Kategorie “Wirtschaft”

Zukunft sichern durch eine aktive Rohstoffpolitik

Ullrich Grillo | 30.06.2010 | 12:22 | Kommentare deaktiviert

Eine sichere Versorgung mit Rohstoffen ist von lebenswichtiger Bedeutung für unsere Volkswirtschaft und daher ein wichtiges und gemeinsames Ziel von Politik und Wirtschaft.

Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion unterstützt die Sicherung der Versorgung unserer Industrie mit metallischen Rohstoffen im nationalen, europäischen und internationalen Rahmen, da davon unsere technologische Zukunft abhängt.

Am Mittwoch, dem 7. Juli 2010, findet in der Zeit vom 14:30 Uhr bis 19:15 Uhr im Reichstagsgebäude, CDU/CSU-Fraktionssitzungssaal, Deutscher Bundestag, Berlin, der Kongress “Deutschlands und Europas Rohstoffversorgung sichern” statt.

Rohstoffsicherheit aus Sicht der deutschen Industrie ist das Thema des Impulsreferats von Ulrich Grillo, Vorsitzender des Vorstands der Grillo-Werke AG und u. a. Mitglied des BDI-Präsidiums, erläutert hier seinen Standpunkt für eine aktive Rohstoffpolitik.

Ulrich Grillo, Präsident der WirtschaftsVereinigung Metalle e.V.

Es ist paradox. Auf den ersten Blick. Wir leben in einer wissensbasierten, technologisch hochindustrialisierten Wohlstandsgesellschaft und doch hängt unser Wohlstand, unsere Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit entscheidend von einem Produktionsfaktor ab, den die Menschheit bereits seit Jahrtausenden nutzt und der die Quelle unseres Wachstums und unserer nachhaltigen wirtschaftlichen Entwicklung ist: Rohstoffe.

Rohstoffe sind die Basis, ohne die es nichts von dem gäbe, was für uns heute so selbstverständlich und alltäglich ist. Ohne Rohstoffe keine Infrastruktur, keine Mobilität, keine Informations- und Kommunikationstechnologie, keine Konsumgüter, keine Medizintechnik und keine Arzneimittel. Oder anders ausgedrückt: Ohne Rohstoffe keine Industrie, ohne Industrie keine Innovation, ohne Innovation keine Zukunftstechnologien und ohne Zukunftstechnologien keine nachhaltige Entwicklung und keine Arbeitsplätze im Industrieland Deutschland. Eine sichere Rohstoffversorgung Deutschlands und Europas zu wettbewerbsfähigen Bedingungen ist die Voraussetzung für Wertschöpfung, Wachstum und Wohlstand – heute und in Zukunft. Rohstoffe sind die Problemlöser der globalen Herausforderungen vor denen wir stehen – von der Bekämpfung der Kindersterblichkeit, des Hungers und der Armut bis zum Umwelt- und Klimaschutz.

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Jüngste Meinungsumfragen zeigen Erstaunliches: Nur 6 Prozent der Bevölkerung sehen sich stark von der Finanz- und Wirtschaftskrise betroffen, 41Prozent sind zuversichtlich, dass die Krise ihr Leben auch weiterhin gar nicht beeinflusst.  In diesen Zahlen liegt nach Ansicht von Professor Renate Köcher vom Institut für Demoskopie in Allensbach der Schlüssel für die außerordentlich guten Umfragewerte der Bundeskanzlerin sowie den bei den Europawahlen deutlich gewordenen Zuspruch zu den bürgerlichen Parteien.

Von der Krise abgeschirmt

Von der Krise abgeschirmt

Diese fast unbeschwert zu nennende Stimmung angesichts der größten Wirtschaftskrise seit 1929 zeigt sich auch in den gerade veröffentlichten Zahlen zum Konsumverhalten (PDF) der Bevölkerung. Danach glauben mehr Menschen als im Vormonat an eine bessere wirtschaftliche Entwicklung und daran, künftig mehr Geld zur Verfügung zu haben als heute.

