspektiven-einer-partnerschaft" target="_blank">Russland nach den Wahlen: Modernisierung oder Stagnation? &#8211; Perspektiven einer Partnerschaft</a>&#8220;. In seinem auf Englisch verfassten Text richtet er unser Augenmerk auf Russlands Rolle in der Welt &#8211; aus russischer Sicht. Das Vertrauen in die starke Kraft Russlands ist der einzige Weg zum Erfolg in einer unberechenbaren Welt &#8211; so beschreibt unser Autor die Welt mit Putins Augen. </em></p>
<p>Prior to presidential election early March Vladimir Putin made several statements about his future policy, including foreign affairs and general view of the world and Russia’s place in it.</p>
<div id="attachment_2435" class="wp-caption alignnone" style="width: 460px"><a href="http://blogfraktion.de/wp-content/uploads/2012/03/dapd_71998840_450.jpg"><img class="size-full wp-image-2435" title="Putin" src="http://blogfraktion.de/wp-content/uploads/2012/03/dapd_71998840_450.jpg" alt="Putin" width="450" height="260" /></a><p class="wp-caption-text">Wladimir Putin beansprucht am Abend des 4. März den Sieg bei den russischen Präsidentschaftswahlen (Foto: Ivan Sekretarev/AP/dapd)</p></div>
<p>According to Putin, the world is unpredictable and fraught with many threats – from increasing, impatient aggression and the erosion of international law, to “illegal instruments of soft power” (a new concept) that has been introduced from the outside but eats away from within. The spirit of the article dedicated to foreign affairs and published one week before elections is wary and defensive – Russia must be ready to counter numerous challenges and threats. This makes its message different from the main thrust of Putin’s speech in Munich five years ago, which had an offensive, and many believe, even an aggressive flavor. Today, this offensive spirit has given way to alarm and concern.</p>
<p><span id="more-2429"></span>Above all, Russia should stop looking back at the events of 20 years ago. The post-Soviet era is over and its agenda has been exhausted. This is important because for the entire period leading up to the disintegration of the Soviet Union, with the numerous consequences that came along with it, was as a point of departure for the nation and its ruling class, which was unable to overcome the psychological trauma of it.</p>
<p>Putin’s Russia is disappointed in the West, and not so much because the West does not respect Russia and is not ready to treat it as an equal partner. Worse yet, Western policy is ineffective and short-sighted and fails to produce the desired effect. Nothing is going as expected, neither the Arab Spring, nor the European debt crisis, nor events in Iran and North Korea.</p>
<p>Putin repeats his usual positions: central to international relations is “the time-honored principle of state sovereignty,” while the protection of human rights from the outside is “outright demagogy.” Putin is convinced that nobody has yet invented any fundamental idea that can replace the principle of sovereignty. World politics is based on solid principles rather than abstract values, the application of which is determined arbitrarily on a case-by-case basis, proceeding from the current alignment of forces.</p>
<p>Putin is convinced Russia must remain a global power acting across the entire field. This distinguishes his approach from that which took shape under President Dmitry Medvedev: toward pursuit of immediate and geographically close, albeit vast, interests. Importantly, activity all around the world, that is, a global status, is required not for expansion but for the maintenance of the status quo. Reliance on force &#8211; solid force &#8211; is the only path to success in unpredictable world.</p>
<p>Putin remains deeply mistrustful of the United States. He developed this mistrust during his first two presidential terms while dealing with his then counterpart George W. Bush. Putin reveals this attitude constantly in his public statements. A pause of three and a half years, during which time Putin abstained from direct involvement in foreign policy, has not diminished his grievance of a lack of reciprocity in the 2000s, and this attitude will affect foreign policy.</p>
<p>For all that, Putin views Russia as an open country that is ready for economic cooperation with all countries; as a country that is not seeking isolation and is not trying to build even a semblance of autarky in the economy. Especially revealing in this context is his admission that the purchase of military hardware abroad is a normal practice (on a reasonable scale), and his explanation of the benefits that Russia&#8217;s unpopular WTO membership will bring to the country. In general, Putin is interested in big business and its promotion, strategic alliances of large companies and major deals as an instrument of political rapprochement. This applies especially to European Union which will draw more Putin’s attention, than Medvedev paid it.</p>
<p>Finally, Russia has become much more attentive to China and the rest of Asia, particularly in the context of developing Siberia and the Far East. A common view on the problems of the current world order that has long been acknowledged is now being supplemented by the desire “to catch the Chinese wind in the sails of our economy.” Putin has emphasized the seriousness of Russia’s attitude toward its Eastern neighbor by mentioning in passing its intention to monitor immigration from China. This reservation shows that China occupies an important place on Russia’s agenda.</p>
<p>Recent developments have shown that serious strategic planning is virtually pointless in the current unpredictable world. It appears that Russia’s usual tactic of responding to continuously changing foreign impulses is the only rational choice, even if it does not fully justify itself. It is for this that he is preparing himself and the country.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blogfraktion.de/2012/03/15/world-as-seen-by-vladimir-putin/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Chance der neuen Demokratiebewegung in Russland nutzen</title>
