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	<title>Blogfraktion.de &#187; Internationales</title>
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	<description>Das Blog der CDU/CSU-Bundestagsfraktion</description>
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		<title>Keine Angst vor dem Bevölkerungswachstum</title>
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		<pubDate>Tue, 31 Jan 2012 10:38:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>blogfraktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Internationales]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklungspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Weltbevölkerung]]></category>

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		<description><![CDATA[In Afrika kommt es bis 2100 voraussichtlich zu einer Verdreifachung der Bevölkerung. Wir müssen die vorhandenen Ressourcen anders verteilen und neue schaffen. Vor unserem Kongress am 8. Februar 2012 laden wir Sie ein, die Diskussion hier zu beginnen. Prof. von Braun ist einer unserer Referenten. Rund neun Milliarden Menschen werden Mitte dieses Jahrhunderts auf unserer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>In Afrika kommt es bis 2100 voraussichtlich zu einer Verdreifachung der Bevölkerung. Wir müssen die vorhandenen Ressourcen anders verteilen und neue schaffen. Vor unserem <a title="Herausforderung Weltbevölkerungswachstum - Ist unsere Entwicklungspolitik gewappnet?" href="http://veranstaltungen.cducsu.de/veranstaltungen/herausforderung-weltbevoelkerungswachstum-ist-unsere-entwicklungspolitik-gewappnet" target="_blank">Kongress am 8. Februar 2012</a> laden wir Sie ein, die Diskussion hier zu beginnen. Prof. von Braun ist einer unserer Referenten.</em></p>
<p>Rund neun Milliarden Menschen werden Mitte dieses Jahrhunderts auf unserer Erde leben. Sie werden aufgrund des wachsenden Wohlstands in etwa so viel Nahrungsmittel konsumieren, wie heute zwölf Milliarden verbrauchen würden. Die aufstrebende Mittelschicht vieler Entwicklungsländer fragt verstärkt Milch- und Fleischprodukte nach. Zugleich verschwenden reiche Konsumenten viel.</p>
<div id="attachment_2309" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://blogfraktion.de/wp-content/uploads/2012/01/ddpimages_8.71674917.jpg"><img class="size-medium wp-image-2309" title="Tafel Weltbevölkerung" src="http://blogfraktion.de/wp-content/uploads/2012/01/ddpimages_8.71674917-300x236.jpg" alt="Tafel Weltbevölkerung" width="300" height="236" /></a><p class="wp-caption-text">Anzeigetafel der Stiftung Weltbevölkerung auf dem ehemaligen EXPO-Gelände: Auf der Welt leben mehr als 7 Milliarden Menschen (Foto: Focke Strangmann/dapd) </p></div>
<p>Bis 2050 wird sich die <strong>Nachfrage nach Nahrungsmitteln</strong> verdoppeln. Um diesen Bedarf zu decken, muss die Produktion weltweit enorm gesteigert werden. Dazu gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten: Entweder wird die Ackerfläche ausgeweitet oder der Ertrag der vorhandenen Fläche wird gesteigert. Eine Ausweitung der Landwirtschaftsfläche von derzeit weltweit 1,4 Milliarden Hektar ist jedoch kaum möglich. Jährlich gehen sogar etwa zehn Millionen Hektar Ackerland durch Erosion und Degradierung verloren.</p>
<p><span id="more-2307"></span>Die <strong>Produktion </strong>muss durch höhere Erträge gesteigert werden, was sich durch intensivere Produktion und technischen Fortschritt erreichen lässt, auch im Kleinbauernsektor. Dort lebt ein Großteil der Armen und aus ihm entspringt ein Großteil des Bevölkerungswachstums. Dies wird jedoch ein umweltschonenderer und nachhaltigerer Fortschritt sein müssen als bisher. Langfristig werden sich die Erträge nur dann nachhaltig steigern lassen, wenn neue Sorten und Technologien entwickelt werden, die an den Standort angepasst sind und knappe Ressourcen effizient nutzen.</p>
<p>Eine große Herausforderung für die Agrarproduktion ist auch der <strong>Klimawandel</strong>. Allerdings verursachen die nächsten ca. zwei Milliarden Menschen einen viel geringeren Umweltfußabdruck als die reiche eine Milliarde in den Industrieländern, denn sie werden fast ausschließlich in den armen Ländern Südasiens und Afrikas hinzukommen. Die landwirtschaftliche Produktivität muss somit auch aus dieser Sicht vor allem in Afrika und Südasien steigen, um die strukturellen Ungleichgewichte in der Versorgung zu überwinden. Zugleich muss in den Industrieländern auf eine viel Ressourcen-sparsamere Wachstumsstrategie umgestiegen werden.</p>
<p><strong>Es ist durchaus möglich, die weltweite Nahrungsmittelversorgung auch 2050 sicherzustellen. Von den dazu erforderlichen Investitionen und politischen Reformen ist die Weltgemeinschaft derzeit jedoch noch weit entfernt. </strong></p>
<p>Eine Doppelstrategie ist nötig: Sowohl Anpassungen auf der Nachfrageseite bei den Wohlhabenden und durch Reduzierung von Verlusten und Verschwendung, als auch Steigerung der Produktion. Und eine dritte strategische Komponente ist erforderlich: direkte und indirekte Ernährungsverbesserung, insbesondere durch Programme, die die frühkindliche Ernährung über Gesundheitsdienste stärken und die Schulbildung von Mädchen fördern. Diese Ansätze reduzieren auch das Bevölkerungswachstum.</p>
<p><strong>Fazit:</strong> keine Angst vor dem Bevölkerungswachstum, sondern &#8211; wenn schon Angst &#8211; dann vor dem Mangel an zeitnahem Handeln. Dem Bevölkerungswachstum kann durch angemessene nachhaltige Intensivierung der Landwirtschaft in den Entwicklungsländern begegnet werden. Wenn die dafür erforderlichen Investitionen aber jetzt nicht rasch ausgeweitet werden, ergeben sich unkontrollierbare humanitäre und sicherheitspolitische Konsequenzen in Folge des Bevölkerungszuwachses bei den Armen.</p>
<p><em><a title="Joachim von Braun" href="http://www.zef.de/staff/793.html" target="_blank">Joachim von Braun</a> ist Direktor des <a title="ZEF " href="http://www.zef.de" target="_blank">Zentrums für Entwicklungsforschung</a> der Universität Bonn und Professor für wirtschaftlichen und technologischen Wandel. Von 2002 bis 2009 war von Braun Generaldirektor des International Food Policy Research Institute (IFPRI) in Washington DC – der international führenden Forschungseinrichtungen im Bereich Weltagrar- und Ernährungspolitik. von Braun ist Mitglied verschiedener deutscher und ausländischer Akademien. Zudem war er von 2000 bis 2003 Präsident der Internationalen Agrarökonomen-Vereinigung. Seine wissenschaftlichen Arbeiten sind zu Fragen der wirtschaftlichen Entwicklung, Agrarwirtschaft, Ressourcenökonomik, Handelspolitik, Ernährung, sowie Forschungs- und Technologiepolitik.</em></p>
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		<title>Iran – EU für Kooperation statt Eskalation</title>
		<link>http://blogfraktion.de/2012/01/25/iran-%e2%80%93-eu-fur-kooperation-statt-eskalation/</link>
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		<pubDate>Wed, 25 Jan 2012 11:31:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Mißfelder</dc:creator>