“Die Menschen sind bereit, auch die positiven Fakten zu sehen und nicht nur die negativen”, sagte der Vorstandschef der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK), Dr. Klaus L. Wübbenhorst. Dazu zählten die niedrige Inflation, die Konjunkturpakete und die robuste Lage auf dem Arbeitsmarkt. Auch die Auswirkungen der guten Tarifabschlüsse seien zu spüren, hinzu komme die bevorstehende Rentenerhöhung. “Die Leute wollen sich nicht unterkriegen lassen”, sagte Wübbenhorst.

Damit gelingt es der Kanzlerin und ihrer Koalition offenbar, in der Krise und angesichts schwierigster Entscheidungen, für die es historisch keine Beispiele gibt, den richtigen Kurs zu steuern. Bestandteil dieses Kurses sind die Konjunkturpakete und die Maßnahmen zur Stabilisierung des Finanzmarktes, die vom Bundestag beschlossen worden sind.


Ulrich Grillo, Präsident der WirtschaftsVereinigung Metalle e.V.

Ulrich Grillo, Präsident der WirtschaftsVereinigung Metalle e.V.

Ein Belastungsmoratorium für die energieintensive Nichteisen-Metallindustrie durch unverzügliche Ausgleich des Stromkostennachteils gegenüber dem Ausland hält Ulrich Grillo, Präsident Präsident der WirtschaftsVereinigung Metalle e.V. (WVM) für konsequent. Auf zusätzliche Bürokratie soll verzichtet, CO2-Kosten kompensiert werden. Nur dann ist die deutsche Nichteisen-Metallindustrie weiter in der Lage, ihr Engagement für den Klimaschutz fortzusetzen. Ihre Produkte sparen viel CO2 ein.

Die deutsche Wirtschaft steht im Frühsommer 2009 in der schwersten Rezession der Nachkriegsgeschichte. Wenn wir gestärkt aus der Krise hervorgehen sollen, dann muss alles unternommen werden, die qualifizierten Arbeitsplätze der technologieorientierten und innovativen deutschen Industrie am Standort Deutschland zu erhalten. Dies gilt in besonderem Maße für die Metallindustrie in Deutschland, die die Basis der industriellen Wertschöpfungskette bildet. Doch gerade die Metallindustrie steht derzeit vor erheblichen Problemen, die ihre Ursache vor allem in staatlich induzierten Marktverzerrungen sowie weiteren Belastungen haben. Eine ganz wesentliches Problem hierbei sind für die energieintensive Industrie in Deutschland die Belastungen aus dem Emissionshandel.

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In der Krise liegt die Chance

Norbert Röttgen | 15.06.2009 | 10:22 | Kommentare deaktiviert

Norbert Röttgen, Parlamentarischer Geschäftsführer

Norbert Röttgen, Parlamentarischer Geschäftsführer

Die Wirtschafts- und Finanzkrise beschreibt Norbert Röttgen als “umfassende Systemkrise”. Deregulierung und Wachstum durch Verschuldung sind Ursachen dieser Krise. Für ihn steht fest, dass mit der sozialen Marktwirtschaft als europäische Idee die Krise überwunden werden kann.

In den aktuellen Krisentagen wird oft ohne weitere Erklärung auf die Chance für eine wirtschaftspolitische Neubestimmung verwiesen. Zu Recht wie ich meine, doch dabei reicht es nicht aus, sowohl die Krise als auch die Chance einfach nur zu behaupten. Man sollte schon konkret darlegen können, woraus beide erwachsen und was wir tun müssen, damit wir am Ende eine Renaissance der sozialen Marktwirtschaft erleben.

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Silberstreifen am Horizont?

blogfraktion | 18.05.2009 | 20:55 | Kommentare deaktiviert

Das Deutsche Institut für Wirtschaft (DIW) sieht vermehrt Anzeichen für eine langsame Stabilisierung der deutschen Wirtschaft. Das Bruttoinlandsprodukt wird nach der monatlichen Konjunkturprognose der Berliner Ökonomen im zweiten Quartal um voraussichtlich nur um 0,5 Prozent schrumpfen. Im ersten Quartal war die Wirtschaftsleistung im Vergleich zum Vorquartal noch um 3,8 Prozent zurückgegangen.

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