		<link>http://blogfraktion.de/2012/03/08/russland-nach-putin-wahl/</link>
		<comments>http://blogfraktion.de/2012/03/08/russland-nach-putin-wahl/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 08 Mar 2012 12:10:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Schockenhoff</dc:creator>
				<category><![CDATA[Internationales]]></category>
		<category><![CDATA[Europäische Union]]></category>
		<category><![CDATA[Putin]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blogfraktion.de/?p=2400</guid>
		<description><![CDATA[Deutschland und die EU stehen für eine Modernisierungspartnerschaft mit Russland bereit, ist Andreas Schockenhoff, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU/CSU überzeugt. Der Verlauf der russischen Präsidentschaftswahlen ist Anlass zu ernster Sorge über die Entwicklung Russlands. Laut Berichten der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) gab es bei der Wahl in jedem dritten Wahllokal Unstimmigkeiten und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Deutschland und die EU stehen für eine Modernisierungspartnerschaft mit Russland bereit, ist Andreas Schockenhoff, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU/CSU überzeugt. </em></p>
<p>Der Verlauf der russischen Präsidentschaftswahlen ist Anlass zu ernster Sorge über die Entwicklung Russlands. Laut Berichten der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) gab es bei der Wahl in jedem dritten Wahllokal Unstimmigkeiten und es gab ungleiche Bedingungen im Wahlkampf. Die russische Führung hat die Chance nicht genutzt, durch faire und transparente Wahlen der wachsenden Kluft zwischen Staat und Gesellschaft entgegenzuwirken. Diese Kluft droht sich durch das harte Vorgehen gegen Oppositionelle weiter zu vertiefen.</p>
<div id="attachment_2401" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-2401 " title="Präsidentschaftswahl in Russland" src="http://blogfraktion.de/wp-content/uploads/2012/03/dapd_71998473-300x201.jpg" alt="Präsidentschaftswahl in Russland" width="300" height="201" /><p class="wp-caption-text">Nach Angaben der OSZE gab es bei der Wahl in jedem dritten Wahllokal Unstimmigkeiten (Foto: Sergei Grits/AP/dapd)</p></div>
<p><strong>Bürger als Partner des Staates</strong></p>
<p>Es ist eine große Chance für Russlands Entwicklung, dass viele Russen wieder bereit sind, sich aktiv für die Modernisierung ihres Landes zu engagieren. Aktive Bürger sind nicht Gegner, sondern wichtigster Partner des Staates. <span id="more-2400"></span>Sie sind bereit, das Land voran zu bringen. Sie erwarten vom künftigen russischen Präsidenten allerdings auch Veränderungen und Reformen. Vor allem die russische Mittelschicht begehrt politische Rechte, Transparenz und Teilhabe. Diese Mittelschicht ist derzeit in der russischen Politik nicht repräsentiert. Schon bei den nächsten Wahlen in 2018 könnte sie 40 Prozent der Wählerschaft ausmachen. Werden sie ausgegrenzt, kommt es zu einer weiteren Abwanderung von Menschen und Kapital aus dem Land. Wenn Russland zur fünftgrößten Wirtschaftsmacht aufsteigen soll, wie es Putin als Ziel seiner Politik postuliert hat, ist er auf die Bürger der Mittelschicht angewiesen.</p>
<p>Deshalb sollte die russische Führung einen neuen Dialog mit den aktiven, innovativen und kreativen Gruppen in der Gesellschaft beginnen. Dafür ist ein friedlicher Umgang mit Demonstrationen ein erstes wichtiges Signal. Die Menschen in Russland erwarten, dass ihr künftiger Präsident auch nach den Wahlen am Grundsatz von  „Vertrauen, konstruktivem Dialog und gegenseitigen Respekt zwischen Gesellschaft und Regierung“ festhält, für den er sich im Wahlkampf ausgesprochen hatte. Ebenso wichtig ist die Aufklärung aller Unregelmäßigkeiten bei den Präsidentschafts- und Duma-Wahlen und die glaubwürdige Überprüfung der Urteile gegen den Ex-Yukos-Eigner Michail Chodorkowski und 31 weiterer Fälle, die Präsident Medwedew angekündigt hat.</p>
<p><strong>Gemeinsam mit der EU für die Zukunft Russlands</strong></p>
<p>Russlands Anspruch, Großmacht und globaler Akteur „auf Augenhöhe“ sein zu wollen, ist nur durch eine umfassende Modernisierung, durch internationale Integration und Zusammenarbeit zu verwirklichen. Der wachsende Abstand zwischen Russland und den anderen BRIC-Staaten China, Brasilien und Indien, wie ihn internationale Rankings zeigen, mach deutlich, wie die Zeit drängt. Massive Rüstungsprogramme, Festungsdenken oder „privilegierte Einflusszonen“ weisen nicht in die Zukunft. Dafür braucht Russland vor allem einen Konsens mit der eigenen Gesellschaft und eine enge Kooperation mit dem wichtigsten Modernisierungspartner Europäische Union.</p>
<p>Deutschland und die EU stehen für eine Modernisierungspartnerschaft mit Russland bereit. Hierfür gibt es viele Ansatzpunkte – beispielsweise die für Russland wichtige Zusammenarbeit für mehr Rechtsstaatlichkeit und weniger Korruption, vor allem aber die zwischengesellschaftliche Zusammenarbeit, die ein neuer Schwerpunkt der Kooperation werden sollte. Der von Ministerpräsident Putin unterbreitete Vorschlag einer Wirtschaftsgemeinschaft von Lissabon bis Wladiwostok ist ein weiteres Projekt für eine vertiefte Zusammenarbeit.</p>
<p><em>Wohin steuert Russland nach den Präsidentschaftswahlen am 4. März 2012, fragt die CDU/CSU-Bundestagsfraktion bei ihrem <a title="Kongress: Russland nach den Wahlen: Modernisierung oder Stagnation?" href="http://veranstaltungen.cducsu.de/veranstaltungen/russland-nach-den-wahlen-modernisierung-oder-stagnation-perspektiven-einer-partnerschaft" target="_blank">Kongress am 19. März 2012 in Berlin</a>.  Die Massenproteste nach den Duma-Wahlen im vergangenen Dezember haben gezeigt, dass nach Jahren gesellschaftlicher Passivität eine neue urbane Mittelschicht das System der „gelenkten Demokratie“ offen in Frage stellt und politische Teilhabe, Modernisierung und Transparenz fordert. Sie können live in Berlin dabei sein oder den Kongress im Internet verfolgen. </em></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blogfraktion.de/2012/03/08/russland-nach-putin-wahl/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Ägyptens Revolution ist alles andere als vollendet</title>