				<category><![CDATA[Internationales]]></category>
		<category><![CDATA[Iran]]></category>

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		<description><![CDATA[Iran weigert sich nach wie vor, seinen internationalen Verpflichtungen nachzukommen und uneingeschränkt mit der IAEO zusammenzuarbeiten, um die Bedenken gegen sein Nuklearprogramm zu zerstreuen. Diese Bedrohung für den Frieden und die Sicherheit Israels kann die EU nicht hinnehmen. Die Mitgliedstaaten haben sich darum am 23. Januar 2012 auf weitere restriktive Maßnahmen verständigt. Die Sanktionen betreffen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Iran weigert sich nach wie vor, seinen internationalen Verpflichtungen nachzukommen und uneingeschränkt mit der IAEO zusammenzuarbeiten, um die Bedenken gegen sein Nuklearprogramm zu zerstreuen. Diese Bedrohung für den Frieden und die Sicherheit Israels kann die EU nicht hinnehmen. Die Mitgliedstaaten haben sich darum am 23. Januar 2012 auf weitere restriktive Maßnahmen verständigt.</p>
<div id="attachment_2291" class="wp-caption alignleft" style="width: 209px"><a href="http://blogfraktion.de/wp-content/uploads/2012/01/8.71884356.jpg"><img class="size-medium wp-image-2291" title="EU-Staaten einigen sich auf Oelembargo" src="http://blogfraktion.de/wp-content/uploads/2012/01/8.71884356-199x300.jpg" alt="" width="199" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Die Sanktionen betreffen vor allem iranische Rohölexporte (Foto: ddp images/dapd/AP)</p></div>
<p>Die Sanktionen betreffen den Energiesektor, einschließlich eines schrittweise durchzusetzenden Embargos gegen Rohölimporte aus Iran in die EU. Die EU-Staaten schränken Irans Tätigkeiten im Finanzsektor ein, auch die iranische Zentralbank ist erfasst. Exportbeschränkungen auch für Gold und sensible Güter und so genannte „dual-use“ Technologien, die sowohl für zivile als auch militärische Zwecke verwendet werden können, sollen das Regime dazu bewegen, sein Atomprogramm offen zu legen. Die EU belegt gezielt weitere Angehörige des Regimes und Einrichtungen, die von den Islamischen Revolutionsgarden kontrolliert werden, mit Sanktionen.</p>
<p>Der jüngste IAEO-Bericht liefert detaillierte Anhaltspunkten dafür, dass Iran militärische Kerntechnik entwickelt. Der Rat der EU spricht von „ernsten und wachsenden Bedenken hinsichtlich des iranischen Nuklearprogramms“. In der tief unter der Erde liegenden Anlage in Fordo nahe Ghom reichern Irans Nuklearexperten Uran bis zu 20 Prozent an. Damit verletzt der Iran sechs Resolutionen des VN-Sicherheitsrats und elf Resolutionen des Gouverneursrats der IAEO. Das Regime schürt bewusst Spannungen im Nahen Osten, indem es droht, die Straße von Hormus zu schließen, durch die etwa 20 Prozent des weltweit gebrauchten Erdöls transportiert werden.</p>
<p>Für Ende Januar ist eine IAEO-Mission in den Iran geplant. Deutschland und seine EU-Partner setzen sich seit Jahren für eine diplomatische Lösung der iranischen Nuklearfrage ein. Der Iran ist auf keines der Angebote eingegangen. Er spielt auf Zeit und führt die Weltgemeinschaft vor. Nun kann nur das Regime selbst für ein Ende der Sanktionen sorgen.</p>
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		<title>&#8220;Für das Friedensprojekt Europa&#8221;</title>
		<link>http://blogfraktion.de/2012/01/24/fur-das-friedensprojekt-europa-2/</link>
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		<pubDate>Tue, 24 Jan 2012 15:05:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>blogfraktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Internationales]]></category>
		<category><![CDATA[Europäische Union]]></category>
		<category><![CDATA[Kroatien]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Kroaten möchten in die Europäische Union! Am vergangenen Sonntag haben sie mit einer Mehrheit von zwei Dritteln dafür gestimmt, zum 01. Juli 2013 der EU beizutreten. Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion freut sich darüber. Bereits im Sommer 2011 hat Gunther Krichbaum anlässlich der abgeschlossenen Beitrittsverhandlungen bei uns im Blog erklärt, dass die &#8220;Erweiterung der EU um den westlichen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div>
<p>Die Kroaten möchten in die Europäische Union!</p>
<p>Am vergangenen Sonntag haben sie mit einer Mehrheit von zwei Dritteln dafür gestimmt, zum 01. Juli 2013 der EU beizutreten. Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion freut sich darüber. Bereits <a href="http://blogfraktion.de/2011/08/12/fur-das-friedensprojekt-europa/ ">im Sommer 2011</a> hat Gunther Krichbaum anlässlich der abgeschlossenen Beitrittsverhandlungen bei uns im Blog erklärt, dass die &#8220;Erweiterung der EU um den westlichen Balkan in besonderer Weise das Friedensprojekt Europa vorantreibt&#8221;, immerhin hat in der Region noch vor zwölf Jahren ein heftiger Krieg getobt. Als Vorbild für andere Streitfragen auf dem Balkan kann Kroatiens Verhalten gelten, einen internationalen Schiedsspruch zu akzeptieren, der eine bis dato ungelöste Grenzfrage mit Slowenien klärte &#8211; dies war Bedingung für den guten Abschluss der Beitrittsverhandlungen.</p>
<div id="attachment_1853" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://blogfraktion.de/wp-content/uploads/2011/08/Kroatien.jpg"><img class="size-medium wp-image-1853" title="Kroatien" src="http://blogfraktion.de/wp-content/uploads/2011/08/Kroatien-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Kroatien wird voraussichtlich 2013 in die EU eintreten (Indiawest on flickr.com, CC BY-SA 2.0)</p></div>
<p>Dabei, versichert Krichbaum, werden die CDU/CSU-Bundestagsfraktion und der Deutsche Bundestag, genau beobachten, wie Kroatien bei den Reformen im Rechtssystem und im Kampf gegen die Korruption vorankommt. Das Monitoring dieser wichtigen Bestandteile eines Rechtsstaats durch die EU-Kommission wird fortgesetzt.</p>
<p>&#8220;Der Weg Kroatiens in Richtung des vereinten Europas ist Ansporn für weitere Reformanstrengungen und regionale Aussöhnung&#8221; im Land selbst, wie für den gesamten Balkan, so der Vorsitzende des Ausschusses für die Angelegenheiten der Europäischen Union.</p>
<p><a href="http://blogfraktion.de/2011/08/12/fur-das-friedensprojekt-europa/">Beitrag von Gunther Krichbaum</a> vom 12. August 2011</p>
<p>&nbsp;</p>
</div>
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		</item>
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		<title>Nutzen wir das deutsch-griechische Netzwerk!</title>
		<link>http://blogfraktion.de/2012/01/06/nutzen-wir-das-deutsch-griechische-netzwerk/</link>
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		<pubDate>Fri, 06 Jan 2012 10:34:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hans-Joachim Fuchtel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Internationales]]></category>