		<link>http://blogfraktion.de/2012/02/07/agyptens-revolution-ist-alles-andere-als-vollendet/</link>
		<comments>http://blogfraktion.de/2012/02/07/agyptens-revolution-ist-alles-andere-als-vollendet/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 07 Feb 2012 16:57:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dagmar Wöhrl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Internationales]]></category>
		<category><![CDATA[Ägypten]]></category>
		<category><![CDATA[Tahrirplatz]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blogfraktion.de/?p=2322</guid>
		<description><![CDATA[Am 25. Januar hat sich der Beginn der Revolution in Ägypten gejährt. Mit dem Sturz des Diktators Mubarak und der Transformation des Landes ist der Anfang gemacht. Im bevölkerungsreichsten und politisch traditionell wichtigsten Land Arabiens haben die Menschen gezeigt, dass sie für ihre Rechte aufstehen. Nach dem Ende überkommender Regime werden nun gewählte Islamisten in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 25. Januar hat sich der Beginn der Revolution in Ägypten gejährt. Mit dem Sturz des Diktators Mubarak und der Transformation des Landes ist der Anfang gemacht. Im bevölkerungsreichsten und politisch traditionell wichtigsten Land Arabiens haben die Menschen gezeigt, dass sie für ihre Rechte aufstehen. Nach dem Ende überkommender Regime werden nun gewählte Islamisten in Ägypten und Tunesien maßgeblich an neuen Verfassungen mitschreiben. Sie werden eine neue Außenpolitik formulieren. Die Revolution hat in den verkrusteten arabischen Gesellschaften viel in Bewegung gesetzt. Doch das ist erst der Anfang, und es wird Rückschläge geben. Es ist die Heldengeschichte der Jugend, die ihre Angst und Apathie abschütteln und für ihre Freiheit kämpfte. Sie kann jederzeit wieder einen Wutanfall bekommen. Bisher sind diejenigen, die vor einem Jahr die Tahrir-Revolution losgetreten hatten, jedoch schwach: Die „jungen Revolutionäre“ und Facebook-Aktivisten haben zwei Prozent der Stimmen bekommen.</p>
<p><strong>Die wahren Revolutionäre sind im Hohen Haus eine Minderheit – wie auch die Frauen.</strong> Während der Proteste, die seit einem guten Jahr die arabische Welt erschüttern, spielten Frauen eine wichtige Rolle. Das ägyptische Verfassungsgremium, das nach dem Sturz von Mubarak eingesetzt wurde, blieb jedoch frauenlos. Und auch im gerade gewählten ägyptischen Parlament lassen sich die Frauen an einer Hand abzählen. Ich bin unzufrieden mit der Rolle der Frauen im neuen politischen Ägypten. Viele Frauen in Ägypten sind arm, ungebildet und müssen hart arbeiten, um ihre Familien durchzubringen. Unter Frauenrechtlerinnen gelten die Salafisten, die neben den Muslimbrüdern gut 20 Prozent der Stimmen errungen haben, als eine große Bedrohung der Frauenrechte; sie hatten vor der Wahl etwa das Frauenrecht als unislamisch bezeichnet.</p>
<div id="attachment_2324" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://blogfraktion.de/wp-content/uploads/2012/02/ddpimages_8.71908608.jpg"><img class="size-medium wp-image-2324" title="Ägypten ein Jahr nach der Revolution" src="http://blogfraktion.de/wp-content/uploads/2012/02/ddpimages_8.71908608-300x201.jpg" alt="Ägypten ein Jahr nach der Revolution" width="300" height="201" /></a><p class="wp-caption-text">Ägypten ein Jahr nach der Revolution: Auf dem Tahrir-Platz wird ein Transparent mit Fotos von während der Revolution getöteten Menschen gezeigt (Foto: ddp images/dapd/Steffi Loos)</p></div>
<p>Die Nour-Partei beispielsweise wurde erst nach der Revolution gegründet. Sie folgt buchstabengetreu einem Islam ähnlich dem der saudischen Wahhabiten und fordert die Einführung der Scharia. Mit ihrer erdrückenden Mehrheit werden die Islamisten also versuchen, der Verfassung einen religiösen Stempel aufzudrücken. Die Muslimbrüder, die sich in Modernisten und Betonköpfe spalten, gelten als gemäßigt-fundamentalistische Konservative. Deren Kandidaten hatten 235 der 508 Sitze errungen &#8211; nun haben sie sich öffentlich zu der konsensorientierten Zusammenarbeit mit allen politischen Lagern verpflichtet.</p>
<p>Und auch wenn die Entwicklung Ägyptens im Dunkeln liegt, so wissen Islamisten und Militärs doch, dass sie nicht so unumschränkt herrschen können wie einst Mubarak.</p>
<p>Die arabische Revolution hat weit über Ägypten und Tunesien hinaus ausgestrahlt: Sogar ein so mächtiger Diktator wie Libyens Gaddafi wurde gestürzt, Syriens Assad steht vor dem Fall, Jemens Saleh hat gerade das Land verlassen.</p>
<p>Aufgabe des Unterhauses – das Oberhaus wird noch gewählt – wird die neue Verfassung sein. Ein hundertköpfiges Parlamentarier-Komitee soll sie schreiben.</p>
<p>Die Europäer müssen lernen, dass sie mit ihrem Ideal der Trennung von Religion und Staat weltweit nur eine Minderheit sind. Wir dürfen Vertreter eines traditionellen Islam nicht reflexartig als intolerant verurteilen. Wir müssen darauf hinwirken, dass Demokratie nicht nur Herrschaft der Mehrheit ist, sondern auch anderer Prinzipien wie der Meinungsfreiheit bedarf. Es ist zu befürchten, dass die neuen Regierenden der Freiheit von Künstlern, Frauen, Christen oder Homosexuellen religiöse Grenzen setzen wollen. Das müssen wir nicht hinnehmen. Wir sollten aber die neuen Machtverhältnisse akzeptieren und auf die Muslimbrüder zugehen. Ihre Erfolge sind durch Wahlen legitimiert. Nur auf diese Weise können wir Europäer und die Amerikaner glaubwürdig bleiben, wenn sie dort auf Freiheit und Demokratie drängen.</p>
<p>Schließlich wissen auch die neuen Regierungen in Kairo und Tunis, dass sie auf den Westen angewiesen sind, wenn sie ihr dringendstes Problem in den Griff bekommen wollen: eine am Boden liegende Wirtschaft mit zunehmender (Jugend-)Arbeitslosigkeit. Sie haben kein Erdöl, um außenpolitische Unnachgiebigkeit zu finanzieren, sie sind auf den Tourismus angewiesen. Die wirtschaftlichen Ungerechtigkeiten waren eine wichtige Quelle der arabischen Wut.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em><a title="Homepage von Dagmar Wöhrl" href="http://www.dagmar-woehrl.de/" target="_blank">Dagmar Wöhrl (CSU)</a> ist Vorsitzende des Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Sie twittert unter <a title="Dagmar Wöhrl auf Twitter " href="http://twitter.com/DWoehrl" target="_blank">@DWoehrl</a>.<br />
</em></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blogfraktion.de/2012/02/07/agyptens-revolution-ist-alles-andere-als-vollendet/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Keine Angst vor dem Bevölkerungswachstum</title>
		<link>http://blogfraktion.de/2012/01/31/keine-angst-vor-dem-bevolkerungswachstum/</link>
		<comments>http://blogfraktion.de/2012/01/31/keine-angst-vor-dem-bevolkerungswachstum/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 31 Jan 2012 10:38:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>blogfraktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Internationales]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklungspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Weltbevölkerung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blogfraktion.de/?p=2307</guid>
		<description><![CDATA[In Afrika kommt es bis 2100 voraussichtlich zu einer Verdreifachung der Bevölkerung. Wir müssen die vorhandenen Ressourcen anders verteilen und neue schaffen. Vor unserem Kongress am 8. Februar 2012 laden wir Sie ein, die Diskussion hier zu beginnen. Prof. von Braun ist einer unserer Referenten. Rund neun Milliarden Menschen werden Mitte dieses Jahrhunderts auf unserer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>In Afrika kommt es bis 2100 voraussichtlich zu einer Verdreifachung der Bevölkerung. Wir müssen die vorhandenen Ressourcen anders verteilen und neue schaffen. Vor unserem <a title="Herausforderung Weltbevölkerungswachstum - Ist unsere Entwicklungspolitik gewappnet?" href="http://veranstaltungen.cducsu.de/veranstaltungen/herausforderung-weltbevoelkerungswachstum-ist-unsere-entwicklungspolitik-gewappnet" target="_blank">Kongress am 8. Februar 2012</a> laden wir Sie ein, die Diskussion hier zu beginnen. Prof. von Braun ist einer unserer Referenten.</em></p>
<p>Rund neun Milliarden Menschen werden Mitte dieses Jahrhunderts auf unserer Erde leben. Sie werden aufgrund des wachsenden Wohlstands in etwa so viel Nahrungsmittel konsumieren, wie heute zwölf Milliarden verbrauchen würden. Die aufstrebende Mittelschicht vieler Entwicklungsländer fragt verstärkt Milch- und Fleischprodukte nach. Zugleich verschwenden reiche Konsumenten viel.</p>
<div id="attachment_2309" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://blogfraktion.de/wp-content/uploads/2012/01/ddpimages_8.71674917.jpg"><img class="size-medium wp-image-2309" title="Tafel Weltbevölkerung" src="http://blogfraktion.de/wp-content/uploads/2012/01/ddpimages_8.71674917-300x236.jpg" alt="Tafel Weltbevölkerung" width="300" height="236" /></a><p class="wp-caption-text">Anzeigetafel der Stiftung Weltbevölkerung auf dem ehemaligen EXPO-Gelände: Auf der Welt leben mehr als 7 Milliarden Menschen (Foto: Focke Strangmann/dapd) </p></div>
<p>Bis 2050 wird sich die <strong>Nachfrage nach Nahrungsmitteln</strong> verdoppeln. Um diesen Bedarf zu decken, muss die Produktion weltweit enorm gesteigert werden. Dazu gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten: Entweder wird die Ackerfläche ausgeweitet oder der Ertrag der vorhandenen Fläche wird gesteigert. Eine Ausweitung der Landwirtschaftsfläche von derzeit weltweit 1,4 Milliarden Hektar ist jedoch kaum möglich. Jährlich gehen sogar etwa zehn Millionen Hektar Ackerland durch Erosion und Degradierung verloren.</p>
<p><span id="more-2307"></span>Die <strong>Produktion </strong>muss durch höhere Erträge gesteigert werden, was sich durch intensivere Produktion und technischen Fortschritt erreichen lässt, auch im Kleinbauernsektor. Dort lebt ein Großteil der Armen und aus ihm entspringt ein Großteil des Bevölkerungswachstums. Dies wird jedoch ein umweltschonenderer und nachhaltigerer Fortschritt sein müssen als bisher. Langfristig werden sich die Erträge nur dann nachhaltig steigern lassen, wenn neue Sorten und Technologien entwickelt werden, die an den Standort angepasst sind und knappe Ressourcen effizient nutzen.</p>
<p>Eine große Herausforderung für die Agrarproduktion ist auch der <strong>Klimawandel</strong>. Allerdings verursachen die nächsten ca. zwei Milliarden Menschen einen viel geringeren Umweltfußabdruck als die reiche eine Milliarde in den Industrieländern, denn sie werden fast ausschließlich in den armen Ländern Südasiens und Afrikas hinzukommen. Die landwirtschaftliche Produktivität muss somit auch aus dieser Sicht vor allem in Afrika und Südasien steigen, um die strukturellen Ungleichgewichte in der Versorgung zu überwinden. Zugleich muss in den Industrieländern auf eine viel Ressourcen-sparsamere Wachstumsstrategie umgestiegen werden.</p>
<p><strong>Es ist durchaus möglich, die weltweite Nahrungsmittelversorgung auch 2050 sicherzustellen. Von den dazu erforderlichen Investitionen und politischen Reformen ist die Weltgemeinschaft derzeit jedoch noch weit entfernt. </strong></p>
<p>Eine Doppelstrategie ist nötig: Sowohl Anpassungen auf der Nachfrageseite bei den Wohlhabenden und durch Reduzierung von Verlusten und Verschwendung, als auch Steigerung der Produktion. Und eine dritte strategische Komponente ist erforderlich: direkte und indirekte Ernährungsverbesserung, insbesondere durch Programme, die die frühkindliche Ernährung über Gesundheitsdienste stärken und die Schulbildung von Mädchen fördern. Diese Ansätze reduzieren auch das Bevölkerungswachstum.</p>
<p><strong>Fazit:</strong> keine Angst vor dem Bevölkerungswachstum, sondern &#8211; wenn schon Angst &#8211; dann vor dem Mangel an zeitnahem Handeln. Dem Bevölkerungswachstum kann durch angemessene nachhaltige Intensivierung der Landwirtschaft in den Entwicklungsländern begegnet werden. Wenn die dafür erforderlichen Investitionen aber jetzt nicht rasch ausgeweitet werden, ergeben sich unkontrollierbare humanitäre und sicherheitspolitische Konsequenzen in Folge des Bevölkerungszuwachses bei den Armen.</p>