		<category><![CDATA[Griechenland]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Einladung zum Mitmachen, für Verständnis in schwieriger Zeit: das ist die Deutsch-Griechische Versammlung! Durch viele kleine Beiträge kann größeres geschehen. Die Deutsch-Griechische Versammlung hat ihre Grundlagen in der Vereinbarung vom 5. März 2010 zwischen dem früheren Ministerpräsident Papandreou und unserer Bundeskanzlerin Angela Merkel. Gemeint ist ein dynamisches Netzwerk all derjenigen, die sich für die deutsch-griechischen Beziehungen konstruktiv [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Einladung zum Mitmachen, für Verständnis in schwieriger Zeit: das ist die Deutsch-Griechische Versammlung! Durch viele kleine Beiträge kann größeres geschehen.</p>
<div id="attachment_2264" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://blogfraktion.de/wp-content/uploads/2012/01/RD3_0312.jpg"><img class="size-medium wp-image-2264 " title="RD3_0312" src="http://blogfraktion.de/wp-content/uploads/2012/01/RD3_0312-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Hans-Joachim Fuchtel mit dem Bürgermeister von Thessaloniki Yiannis Boutaris (Präsident der Deutsch-Griechischen Versammlung auf griechischer Seite)</p></div>
<p>Die Deutsch-Griechische Versammlung hat ihre Grundlagen in der Vereinbarung vom 5. März 2010 zwischen dem früheren Ministerpräsident Papandreou und unserer Bundeskanzlerin Angela Merkel. Gemeint ist ein dynamisches Netzwerk all derjenigen, die sich für die deutsch-griechischen Beziehungen konstruktiv einsetzen wollen &#8211; immerhin blicken Deutschland und Griechenland auf eine lange freundschaftliche Verbindung zurück. Bei der Eröffnungsrede der 2. Deutsch-Griechischen Versammlung habe ich das beschrieben (zu finden unter <a href="http://www.grde.eu/">www.grde.eu</a>). Die Deutsch-Griechische Versammlung ist die jährliche Konferenz dieses Netzwerkes mit dem Ziel, im Schneeball-System Ideen auszubreiten, die einer guten Partnerschaft dienen.</p>
<p>Schon immer waren die Ideen vor Ort wegen ihrer Flexibilität, Konkretheit und Schnelligkeit bei der Umsetzung ganz wesentliche Chancen für neue Konzepte. Die gewonnen Erkenntnisse lassen sich &#8211; in der Regel sogar kostengünstig bis kostenlos &#8211; in Know-how-Prozesse übertragen. Wir Deutsche haben das jüngst im Rahmen der deutschen Einheit und deren Ausgestaltung sehr erfolgreich betrieben und großen Nutzen davon gehabt. Warum sollen diese Erfahrungen nicht auch auf europäischer Ebene Früchte tragen? Etwa über den Weg der Städtepartnerschaften? Deutschland hat mit Frankreich 2000 Partnerschaften, mit Griechenland etwa 30. Man braucht kein Visionär zu sein, um hier ein Potential des Ausbaus dieser Kontakte zu sehen. Dafür gibt es günstigere Rahmenbedingungen als sonst: die Fülle der Deutsch-Griechischen Vereine, die 2-2,5 Mio Touristen, die jährlich Griechenland besuchen, die 300 000 in Deutschland lebenden Menschen griechischer Herkunft, 45 000 dauernd in Griechenland lebenden Menschen deutscher Herkunft, eine hohe Zahl von griechischen Akademikern, die in Deutschland studiert haben, eine hohe Zahl von Griechen mit deutschen Sprachkenntnissen, eine große Frequenz von Griechen, die in Deutschland schon einmal gearbeitet haben.</p>
<p>Darauf kann aufgebaut werden. Über Städtepartnerschaften, Kontakte der Verbände und Institutionen kann ein im besten Sinne produktiver Know-how-Austausch initiiert werden. Know-how führt zur Analyse und Definition von Investitionsbedarf. Darauf baut sich in der Praxis die Einleitung von Investition auf. Für überzeugte Investitionen gibt es auch Finanzierungen. Gerade für Griechenland steht seitens der EU ein ganz erhebliches Finanzpotential zur Verfügung, was projektorientiert genutzt werden kann. Die Eigenbeträge wurden gesenkt. Die Chancen zur Umsetzung dadurch verbessert.</p>
<p>Oftmals geht es nicht um Geld, sondern schlichtweg um den gemeinsamen Weg. Nur ein Beispiel: viele junge Griechen suchen Berufspraktika in deutschen Firmen. Kommunen kennen die Arbeitgeber und können Betriebe motivierend ansprechen. Die Praktika können in der Partnerstadt erfolgen. Während des Praktikums gibt es Begegnungen, Freundschaften, Verständnis für die gegenwärtige Situation, Kontakte fürs Leben!</p>
<p>Meine Aufgabe als Beauftragter für die Deutsch-Griechische Versammlung ist die Unterstützung dieses Netzwerkes, vor allem der kommunalen Spitzenverbände, der Verbände und Institutionen, die den Bedarf für Zusammenarbeit sehen.</p>
<p>Jede Aufgabe braucht ihre Zeit und jede Zeit hat ihre Aufgabe. Und: wer schnell hilft, hilft doppelt.</p>
<p>Die griechische Öffentlichkeit hat die Intensivierung der Beziehungen mit großer Aufgeschlossenheit aufgenommen. Es lohnt sich, das Gemeinsame zu sehen und etwas zu tun, denn „was nicht zur Tat wird, hat keinen Wert“!</p>
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		</item>
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		<title>Das Paket von Brüssel trägt die Handschrift der Kanzlerin</title>
		<link>http://blogfraktion.de/2011/12/14/das-paket-von-brussel-tragt-die-handschrift-der-kanzlerin/</link>
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		<pubDate>Wed, 14 Dec 2011 15:29:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gerda Hasselfeldt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Internationales]]></category>
		<category><![CDATA[Euro]]></category>
		<category><![CDATA[Europäische Union]]></category>

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		<description><![CDATA[Aus der Wirtschafts- und Währungsunion wird eine Fiskalunion Die Staatsschuldenkrise in Europa ist nicht über Nacht entstanden. Sie lässt sich auch nicht von einem Tag auf den anderen beheben. Ihre Wurzeln sind vielfältig &#8211; wobei vor allem von der Verwässerung des europäischen Stabilitätspakts unter der Regierungsverantwortung von Rot-Grün eine außerordentlich fatale Wirkung ausging. Im Mittelpunkt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong> </strong></p>
<p><strong></p>
<div id="attachment_2239" class="wp-caption alignleft" style="width: 209px"><a href="http://www.flickr.com/photos/11286805@N00/5981102615/"><img class="size-medium wp-image-2239" title="Tor" src="http://blogfraktion.de/wp-content/uploads/2011/12/Tor-199x300.jpg" alt="" width="199" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Das Tor für die Briten bleibt offen (BobbiLe Ba Photography &amp; Cards on flickr.com, CC BY-NC-ND 2.0)</p></div>
<p></strong></p>
<p><strong>Aus der Wirtschafts- und Währungsunion wird eine Fiskalunion</strong></p>
<p>Die Staatsschuldenkrise in Europa ist nicht über Nacht entstanden. Sie lässt sich auch nicht von einem Tag auf den anderen beheben. Ihre Wurzeln sind vielfältig &#8211; wobei vor allem von der Verwässerung des europäischen Stabilitätspakts unter der Regierungsverantwortung von Rot-Grün eine außerordentlich fatale Wirkung ausging.</p>