<p><em><a title="Joachim von Braun" href="http://www.zef.de/staff/793.html" target="_blank">Joachim von Braun</a> ist Direktor des <a title="ZEF " href="http://www.zef.de" target="_blank">Zentrums für Entwicklungsforschung</a> der Universität Bonn und Professor für wirtschaftlichen und technologischen Wandel. Von 2002 bis 2009 war von Braun Generaldirektor des International Food Policy Research Institute (IFPRI) in Washington DC – der international führenden Forschungseinrichtungen im Bereich Weltagrar- und Ernährungspolitik. von Braun ist Mitglied verschiedener deutscher und ausländischer Akademien. Zudem war er von 2000 bis 2003 Präsident der Internationalen Agrarökonomen-Vereinigung. Seine wissenschaftlichen Arbeiten sind zu Fragen der wirtschaftlichen Entwicklung, Agrarwirtschaft, Ressourcenökonomik, Handelspolitik, Ernährung, sowie Forschungs- und Technologiepolitik.</em></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blogfraktion.de/2012/01/31/keine-angst-vor-dem-bevolkerungswachstum/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Iran – EU für Kooperation statt Eskalation</title>
		<link>http://blogfraktion.de/2012/01/25/iran-%e2%80%93-eu-fur-kooperation-statt-eskalation/</link>
		<comments>http://blogfraktion.de/2012/01/25/iran-%e2%80%93-eu-fur-kooperation-statt-eskalation/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 25 Jan 2012 11:31:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Mißfelder</dc:creator>
				<category><![CDATA[Internationales]]></category>
		<category><![CDATA[Iran]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blogfraktion.de/?p=2289</guid>
		<description><![CDATA[Iran weigert sich nach wie vor, seinen internationalen Verpflichtungen nachzukommen und uneingeschränkt mit der IAEO zusammenzuarbeiten, um die Bedenken gegen sein Nuklearprogramm zu zerstreuen. Diese Bedrohung für den Frieden und die Sicherheit Israels kann die EU nicht hinnehmen. Die Mitgliedstaaten haben sich darum am 23. Januar 2012 auf weitere restriktive Maßnahmen verständigt. Die Sanktionen betreffen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Iran weigert sich nach wie vor, seinen internationalen Verpflichtungen nachzukommen und uneingeschränkt mit der IAEO zusammenzuarbeiten, um die Bedenken gegen sein Nuklearprogramm zu zerstreuen. Diese Bedrohung für den Frieden und die Sicherheit Israels kann die EU nicht hinnehmen. Die Mitgliedstaaten haben sich darum am 23. Januar 2012 auf weitere restriktive Maßnahmen verständigt.</p>
<div id="attachment_2291" class="wp-caption alignleft" style="width: 209px"><a href="http://blogfraktion.de/wp-content/uploads/2012/01/8.71884356.jpg"><img class="size-medium wp-image-2291" title="EU-Staaten einigen sich auf Oelembargo" src="http://blogfraktion.de/wp-content/uploads/2012/01/8.71884356-199x300.jpg" alt="" width="199" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Die Sanktionen betreffen vor allem iranische Rohölexporte (Foto: ddp images/dapd/AP)</p></div>
<p>Die Sanktionen betreffen den Energiesektor, einschließlich eines schrittweise durchzusetzenden Embargos gegen Rohölimporte aus Iran in die EU. Die EU-Staaten schränken Irans Tätigkeiten im Finanzsektor ein, auch die iranische Zentralbank ist erfasst. Exportbeschränkungen auch für Gold und sensible Güter und so genannte „dual-use“ Technologien, die sowohl für zivile als auch militärische Zwecke verwendet werden können, sollen das Regime dazu bewegen, sein Atomprogramm offen zu legen. Die EU belegt gezielt weitere Angehörige des Regimes und Einrichtungen, die von den Islamischen Revolutionsgarden kontrolliert werden, mit Sanktionen.</p>
<p>Der jüngste IAEO-Bericht liefert detaillierte Anhaltspunkten dafür, dass Iran militärische Kerntechnik entwickelt. Der Rat der EU spricht von „ernsten und wachsenden Bedenken hinsichtlich des iranischen Nuklearprogramms“. In der tief unter der Erde liegenden Anlage in Fordo nahe Ghom reichern Irans Nuklearexperten Uran bis zu 20 Prozent an. Damit verletzt der Iran sechs Resolutionen des VN-Sicherheitsrats und elf Resolutionen des Gouverneursrats der IAEO. Das Regime schürt bewusst Spannungen im Nahen Osten, indem es droht, die Straße von Hormus zu schließen, durch die etwa 20 Prozent des weltweit gebrauchten Erdöls transportiert werden.</p>
<p>Für Ende Januar ist eine IAEO-Mission in den Iran geplant. Deutschland und seine EU-Partner setzen sich seit Jahren für eine diplomatische Lösung der iranischen Nuklearfrage ein. Der Iran ist auf keines der Angebote eingegangen. Er spielt auf Zeit und führt die Weltgemeinschaft vor. Nun kann nur das Regime selbst für ein Ende der Sanktionen sorgen.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blogfraktion.de/2012/01/25/iran-%e2%80%93-eu-fur-kooperation-statt-eskalation/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>&#8220;Für das Friedensprojekt Europa&#8221;</title>
		<link>http://blogfraktion.de/2012/01/24/fur-das-friedensprojekt-europa-2/</link>
		<comments>http://blogfraktion.de/2012/01/24/fur-das-friedensprojekt-europa-2/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 24 Jan 2012 15:05:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>blogfraktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Internationales]]></category>
		<category><![CDATA[Europäische Union]]></category>
		<category><![CDATA[Kroatien]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blogfraktion.de/?p=2283</guid>
		<description><![CDATA[Die Kroaten möchten in die Europäische Union! Am vergangenen Sonntag haben sie mit einer Mehrheit von zwei Dritteln dafür gestimmt, zum 01. Juli 2013 der EU beizutreten. Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion freut sich darüber. Bereits im Sommer 2011 hat Gunther Krichbaum anlässlich der abgeschlossenen Beitrittsverhandlungen bei uns im Blog erklärt, dass die &#8220;Erweiterung der EU um den westlichen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div>
<p>Die Kroaten möchten in die Europäische Union!</p>