<p>Im Mittelpunkt der Bewältigung der Krise stehen bilaterale Kredithilfen sowie ein Rettungsschirm, der im kommenden Jahr in einen dauerhaften Stabilitätsmechanismus münden wird. Mit diesen Hilfen ist es bislang gelungen, die Zahlungsfähigkeit der Krisenstaaten sicherzustellen und drohende Ansteckungs- und Dominoeffekte zu verhindern. Trotz unverkennbarer Spannungen auf dem Geldmarkt haben diese Maßnahmen dazu beigetragen, die Finanzmärkte zu stabilisieren. Sie reichen jedoch nicht aus, um die Märkte dauerhaft zu beruhigen.</p>
<p>Der jüngste EU-Gipfel am 8. und 9. Dezember 2011 in Brüssel hat einen entscheidenden Schritt getan, um die europäische Integration zu vertiefen. Die Wirtschafts- und Währungsunion wird um eine Fiskalunion erweitert. Alle Staaten verpflichten sich, eine Schuldenbremse nach deutschem Vorbild einzuführen. Wer die Vorgaben des Stabilitätspakts im Hinblick auf die Defizitquote einerseits und die Gesamtverschuldungsquote andererseits nicht einhält, den treffen künftig die sanktionsbewehrten Durchgriffsrechte der europäischen Ebene. Der Automatismus bei der Verhängung von Sanktionen wird ausgeweitet. Mit diesen Beschlüssen schaffen wir die Basis für eine echte Stabilitätskultur in Europa. Es muss nun alles getan werden, um die Beschlüsse möglichst schnell umzusetzen.</p>
<p><strong>Das Tor für die Briten bleibt offen</strong></p>
<p>Das Paket von Brüssel trägt die Handschrift von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Sie hat einmal mehr ihre Führungsstärke unter Beweis gestellt und ist ihrer europapolitischen Verantwortung gerecht geworden. Deutschland und Frankreich haben sich erneut als Motor der europäischen Integration erwiesen.</p>
<p>Es ist bedauerlich, dass sich Großbritannien auf dem Gipfel selbst isoliert hat. Die Beschlüsse können nicht über eine Änderung der EU-Verträge, sondern müssen über einen völkerrechtlichen Vertrag umgesetzt werden. Das Tor für die Briten bleibt jedoch offen. Wir brauchen ihre Mitarbeit in der Europäischen Union: Nur ein mit einer Stimme sprechendes Europa kann sein ganzes Gewicht auf der weltpolitischen Bühne in die Waagschale legen.</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Globaler Klimaschutz bleibt auf Kurs</title>
		<link>http://blogfraktion.de/2011/12/13/globaler-klimaschutz/</link>
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		<pubDate>Tue, 13 Dec 2011 10:26:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Ruck</dc:creator>
				<category><![CDATA[Internationales]]></category>
		<category><![CDATA[Klimaschutz]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich bin über das Ergebnis der UN-Klimakonferenz in Durban erleichtert. Es hat sich gelohnt, bis zuletzt hartnäckig zu verhandeln – nachdem zuvor nicht wenige schon das Scheitern der Verhandlungen befürchtet hatten. Was in Durban vereinbart wurde, gibt aber auch keinen Grund zur Euphorie. Trotzdem steht fest: Der globale Klimaschutz bleibt auf dem richtigen Kurs – [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin über das Ergebnis der UN-Klimakonferenz in Durban erleichtert. Es hat sich gelohnt, bis zuletzt hartnäckig zu verhandeln – nachdem zuvor nicht wenige schon das Scheitern der Verhandlungen befürchtet hatten. Was in Durban vereinbart wurde, gibt aber auch keinen Grund zur Euphorie. Trotzdem steht fest: Der globale Klimaschutz bleibt auf dem richtigen Kurs – und das ist die zentrale Botschaft, die von der in letzter Minute gefundenen Einigung ausgeht. Deutschland und die EU-Partner sind in Südafrika für realistische und verbindliche Ziele eingetreten. Dass diese nun erreicht wurden, ist ein großer Erfolg für die europäische und deutsche Klimaschutzpolitik.</p>
<div id="attachment_2233" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://www.flickr.com/photos/oxfam/6427282681/"><img class="size-medium wp-image-2233" title="Durban" src="http://blogfraktion.de/wp-content/uploads/2011/12/Durban-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Zum Klimagipfel in Durban haben viele Menschen eine Einigung gefordert - auch in diesem Mosaik haben sie unterschrieben (Oxfam International on flickr.com, CC BY-NC-ND 2.0)</p></div>
<p>Die Einigung war auch deshalb wichtig, weil der Handlungsdruck beim Klimaschutz größer denn je ist: In den vergangenen zwölf Monaten ist der CO<sub>2</sub>-Ausstoß so stark angestiegen wie noch nie zuvor innerhalb eines Jahres. Der globale Klimaschutz duldet deshalb überhaupt keinen Aufschub. Ganz im Gegenteil: die Weltgemeinschaft muss ihre Anstrengungen noch intensivieren. Auf Druck der EU hat die Staatengemeinschaft in Durban anerkannt, dass die bisherigen Anstrengungen nicht ausreichen, um das Zwei-Grad-Ziel (also das Ziel, die globale Erwärmung auf weniger als zwei Grad gegenüber dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen) zu erreichen.</p>
<p>Umso wichtiger ist es, dass es nun gelungen ist, einen Fahrplan für ein globales Klimaschutzabkommen festzulegen, das spätestens 2015 verabschiedet und nach 2020 rechtsverbindlich in Kraft treten soll. Dieses Abkommen soll alle Emittenten umfassen – also auch Staaten wie die USA, China und Indien – und damit Länder, die nach dem bisherigen Kyoto-Protokoll keine Reduktionsverpflichtungen eingegangen waren. Die bisherige Rollenverteilung – nämlich Reduktionsverpflichtungen für Industriestaaten und freiwillige Maßnahmen für Entwicklungsländer, wozu auch die großen Schwellenländer offiziell zählen – kann damit endlich Geschichte werden. Denn der Klimaschutz nimmt künftig alle Staaten in die Pflicht – und das ist ein wirklich großer Schritt nach vorne.</p>
<p>Nur auf Basis dieser globalen Verpflichtung war es auch möglich, dass sich die im Kyoto-Protokoll verpflichteten Staaten auf eine zweite Verpflichtungsperiode nach 2013 verständigt haben. Auch, wenn die im Kyoto-Protokoll verbliebenen Staaten nur rund 15 Prozent der globalen CO<sub>2</sub>-Emissionen ausmachen, ist diese Festlegung eine wichtige Übergangslösung: die bewährten Regeln und Mechanismen von Kyoto wie der „Clean Development Mechanism“ bleiben so am Leben. Wie genau die zweite Verpflichtungsperiode ausgestaltet werden soll, wird bis zur nächsten UN-Klimakonferenz geklärt, die Ende 2012 in Katar stattfinden wird.</p>
<p>Wichtige Fortschritte wurden in Durban zudem bei der Einrichtung des „Grünen Klimafonds“ erzielt, mit dessen Geldern (ab 2020 jährlich 100 Mrd. Dollar) Entwicklungsländer bei der Anpassung an die Folgen des Klimawandels unterstützt und klimafreundliche Projekte finanziert werden sollen. Gerade durch die starke Allianz der EU mit den Entwicklungsstaaten konnte ein Scheitern der Verhandlungen von Durban abgewendet werden. Der „Grüne Klimafonds“ kann jetzt seine Arbeit aufnehmen. Um den Sitz seines Sekretariats bewirbt sich auch Deutschland. Es wäre ein starkes Signal, wenn das Sekretariat in Bonn angesiedelt würde.</p>
<p>Denn Deutschland ist und bleibt im internationalen Klimaschutz treibende und führende Kraft. 17,3 Milliarden Euro investiert unser Land derzeit im Kampf gegen den Klimawandel. Das ist mehr als jedes andere Land – sowohl in absoluten Zahlen als auch im Verhältnis zum Gesamthaushalt. Zu diesem Ergebnis kam jüngst eine Studie, die von Ernst &amp; Young beim Forschungsinstitut Oxford Economics in Auftrag gegeben worden war. Unser nationales Klimaschutzziel steht: die Treibhausgasemissionen sollen in Deutschland bis 2020 um 40 Prozent gegenüber 1990 sinken. Mit unserer Energiepolitik verfolgen wir den Entwicklungspfad, die Treibhausgasemissionen bis 2050 in einer Größenordnung von 80 bis 95 Prozent zu senken. Und die mit der Energiewende verbundenen Innovations- und Wachstumschancen sind enorm. Klimaschutz ist deshalb vor allem auch Wachstumslokomotive. Wir müssen diese Chance konsequent nutzen.</p>
<p><em><a href="http://www.cducsu.de/Titel__dr_christian_ruck/TabID__23/SubTabID__24/AbgID__114/WP__17/Abgeordnete.aspx">Dr. Christian Ruck</a> ist stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion  und u. a. zuständig für Umwelt- und Naturschutz sowie Entwicklungspolitik.</em></p>
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		<title>Duma-Wahlen Anlass zu ernster Sorge</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Dec 2011 13:09:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Schockenhoff</dc:creator>
				<category><![CDATA[Internationales]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Verlauf der jüngsten Duma-Wahlen gibt Anlass zu ernster Sorge über die innere Entwicklung Russlands. Die offensichtlichen Unregelmäßigkeiten, vor allem die Behinderung unabhängiger Wahlbeobachter, Cyberattacken gegen eine Reihe von Internet-Medien und diverse dokumentierte Manipulationen von Wahlergebnissen, verstoßen gegen die Prinzipien freier und fairer Wahlen, zu denen Russland sich verpflichtet hat. Die russische Führung hat die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Verlauf der jüngsten Duma-Wahlen gibt Anlass zu ernster Sorge über die innere Entwicklung Russlands. Die offensichtlichen Unregelmäßigkeiten, vor allem die Behinderung unabhängiger Wahlbeobachter, Cyberattacken gegen eine Reihe von Internet-Medien und diverse dokumentierte Manipulationen von Wahlergebnissen, verstoßen gegen die Prinzipien freier und fairer Wahlen, zu denen Russland sich verpflichtet hat. Die russische Führung hat die Chance nicht genutzt, durch faire und transparente Wahlen der wachsenden Kluft zwischen russischem Staat und Gesellschaft entgegenzuwirken.</p>
<div id="attachment_2226" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Russianstateduma.JPG&amp;filetimestamp=20080414215253"><img class="size-medium wp-image-2226" title="800px-Russianstateduma" src="http://blogfraktion.de/wp-content/uploads/2011/12/800px-Russianstateduma-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Das Gebäude der Duma in Moskau (Bucephalus on Wikipedia.de, All Rights Released)</p></div>
<p>Vor allem der Druck gegen die unabhängige Wahlbeobachtungsorganisation GOLOS, die mehr als 5300 Verstöße gegen die russische Wahlgesetzgebung registriert hat, ist inakzeptabel. Derartige Methoden bedeuten einen Rückfall in alte Muster. Eine freie und unabhängige Wahlbeobachtung gehört zu den Kernelementen europäischer und internationaler demokratischer Standards.</p>
<p>Nach Aussagen der OSZE-Wahlbeobachter (ODIHR) waren die Duma-Wahlen durch deutliche Verstöße gegen demokratische Standards gekennzeichnet, denen Russland durch seine Verfassung und die Mitgliedschaft in internationalen Organisationen wie der OSZE und dem Europarat verpflichtet ist. Die offensichtlichen Unstimmigkeiten bei der Wahl müssen aufgeklärt werden.</p>
<p>Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat die russische Parteiengesetzgebung als übermäßig restriktiv bewertet. Auch das EU-Parlament hatte Russland aufgefordert, &#8220;freie und faire Wahlen zu gewährleisten und Beschlüsse und Regelungen zurückzunehmen, die im Widerspruch zu diesem Grundsatz stehen“.</p>
<p>Die politische Führung hat eine wichtige Chance verspielt, eine „Modernisierungspartnerschaft“ mit der eigenen Gesellschaft aufzubauen. Damit droht die besorgniserregende Entfremdung zwischen Staat und Gesellschaft in Russland sich weiter zu vertiefen. Der eingeschränkte politische Wettbewerb, der durch die Nichtzulassung oppositioneller Parteien besteht, erschwert den Dialog zwischen Staat und Gesellschaft, der für eine umfassende Modernisierung nötig wäre. Sorge bereitet vor allem, dass die wachsende russische Mittelschicht – die wichtigste Modernisierungskraft  des Landes &#8211; im aktuellen politischen System Russlands nicht adäquat repräsentiert ist.</p>
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		<title>Vertragsänderungen – Die Stabilitätsunion wird kommen</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Dec 2011 10:10:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Altmaier</dc:creator>
				<category><![CDATA[Internationales]]></category>
		<category><![CDATA[Europäische Union]]></category>
		<category><![CDATA[Krise]]></category>

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		<description><![CDATA[Solidarität, Eigenverantwortung und Reform Bundeskanzlerin Angela Merkel hat in ihrer Regierungserklärung am Freitag noch einmal eindrucksvoll die Position der Bundesregierung für die Lösung der Euro-Krise dargelegt. Wir brauchen in Europa ein zusammenhängendes Konzept von Solidarität, Eigenverantwortung und zukunftsweisender Reform der Europäischen Union. Nur wenn wir in Zukunft die Stabilitätskriterien über den Europäischen Gerichtshof und die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<div class="mceTemp" style="text-align: left;"><strong style="text-align: -webkit-auto;">Solidarität, Eigenverantwortung und Reform</strong></div>
<p><strong> </strong></p>
<div id="attachment_2214" class="wp-caption alignleft" style="width: 235px"><a href="http://blogfraktion.de/wp-content/uploads/2011/12/Säulen.jpg"><img class="size-medium wp-image-2214 " title="Säulen" src="http://blogfraktion.de/wp-content/uploads/2011/12/Säulen-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Die Stabilitätsunion baut auf den Säulen der Solidarität, Eigenverantwortung und zukunftsweisender Reform der EU</p></div>
<p>Bundeskanzlerin Angela Merkel hat in ihrer Regierungserklärung am Freitag noch einmal eindrucksvoll die Position der Bundesregierung für die Lösung der Euro-Krise dargelegt. Wir brauchen in Europa ein zusammenhängendes Konzept von Solidarität, Eigenverantwortung und zukunftsweisender Reform der Europäischen Union. Nur wenn wir in Zukunft die Stabilitätskriterien über den Europäischen Gerichtshof und die europäischen Institutionen durchsetzen, können wir das Vertrauen der Anleger und der Finanzmärkte in die dauerhafte Stabilität der Euro-Zone zurückgewinnen.</p>