<p>Am vergangenen Sonntag haben sie mit einer Mehrheit von zwei Dritteln dafür gestimmt, zum 01. Juli 2013 der EU beizutreten. Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion freut sich darüber. Bereits <a href="http://blogfraktion.de/2011/08/12/fur-das-friedensprojekt-europa/ ">im Sommer 2011</a> hat Gunther Krichbaum anlässlich der abgeschlossenen Beitrittsverhandlungen bei uns im Blog erklärt, dass die &#8220;Erweiterung der EU um den westlichen Balkan in besonderer Weise das Friedensprojekt Europa vorantreibt&#8221;, immerhin hat in der Region noch vor zwölf Jahren ein heftiger Krieg getobt. Als Vorbild für andere Streitfragen auf dem Balkan kann Kroatiens Verhalten gelten, einen internationalen Schiedsspruch zu akzeptieren, der eine bis dato ungelöste Grenzfrage mit Slowenien klärte &#8211; dies war Bedingung für den guten Abschluss der Beitrittsverhandlungen.</p>
<div id="attachment_1853" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://blogfraktion.de/wp-content/uploads/2011/08/Kroatien.jpg"><img class="size-medium wp-image-1853" title="Kroatien" src="http://blogfraktion.de/wp-content/uploads/2011/08/Kroatien-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Kroatien wird voraussichtlich 2013 in die EU eintreten (Indiawest on flickr.com, CC BY-SA 2.0)</p></div>
<p>Dabei, versichert Krichbaum, werden die CDU/CSU-Bundestagsfraktion und der Deutsche Bundestag, genau beobachten, wie Kroatien bei den Reformen im Rechtssystem und im Kampf gegen die Korruption vorankommt. Das Monitoring dieser wichtigen Bestandteile eines Rechtsstaats durch die EU-Kommission wird fortgesetzt.</p>
<p>&#8220;Der Weg Kroatiens in Richtung des vereinten Europas ist Ansporn für weitere Reformanstrengungen und regionale Aussöhnung&#8221; im Land selbst, wie für den gesamten Balkan, so der Vorsitzende des Ausschusses für die Angelegenheiten der Europäischen Union.</p>
<p><a href="http://blogfraktion.de/2011/08/12/fur-das-friedensprojekt-europa/">Beitrag von Gunther Krichbaum</a> vom 12. August 2011</p>
<p>&nbsp;</p>
</div>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blogfraktion.de/2012/01/24/fur-das-friedensprojekt-europa-2/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Nutzen wir das deutsch-griechische Netzwerk!</title>
		<link>http://blogfraktion.de/2012/01/06/nutzen-wir-das-deutsch-griechische-netzwerk/</link>
		<comments>http://blogfraktion.de/2012/01/06/nutzen-wir-das-deutsch-griechische-netzwerk/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 06 Jan 2012 10:34:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hans-Joachim Fuchtel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Internationales]]></category>
		<category><![CDATA[Griechenland]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blogfraktion.de/?p=2262</guid>
		<description><![CDATA[Eine Einladung zum Mitmachen, für Verständnis in schwieriger Zeit: das ist die Deutsch-Griechische Versammlung! Durch viele kleine Beiträge kann größeres geschehen. Die Deutsch-Griechische Versammlung hat ihre Grundlagen in der Vereinbarung vom 5. März 2010 zwischen dem früheren Ministerpräsident Papandreou und unserer Bundeskanzlerin Angela Merkel. Gemeint ist ein dynamisches Netzwerk all derjenigen, die sich für die deutsch-griechischen Beziehungen konstruktiv [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Einladung zum Mitmachen, für Verständnis in schwieriger Zeit: das ist die Deutsch-Griechische Versammlung! Durch viele kleine Beiträge kann größeres geschehen.</p>
<div id="attachment_2264" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://blogfraktion.de/wp-content/uploads/2012/01/RD3_0312.jpg"><img class="size-medium wp-image-2264 " title="RD3_0312" src="http://blogfraktion.de/wp-content/uploads/2012/01/RD3_0312-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Hans-Joachim Fuchtel mit dem Bürgermeister von Thessaloniki Yiannis Boutaris (Präsident der Deutsch-Griechischen Versammlung auf griechischer Seite)</p></div>
<p>Die Deutsch-Griechische Versammlung hat ihre Grundlagen in der Vereinbarung vom 5. März 2010 zwischen dem früheren Ministerpräsident Papandreou und unserer Bundeskanzlerin Angela Merkel. Gemeint ist ein dynamisches Netzwerk all derjenigen, die sich für die deutsch-griechischen Beziehungen konstruktiv einsetzen wollen &#8211; immerhin blicken Deutschland und Griechenland auf eine lange freundschaftliche Verbindung zurück. Bei der Eröffnungsrede der 2. Deutsch-Griechischen Versammlung habe ich das beschrieben (zu finden unter <a href="http://www.grde.eu/">www.grde.eu</a>). Die Deutsch-Griechische Versammlung ist die jährliche Konferenz dieses Netzwerkes mit dem Ziel, im Schneeball-System Ideen auszubreiten, die einer guten Partnerschaft dienen.</p>
<p>Schon immer waren die Ideen vor Ort wegen ihrer Flexibilität, Konkretheit und Schnelligkeit bei der Umsetzung ganz wesentliche Chancen für neue Konzepte. Die gewonnen Erkenntnisse lassen sich &#8211; in der Regel sogar kostengünstig bis kostenlos &#8211; in Know-how-Prozesse übertragen. Wir Deutsche haben das jüngst im Rahmen der deutschen Einheit und deren Ausgestaltung sehr erfolgreich betrieben und großen Nutzen davon gehabt. Warum sollen diese Erfahrungen nicht auch auf europäischer Ebene Früchte tragen? Etwa über den Weg der Städtepartnerschaften? Deutschland hat mit Frankreich 2000 Partnerschaften, mit Griechenland etwa 30. Man braucht kein Visionär zu sein, um hier ein Potential des Ausbaus dieser Kontakte zu sehen. Dafür gibt es günstigere Rahmenbedingungen als sonst: die Fülle der Deutsch-Griechischen Vereine, die 2-2,5 Mio Touristen, die jährlich Griechenland besuchen, die 300 000 in Deutschland lebenden Menschen griechischer Herkunft, 45 000 dauernd in Griechenland lebenden Menschen deutscher Herkunft, eine hohe Zahl von griechischen Akademikern, die in Deutschland studiert haben, eine hohe Zahl von Griechen mit deutschen Sprachkenntnissen, eine große Frequenz von Griechen, die in Deutschland schon einmal gearbeitet haben.</p>