<p>Deswegen wird Deutschland beim Europäischen Rat am 9. Dezember gemeinsam mit Frankreich dafür werben, dass die Europäische Union schnellstmöglich die notwendigen Voraussetzungen schafft, um EU-Haushaltssünder stärker als bisher zur Rechenschaft zu ziehen.  Die Bundesregierung und die Unionsfraktion werden weiterhin der europäischen Öffentlichkeit verdeutlichen, dass die gegenwärtige schwierige Lage der Euro-Zone nicht etwa daran liegt, dass die Europäische Zentralbank keine unbegrenzte Staatsfinanzierung betreibt oder dass es keine Eurobonds gibt, mit denen die Schulden vergemeinschaftet würden. Vielmehr werden wir unablässig klarmachen, dass das Problem in der übermäßigen Staatsverschuldung und der mangelnden Wettbewerbsfähigkeit einzelner Länder der Euro-Zone sowie in grundlegenden Konstruktionsmängeln der Wirtschafts- und Währungsunion liegt.</p>
<p>Wir haben keine Zeit zu verlieren, denn es geht um sehr viel. Die Kanzlerin hat recht: Scheitert der Euro, scheitert Europa. Für Deutschlands Zukunft, für seinen Wohlstand, für sein soziales Gemeinwesen ist ein prosperierendes Europa mit einem stabilen Euro unverzichtbar. Insofern wäre Deutschlands Zukunft niemals von der Zukunft der Europäischen Union trennbar.</p>
<p><strong>Wir brauchen klare Regeln</strong></p>
<p>Deshalb muss nun die Vertragsänderung schnell vonstatten gehen, damit sie als Signal der Entschlossenheit der Europäischen Union wahrgenommen wird.  An der Bereitschaft zur Mitwirkung an einer dauerhaften Stabilitätsunion wird man ablesen können, ob die Länder, die jetzt Probleme haben, in Zukunft entschlossen auf einen stabilen Haushaltspfad zurückkehren werden.</p>
<p>Wir brauchen klare Regeln für die Euro-Zone. Wir sind entschlossen, sie so gemeinschafts- und unionsfreundlich wie möglich zu gestalten. Dafür brauchen wir aber die Mitwirkung der anderen Partner in der Europäischen Union. Es muss gelten: Kein Land der EU hat das Recht, die anderen daran zu hindern, notwendige Vertragsreformen zu vereinbaren.</p>
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		<title>Mehr Europa nach Lissabon braucht auch mehr europäische Mittel</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Dec 2011 09:58:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Reimer Böge</dc:creator>
				<category><![CDATA[Internationales]]></category>
		<category><![CDATA[Europäische Union]]></category>
		<category><![CDATA[Haushalt]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Verhandlungen zum neuen EU-Mehrjahresfinanzrahmen 2014-2020 im Spannungsfeld zwischen Konsolidierungszwang und erhöhtem Finanzbedarf Fünf Monate nach der Veröffentlichung der Vorschläge zum Mehrjahresfinanzrahmen 2014-2020 durch die Europäische Kommission stehen die Verhandlungen in Brüssel noch immer am Anfang. Während bezüglich der Struktur und der Dauer des neuen Finanzrahmens keine großen Differenzen innerhalb und zwischen den Institutionen bestehen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Verhandlungen zum neuen EU-Mehrjahresfinanzrahmen 2014-2020 im Spannungsfeld zwischen Konsolidierungszwang und erhöhtem Finanzbedarf</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p>Fünf Monate nach der Veröffentlichung der Vorschläge zum Mehrjahresfinanzrahmen 2014-2020 durch die Europäische Kommission stehen die Verhandlungen in Brüssel noch immer am Anfang. Während bezüglich der Struktur und der Dauer des neuen Finanzrahmens keine großen Differenzen innerhalb und zwischen den Institutionen bestehen, weisen die unterschiedlichen Auffassungen hinsichtlich der Mittelausstattung sowie der Einführung neuer Eigenmittel auf einen schwierigen und langwierigen Entscheidungsprozess hin.</p>
<div class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://www.flickr.com/photos/orangebrompton/224649987/"><img title="Balanceakt" src="http://blogfraktion.de/wp-content/uploads/2011/12/Balanceakt-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Neue Aufgaben durch den Lissabon-Vertrag und Sparzwang der Mitgliedsstaaten - ein Balanceakt (orangebrompton on flickr.com, CC BY-NC-SA 2.0)</p></div>
<p><strong>Die neuen Spielregeln unter dem Lissabon-Vertrag </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p>Die Verhandlungen finden erstmals nach den Regeln des Lissabon-Vertrags statt. Der Finanzrahmen, welcher die Obergrenzen der einzelnen Ausgabenkategorien für die EU-Jahreshaushalte und damit die politischen Schwerpunkte festschreibt, wurde damit zu einer rechtsverbindlichen Verordnung aufgewertet. Für dessen Verabschiedung bedarf es der Einstimmigkeit im Rat nach vorheriger Zustimmung des Europäischen Parlaments.</p>
<p>Bisher gestaltet sich die Zusammenarbeit mit dem Rat aus Parlamentssicht konstruktiv. Dies ist vor allem der polnischen Ratspräsidentschaft zu verdanken, die einen engen Austausch mit dem Parlament pflegt. So findet im Vorfeld und Nachgang jeder Sitzung des Allgemeinen Rats, der den Finanzrahmen zum Thema hat, ein Informationsaustausch zwischen der Triopräsidentschaft und einer Parlamentsdelegation bestehend aus den zuständigen Berichterstattern und dem Vorsitzenden des Haushaltsausschusses statt. Die bisherigen Kontakte mit der dänischen bzw. zypriotischen Präsidentschaft (1. bzw. 2. Halbjahr 2012) lassen auf eine Fortsetzung dieser guten Zusammenarbeit schließen.</p>
<p><strong>Balanceakt zwischen Sparzwang und gesteigertem Finanzierungsbedarf</strong></p>
<p>Die Verhandlungspartner stehen vor der schwierigen Aufgabe, einen Balanceakt zu meistern: Zum einen muss eine solide Finanzierung der durch den Lissabon-Vertrag übertragenen Aufgaben sowie der vielfältigen innenpolitischen Zielsetzungen (z.B. die EU2020-Strategie inkl. 3 % des EU-BIP für Forschung und Entwicklung) und internationalen Selbstverpflichtungen (z.B. 0,7 % des EU-BNE für Entwicklungshilfe) des Europäischen Rats gewährleistet werden &#8211; dies beinhaltet auch eine weiterhin starke Landwirtschafts- sowie Regionalpolitik, da diese einen großen Beitrag zu den EU2020-Zielen leisten. Zum anderen wird es aufgrund der prekären Haushaltslage in vielen Mitgliedsstaaten keine signifikante Mittelerhöhung für den EU-Haushalt geben.</p>
<p>Das Parlament hat im Rahmen eines Sonderausschusses seine Position zum neuen Finanzrahmen erarbeitet und diese bereits im Vorfeld des Kommissionsvorschlags vorgelegt. Zur Finanzierung der politischen Prioritäten sieht das Parlament eine Anhebung des Niveaus von 2013 um 5 % vor, was einem Anteil von 1,11 % am EU-BNE entspräche. Für den Fall, dass der Rat der Mittelerhöhung nicht zustimmt, wird dieser aufgefordert, diejenigen Prioritäten zu nennen, deren Finanzierung ausgesetzt bzw. gestrichen werden soll. Um die Effizienz der auch dann noch knapp bemessenen Mittel zu steigern, fordert das Parlament weiterhin Maßnahmen zur Abschaffung unnötiger Bürokratie und administrativer Doppelstrukturen sowie eine höhere Flexibilität innerhalb und zwischen den Ausgabenrubriken einschließlich der Möglichkeit, nicht verwendete Mittel auf das Folgejahr zu übertragen.</p>