<p>Darauf kann aufgebaut werden. Über Städtepartnerschaften, Kontakte der Verbände und Institutionen kann ein im besten Sinne produktiver Know-how-Austausch initiiert werden. Know-how führt zur Analyse und Definition von Investitionsbedarf. Darauf baut sich in der Praxis die Einleitung von Investition auf. Für überzeugte Investitionen gibt es auch Finanzierungen. Gerade für Griechenland steht seitens der EU ein ganz erhebliches Finanzpotential zur Verfügung, was projektorientiert genutzt werden kann. Die Eigenbeträge wurden gesenkt. Die Chancen zur Umsetzung dadurch verbessert.</p>
<p>Oftmals geht es nicht um Geld, sondern schlichtweg um den gemeinsamen Weg. Nur ein Beispiel: viele junge Griechen suchen Berufspraktika in deutschen Firmen. Kommunen kennen die Arbeitgeber und können Betriebe motivierend ansprechen. Die Praktika können in der Partnerstadt erfolgen. Während des Praktikums gibt es Begegnungen, Freundschaften, Verständnis für die gegenwärtige Situation, Kontakte fürs Leben!</p>
<p>Meine Aufgabe als Beauftragter für die Deutsch-Griechische Versammlung ist die Unterstützung dieses Netzwerkes, vor allem der kommunalen Spitzenverbände, der Verbände und Institutionen, die den Bedarf für Zusammenarbeit sehen.</p>
<p>Jede Aufgabe braucht ihre Zeit und jede Zeit hat ihre Aufgabe. Und: wer schnell hilft, hilft doppelt.</p>
<p>Die griechische Öffentlichkeit hat die Intensivierung der Beziehungen mit großer Aufgeschlossenheit aufgenommen. Es lohnt sich, das Gemeinsame zu sehen und etwas zu tun, denn „was nicht zur Tat wird, hat keinen Wert“!</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blogfraktion.de/2012/01/06/nutzen-wir-das-deutsch-griechische-netzwerk/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Das Paket von Brüssel trägt die Handschrift der Kanzlerin</title>
		<link>http://blogfraktion.de/2011/12/14/das-paket-von-brussel-tragt-die-handschrift-der-kanzlerin/</link>
		<comments>http://blogfraktion.de/2011/12/14/das-paket-von-brussel-tragt-die-handschrift-der-kanzlerin/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 14 Dec 2011 15:29:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gerda Hasselfeldt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Internationales]]></category>
		<category><![CDATA[Euro]]></category>
		<category><![CDATA[Europäische Union]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blogfraktion.de/?p=2238</guid>
		<description><![CDATA[Aus der Wirtschafts- und Währungsunion wird eine Fiskalunion Die Staatsschuldenkrise in Europa ist nicht über Nacht entstanden. Sie lässt sich auch nicht von einem Tag auf den anderen beheben. Ihre Wurzeln sind vielfältig &#8211; wobei vor allem von der Verwässerung des europäischen Stabilitätspakts unter der Regierungsverantwortung von Rot-Grün eine außerordentlich fatale Wirkung ausging. Im Mittelpunkt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong> </strong></p>
<p><strong></p>
<div id="attachment_2239" class="wp-caption alignleft" style="width: 209px"><a href="http://www.flickr.com/photos/11286805@N00/5981102615/"><img class="size-medium wp-image-2239" title="Tor" src="http://blogfraktion.de/wp-content/uploads/2011/12/Tor-199x300.jpg" alt="" width="199" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Das Tor für die Briten bleibt offen (BobbiLe Ba Photography &amp; Cards on flickr.com, CC BY-NC-ND 2.0)</p></div>
<p></strong></p>
<p><strong>Aus der Wirtschafts- und Währungsunion wird eine Fiskalunion</strong></p>
<p>Die Staatsschuldenkrise in Europa ist nicht über Nacht entstanden. Sie lässt sich auch nicht von einem Tag auf den anderen beheben. Ihre Wurzeln sind vielfältig &#8211; wobei vor allem von der Verwässerung des europäischen Stabilitätspakts unter der Regierungsverantwortung von Rot-Grün eine außerordentlich fatale Wirkung ausging.</p>
<p>Im Mittelpunkt der Bewältigung der Krise stehen bilaterale Kredithilfen sowie ein Rettungsschirm, der im kommenden Jahr in einen dauerhaften Stabilitätsmechanismus münden wird. Mit diesen Hilfen ist es bislang gelungen, die Zahlungsfähigkeit der Krisenstaaten sicherzustellen und drohende Ansteckungs- und Dominoeffekte zu verhindern. Trotz unverkennbarer Spannungen auf dem Geldmarkt haben diese Maßnahmen dazu beigetragen, die Finanzmärkte zu stabilisieren. Sie reichen jedoch nicht aus, um die Märkte dauerhaft zu beruhigen.</p>
<p>Der jüngste EU-Gipfel am 8. und 9. Dezember 2011 in Brüssel hat einen entscheidenden Schritt getan, um die europäische Integration zu vertiefen. Die Wirtschafts- und Währungsunion wird um eine Fiskalunion erweitert. Alle Staaten verpflichten sich, eine Schuldenbremse nach deutschem Vorbild einzuführen. Wer die Vorgaben des Stabilitätspakts im Hinblick auf die Defizitquote einerseits und die Gesamtverschuldungsquote andererseits nicht einhält, den treffen künftig die sanktionsbewehrten Durchgriffsrechte der europäischen Ebene. Der Automatismus bei der Verhängung von Sanktionen wird ausgeweitet. Mit diesen Beschlüssen schaffen wir die Basis für eine echte Stabilitätskultur in Europa. Es muss nun alles getan werden, um die Beschlüsse möglichst schnell umzusetzen.</p>
<p><strong>Das Tor für die Briten bleibt offen</strong></p>
<p>Das Paket von Brüssel trägt die Handschrift von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Sie hat einmal mehr ihre Führungsstärke unter Beweis gestellt und ist ihrer europapolitischen Verantwortung gerecht geworden. Deutschland und Frankreich haben sich erneut als Motor der europäischen Integration erwiesen.</p>
<p>Es ist bedauerlich, dass sich Großbritannien auf dem Gipfel selbst isoliert hat. Die Beschlüsse können nicht über eine Änderung der EU-Verträge, sondern müssen über einen völkerrechtlichen Vertrag umgesetzt werden. Das Tor für die Briten bleibt jedoch offen. Wir brauchen ihre Mitarbeit in der Europäischen Union: Nur ein mit einer Stimme sprechendes Europa kann sein ganzes Gewicht auf der weltpolitischen Bühne in die Waagschale legen.</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blogfraktion.de/2011/12/14/das-paket-von-brussel-tragt-die-handschrift-der-kanzlerin/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Globaler Klimaschutz bleibt auf Kurs</title>