<p>Im Rat gibt es zur Mittelausstattung noch keine einheitliche Linie. Allen inhaltlichen Verhandlungen vorgreifend haben sich jedoch bereits Ende 2010 fünf Mitgliedsstaaten, darunter Deutschland, in einem Brief an Kommissionspräsident Barroso für das Einfrieren des EU-Haushalts auf dem Niveau von 2013 mit einer Anpassung unterhalb der Inflation ausgesprochen. Im Rat drängen diese und einige andere Mitgliedsstaaten nun darauf, sich zunächst auf die Zahlen zu einigen und erst im Anschluss über die Inhalte der Politiken zu verhandeln. Ein solches Vorgehen ist jedoch inakzeptabel, da bereits vor der Zuteilung der Mittel klar sein muss, wofür diese ausgegeben werden sollen. Daher ist es erforderlich, die Finanzausstattung parallel zu den politischen Inhalten zu verhandeln.</p>
<p>Auf den ersten Blick stellt der <a href="http://ec.europa.eu/budget/library/biblio/documents/fin_fwk1420/MFF_COM-2011-500_Part_I_de.pdf">Kommissionsvorschlag </a>vom 29. Juni 2011 einen Kompromiss zwischen den beiden Standpunkten dar. So schlägt die Kommission eine Finanzausstattung von 1,05 % vor, lagert jedoch einige Posten wie die Großprojekte GMES und den Fusionsreaktor ITER sowie verschiedene Fonds aus dem Finanzrahmen aus. Addiert man beide Teile zusammen, so erhält man 1,11 %. Diese Vorgehensweise ist jedoch inakzeptabel, da sie gegen den Grundsatz der Einheit des Haushalts verstößt und die Ausgabenpolitik dadurch intransparent würde.</p>
<p><strong>Reform des Eigenmittelsystems</strong></p>
<p>Die Einnahmeseite des Haushalts ist neben der Höhe der Mittelausstattung der zweite große Streitpunkt. Der Lissabon-Vertrag gibt den klaren Auftrag einer Finanzierung der EU aus Eigenmitteln. Das derzeit weitgehend auf Beiträgen der Mitgliedsstaaten basierende System widerspricht diesem Passus und ist darüber hinaus aufgrund der komplizierten Rechenmethode und zahlreicher Rabatte für Nettozahler kompliziert und intransparent. Darum fordert das Parlament ein gerechteres, transparenteres und einfacheres Finanzsystem und spricht sich für eine Umstrukturierung der Einnahmeseite aus. Dazu sollten neue Eigenmittelquellen geprüft werden, die schrittweise die Mitgliedsbeiträge ersetzen und die nationalen Haushalte damit entlasten können. Denkbar wäre in diesem Zusammenhang, Einnahmen aus einer zu schaffenden Finanztransaktionssteuer dem Haushalt zufließen zu lassen. Gleichzeitig sollten die vielzähligen Rabatte, Ausnahmen und Korrekturmechanismen zur Entlastung der Nettozahler auslaufen.</p>
<p>Der Kommissionsvorschlag kommt den Forderungen des Parlaments weitgehend nach. So sollen die Rabatte und Korrekturmechanismen vereinfacht und die Beiträge der Mitgliedsstaaten durch die Einnahmen einer neu einzuführenden Finanztransaktionssteuer und einer Mehrwertsteuerquelle gesenkt werden.</p>
<p>Im Rat besteht zwar mittlerweile weitgehende Einigkeit über die Einführung der Finanztransaktionssteuer, deren Einnahmen sollen jedoch den nationalen Haushalten zufließen. Hinsichtlich der Rabatte stehen sich die Länder, die von den Rabatten profitieren und an diesen festhalten wollen und die Länder, die ebenfalls Nettozahler sind, bisher jedoch keine Rabatte erhalten, gegenüber. Inwieweit Fortschritte bei der Reform des Eigenmittelsystems erzielt werden können, ist derzeit noch nicht absehbar. Es ist allerdings wichtig, dass diese Debatte angeschoben wurde.</p>
<p><strong>Einigung im Zeitfenster zwischen den Wahlen</strong></p>
<p>Im Lichte der immer weiter um sich greifenden Staatsschuldenkrise stehen noch schwierige Verhandlungen bevor, da die Mitgliedsstaaten aufgrund des eigenen Sparzwangs nicht willig sind, mehr Geld nach Brüssel zu geben.</p>
<p>Nachdem die Verhandlungen bisher weitgehend allgemein gehalten worden sind, hofft die dänische Ratspräsidentschaft, im Zuge des ersten Halbjahres 2012 eine Einigung zu den wichtigsten Punkten erzielen zu können, damit das Dossiers noch vor Ende 2012 von der zypriotischen Präsidentschaft geschlossen werden kann. Damit bliebe noch genügend Zeit für die Verabschiedung der sektoralen Mehrjahresprogramme, damit diese pünktlich zum 01. Januar 2014 in Kraft treten können. Gleichzeitig würde damit das Zeitfenster zwischen den französischen Präsidentschaftswahlen im Sommer 2012 und den deutschen Bundestagswahlen im Herbst 2013 genutzt, in deren Umfeld keine Einigung zu erwarten ist.</p>
<p>Voraussetzung für die Zustimmung des Parlaments zum neuen Finanzrahmen ist, dass der Rat darin den wesentlichen Forderungen des Parlaments nachkommt. Sollte die Einigung tatsächlich, wie von den &#8220;Großen 5&#8243; gefordert, auf dem Niveau von 2013 erfolgen, so muss das Parlament seine Zustimmung verweigern &#8211; mit der Konsequenz des Weiterlaufens des aktuellen Finanzrahmens über 2014 hinaus, bis eine Einigung erzielt wird.</p>
<p><em><a href="http://www.reimerboege.de/">Reimer Böge</a> ist einer der renommiertesten Haushaltspolitiker des Europäischen Parlaments. Gehört der CDU/CSU-Gruppe und der EVP an.</em></p>
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		<title>Weniger Ausgaben, mehr Subsidiarität</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Dec 2011 09:15:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bettina Kudla</dc:creator>
				<category><![CDATA[Internationales]]></category>
		<category><![CDATA[Europäische Union]]></category>
		<category><![CDATA[Haushalt]]></category>

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		<description><![CDATA[Der mehrjährige Finanzplan ist ein mehrjähriger Ausgabenplan, in dem die politischen Prioritäten der Union finanztechnisch umgesetzt werden. Der Plan legt für die von der Europäischen Union in einem bestimmten Zeitraum zu tätigenden Ausgabenobergrenzen fest und erlegt somit Haushaltsdisziplin auf. Damit soll sichergestellt werden, dass sich die Ausgaben der EU geordnet entwickeln und der Rahmen der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der mehrjährige Finanzplan ist ein mehrjähriger Ausgabenplan, in dem die politischen Prioritäten der Union finanztechnisch umgesetzt werden. Der Plan legt für die von der Europäischen Union in einem bestimmten Zeitraum zu tätigenden Ausgabenobergrenzen fest und erlegt somit Haushaltsdisziplin auf. Damit soll sichergestellt werden, dass sich die Ausgaben der EU geordnet entwickeln und der Rahmen der im Haushaltsplan vorgesehenen <a href="http://ec.europa.eu/budget/explained/budg_system/financing/fin_de.cfm">Eigenmittel</a> nicht überschritten wird. Der Vertrag von Lissabon sieht eine Verordnung zur Festlegung des mehrjährigen Finanzrahmens vor.</p>
<div id="attachment_2204" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://ec.europa.eu/budget/library/biblio/documents/fin_fwk1420/MFF_COM-2011-500_Part_I_de.pdf"><img class="size-medium wp-image-2204" title="MRF 2014-2020" src="http://blogfraktion.de/wp-content/uploads/2011/12/MRF-2014-2020-300x199.png" alt="" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Vorschlag über die Struktur und Mittel des MRF von der Kommission</p></div>
<p>Am 29. Juni 2011 hat die Europäische Kommission ihre Vorschläge für die Ausgestaltung des Mehrjährigen Finanzrahmens (MFR) für die Jahre 2014-2020 mit einem Finanzvolumen von 1025 Mrd. Euro, vorgestellt. Über diese sowie über weitere Entwürfe für Gesetzgebungsakte, die Einzelheiten für die Ausgabenbereiche regeln sollen, werden in den kommenden Monaten der Rat der Europäischen Union, das Europäische Parlament und die Europäische Kommission verhandeln. Der Vorschlag der Europäischen Kommission sieht ein Haushaltsvolumen von 1,05 Prozent des Bruttonationaleinkommens (BNE) der EU vor. Dies entspricht einer Erhöhung zum letzten Finanzrahmen von etwa 5 Prozent. Die Finanzierung einiger Projekte im Bereich Forschung und Entwicklung, verschiedener Fonds, wie des Europäischen Fonds für die Anpassung an die Globalisierung, sowie Nothilfereserven soll außerhalb des Haushalts der Europäischen Union (EU) erfolgen. Gleichzeitig wird über die Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) verhandelt, die als größter Ausgabenposten eine zentrale Rolle bei den Verhandlungen zum MFR einnimmt. Das Gesetzgebungspaket sieht auch vor, das bisherige Finanzierungssystem der EU über die Einnahmen aus Zöllen und Agrarabgaben und einem Anteil der BNE der Mitgliedstaaten durch die Einführung einer eigenen Steuer der EU – einer Finanztransaktionssteuer und einer EU-Mehrwertsteuer – zu verändern.</p>
<p><strong>Diese Punkte sieht die CDU/CSU-Bundestagsfraktion als problematisch an.</strong></p>
<p>Grundsätzlich gilt allerdings zu sagen, dass wir im MFR die Chance sehen, die EU vor dem Hintergrund der gegenwärtigen Herausforderungen für die Zukunft aufzustellen. Der Fokus muss auf den zukunftsorientierten Politiken liegen, die einen europäischen Mehrwert besitzen und deren Ziele durch eine effizientere Nutzung der Mittel ohne Erhöhung des Budgets erreicht werden können. Wir fordern daher eine <strong>wirksame Begrenzung der Ausgaben der EU</strong>, eine <strong>transparente und effiziente Verwendung der Mittel</strong> und die Stärkung der für <strong>Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit</strong> wichtigen Bereiche. Die Einführung einer <strong>eigenen EU-Steuer lehnen wir ab</strong>, außerdem fordern wir eine Finanztransaktionssteuer, die den nationalen EU-Haushalten zufließt.</p>
<p>Die CDU/CSU-Fraktion hat in Zusammenarbeit mit der FDP-Fraktion einen Antrag zum MFR 2014-2020 im Bundestag zur Beratung gestellt, der konkret folgende Maßnahmen vorsieht:</p>
<ul>
<li>Die Finanzmittel sollen, <strong>ohne die Obergrenze von einem Prozent des BNE zu überschreiten</strong>, effizienter durch Umschichtungen in den Politiken eingesetzt werden, die einen europäischen Mehrwert besitzen und die Wettbewerbsfähigkeit und das Wachstum in Europa fördern.</li>
<li> Transparenz, Kohärenz und parlamentarische Kontrolle müssen gewährleistet werden, indem alle Ausgaben in den Finanzrahmen überführt und lückenlos offengelegt würden. Der Europäische Globalisierungsfonds, die europäischen Agenturen, sowie sonstige Verwaltungsstellen der EU sollen einer <strong>Effizienzkontrolle </strong>unterliegen.</li>
<li>Die Übertragung neuer Aufgaben durch den <a href="http://europa.eu/lisbon_treaty/index_de.htm">Vertrag von Lissabon</a> darf nicht zu einer Aushöhlung der nationalen Kompetenzen führen. Vielmehr ist auf <strong>Subsidiarität </strong>bzw. das Vorliegen eines <strong>europäischen Mehrwert</strong>s zu achten.</li>
<li>Die <strong>Reformen einzelner Politikbereiche</strong>, insbesondere der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP), müssen vorangetrieben werden. Die GAP kann einen Beitrag zur Erreichung der „<a href="http://ec.europa.eu/europe2020/index_en.htm">Europa 2020</a>“-Ziele leisten. Die Entkoppelung der Direktzahlungen von der Produktionsart soll auch in anderen Mitgliedstaaten vollzogen werden. Degression, Deckelung und Berücksichtigung der Lohnkosten bei den Direktzahlungen werden abgelehnt, Marktmaßnahmen sind auf ein minimales Sicherheitsnetz zu beschränken. Die Absenkung der Kappungsgrenze der Strukturfördermittel auf 2,5 Prozent des BIP muss umgesetzt werden. Bei der Überarbeitung des Beamtenstatuts für die EU-Beamten sollen die realen Bezüge der nationalen Beamten und die wirtschaftlichen und sozialen Verhältnisse in den Mitgliedstaaten stärker berücksichtigt werden.</li>
<li>Die<strong> Struktur- und Kohäsionspolitik </strong>muss zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit beitragen. Ein befristetes Sicherheitsnetz für die Regionen, die absehbar aus dem Konvergenzziel hinausfallen, inklusive der Phasing out Regionen, soll etabliert werden. Zu prüfen ist die Aussetzung der Förderung bei der wiederholten Nichtumsetzung von Empfehlungen im Rahmen eines Defizitverfahrens. Der Mittelabfluss muss beschleunigt und eine Lösung zu den hohen, nicht ausgeschöpften Mitteln, „<em>restes à liquider“</em> (fast 250 Mrd. Euro) gefunden werden.</li>
<li>Zur Stärkung der Zukunftsfähigkeit der EU müsse deren Innovationskraft durch eine<strong> enge Forschungs- und Entwicklungszusammenarbeit </strong>gefestigt werden. Das <a href="http://europa.eu/legislation_summaries/human_rights/fundamental_rights_within_european_union/jl0034_de.htm">Stockholmer Programm</a> sei unter Beachtung der Grundsätze von Subsidiarität und Verhältnismäßigkeit und der Grundrechte umzusetzen. Das Auswärtige Handeln der EU müsse angemessen ausgestattet sowie Strukturen entsprechend den Erfordernissen der zivilen und militärischen Handlungsfähigkeit verbessert werden. Bei der Förderung von Forschung und Innovation seien Exzellenz und Wettbewerb sowie der Ausbau europäischer Forschungsinfrastrukturen wichtig. Der Investitionsbedarf im Bereich der grenzüberschreitenden Verkehrs-, Energie- und Kommunikationsinfrastruktur muss unter Zuhilfenahme privater Investoren gedeckt werden, wobei die Einführung projektbezogener Anleihen nicht zu einer Erhöhung der Finanzierungslasten der nationalen Haushalte führen darf. Die <strong>Einführung von Eurobonds wird abgelehnt</strong>.</li>
<li><strong>Das sich am BNE der Mitgliedstaaten orientierende Finanzierungssystem der EU soll beibehalten werden</strong>. Eine eigene Steuer der EU wird mit Blick darauf, dass diese nicht zu einem gerechteren und transparenteren System führt, abgelehnt. Eine faire Lastenteilung kann durch einen allgemeinen Korrekturmechanismus anstelle des Rabattsystems erreicht werden. Um aber Verzerrungen auf der Ausgabenseite so zu kompensieren, damit eine faire Lastenteilung gemäß dem <a href="http://europa.eu/legislation_summaries/institutional_affairs/treaties/treaties_singleact_de.htm">Beschluss von Fontainebleau</a> zwischen den großen Nettozahlern gewährleistet ist, wird Deutschland auch in Zukunft eine Korrektur seiner Nettozahlerposition brauchen.</li>
</ul>
<p><em><a href="http://www.bettinakudla.de/">Bettina Kudla</a> ist Berichterstatterin für die Verhandlungen zum Mehrjährigen Finanzrahmen für die CDU/CSU-Bundestagsfraktion.</em></p>
<ul></ul>
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