		<link>http://blogfraktion.de/2011/12/13/globaler-klimaschutz/</link>
		<comments>http://blogfraktion.de/2011/12/13/globaler-klimaschutz/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 13 Dec 2011 10:26:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Ruck</dc:creator>
				<category><![CDATA[Internationales]]></category>
		<category><![CDATA[Klimaschutz]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blogfraktion.de/?p=2232</guid>
		<description><![CDATA[Ich bin über das Ergebnis der UN-Klimakonferenz in Durban erleichtert. Es hat sich gelohnt, bis zuletzt hartnäckig zu verhandeln – nachdem zuvor nicht wenige schon das Scheitern der Verhandlungen befürchtet hatten. Was in Durban vereinbart wurde, gibt aber auch keinen Grund zur Euphorie. Trotzdem steht fest: Der globale Klimaschutz bleibt auf dem richtigen Kurs – [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin über das Ergebnis der UN-Klimakonferenz in Durban erleichtert. Es hat sich gelohnt, bis zuletzt hartnäckig zu verhandeln – nachdem zuvor nicht wenige schon das Scheitern der Verhandlungen befürchtet hatten. Was in Durban vereinbart wurde, gibt aber auch keinen Grund zur Euphorie. Trotzdem steht fest: Der globale Klimaschutz bleibt auf dem richtigen Kurs – und das ist die zentrale Botschaft, die von der in letzter Minute gefundenen Einigung ausgeht. Deutschland und die EU-Partner sind in Südafrika für realistische und verbindliche Ziele eingetreten. Dass diese nun erreicht wurden, ist ein großer Erfolg für die europäische und deutsche Klimaschutzpolitik.</p>
<div id="attachment_2233" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://www.flickr.com/photos/oxfam/6427282681/"><img class="size-medium wp-image-2233" title="Durban" src="http://blogfraktion.de/wp-content/uploads/2011/12/Durban-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Zum Klimagipfel in Durban haben viele Menschen eine Einigung gefordert - auch in diesem Mosaik haben sie unterschrieben (Oxfam International on flickr.com, CC BY-NC-ND 2.0)</p></div>
<p>Die Einigung war auch deshalb wichtig, weil der Handlungsdruck beim Klimaschutz größer denn je ist: In den vergangenen zwölf Monaten ist der CO<sub>2</sub>-Ausstoß so stark angestiegen wie noch nie zuvor innerhalb eines Jahres. Der globale Klimaschutz duldet deshalb überhaupt keinen Aufschub. Ganz im Gegenteil: die Weltgemeinschaft muss ihre Anstrengungen noch intensivieren. Auf Druck der EU hat die Staatengemeinschaft in Durban anerkannt, dass die bisherigen Anstrengungen nicht ausreichen, um das Zwei-Grad-Ziel (also das Ziel, die globale Erwärmung auf weniger als zwei Grad gegenüber dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen) zu erreichen.</p>
<p>Umso wichtiger ist es, dass es nun gelungen ist, einen Fahrplan für ein globales Klimaschutzabkommen festzulegen, das spätestens 2015 verabschiedet und nach 2020 rechtsverbindlich in Kraft treten soll. Dieses Abkommen soll alle Emittenten umfassen – also auch Staaten wie die USA, China und Indien – und damit Länder, die nach dem bisherigen Kyoto-Protokoll keine Reduktionsverpflichtungen eingegangen waren. Die bisherige Rollenverteilung – nämlich Reduktionsverpflichtungen für Industriestaaten und freiwillige Maßnahmen für Entwicklungsländer, wozu auch die großen Schwellenländer offiziell zählen – kann damit endlich Geschichte werden. Denn der Klimaschutz nimmt künftig alle Staaten in die Pflicht – und das ist ein wirklich großer Schritt nach vorne.</p>
<p>Nur auf Basis dieser globalen Verpflichtung war es auch möglich, dass sich die im Kyoto-Protokoll verpflichteten Staaten auf eine zweite Verpflichtungsperiode nach 2013 verständigt haben. Auch, wenn die im Kyoto-Protokoll verbliebenen Staaten nur rund 15 Prozent der globalen CO<sub>2</sub>-Emissionen ausmachen, ist diese Festlegung eine wichtige Übergangslösung: die bewährten Regeln und Mechanismen von Kyoto wie der „Clean Development Mechanism“ bleiben so am Leben. Wie genau die zweite Verpflichtungsperiode ausgestaltet werden soll, wird bis zur nächsten UN-Klimakonferenz geklärt, die Ende 2012 in Katar stattfinden wird.</p>
<p>Wichtige Fortschritte wurden in Durban zudem bei der Einrichtung des „Grünen Klimafonds“ erzielt, mit dessen Geldern (ab 2020 jährlich 100 Mrd. Dollar) Entwicklungsländer bei der Anpassung an die Folgen des Klimawandels unterstützt und klimafreundliche Projekte finanziert werden sollen. Gerade durch die starke Allianz der EU mit den Entwicklungsstaaten konnte ein Scheitern der Verhandlungen von Durban abgewendet werden. Der „Grüne Klimafonds“ kann jetzt seine Arbeit aufnehmen. Um den Sitz seines Sekretariats bewirbt sich auch Deutschland. Es wäre ein starkes Signal, wenn das Sekretariat in Bonn angesiedelt würde.</p>
<p>Denn Deutschland ist und bleibt im internationalen Klimaschutz treibende und führende Kraft. 17,3 Milliarden Euro investiert unser Land derzeit im Kampf gegen den Klimawandel. Das ist mehr als jedes andere Land – sowohl in absoluten Zahlen als auch im Verhältnis zum Gesamthaushalt. Zu diesem Ergebnis kam jüngst eine Studie, die von Ernst &amp; Young beim Forschungsinstitut Oxford Economics in Auftrag gegeben worden war. Unser nationales Klimaschutzziel steht: die Treibhausgasemissionen sollen in Deutschland bis 2020 um 40 Prozent gegenüber 1990 sinken. Mit unserer Energiepolitik verfolgen wir den Entwicklungspfad, die Treibhausgasemissionen bis 2050 in einer Größenordnung von 80 bis 95 Prozent zu senken. Und die mit der Energiewende verbundenen Innovations- und Wachstumschancen sind enorm. Klimaschutz ist deshalb vor allem auch Wachstumslokomotive. Wir müssen diese Chance konsequent nutzen.</p>
<p><em><a href="http://www.cducsu.de/Titel__dr_christian_ruck/TabID__23/SubTabID__24/AbgID__114/WP__17/Abgeordnete.aspx">Dr. Christian Ruck</a> ist stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion  und u. a. zuständig für Umwelt- und Naturschutz sowie Entwicklungspolitik.</em></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blogfraktion.de/2011/12/13/globaler-klimaschutz/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

