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	<title>Blogfraktion.de &#187; Wirtschaft</title>
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	<description>Das Blog der CDU/CSU-Bundestagsfraktion</description>
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		<title>125 Jahre Automobil oder die Rückkehr des Elektromotors</title>
		<link>http://blogfraktion.de/2011/11/09/125-jahre-automobil/</link>
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		<pubDate>Wed, 09 Nov 2011 11:38:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Jung</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Elektromobilität]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist kein Widerspruch: 125 Jahre nach Erfindung des Automobils steht das Konzept so stark da wie je zuvor, muss sich aber ändern. Die Elektrifizierung des Antriebsstrangs macht das Auto zukunftsfest. Stark auch im 21. Jahrhundert 42 Millionen zugelassene Autos in Deutschland sprechen eine klare Sprache, genauso wie die Rekordexporte der deutschen Autohersteller: Unter den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist kein Widerspruch: 125 Jahre nach Erfindung des Automobils steht das Konzept so stark da wie je zuvor, muss sich aber ändern. Die Elektrifizierung des Antriebsstrangs macht das Auto zukunftsfest.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong></p>
<div id="attachment_2120" class="wp-caption alignleft" style="width: 251px"><a href="http://www.flickr.com/photos/andyboohh/3344619562/"><img class="size-medium wp-image-2120 " title="Carl Benz" src="http://blogfraktion.de/wp-content/uploads/2011/11/Carl-Benz-241x300.jpg" alt="" width="241" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Der Bauplan des Patent-Wagens von Carl Benz von 1886 - die Wirtschaftlichkeit, nicht die physikalische Effizienz des Benzin war sein Geheimnis (Andy_BB on flickr.com, CC BY-NC-SA 2.0)</p></div>
<p></strong></p>
<p><strong>Stark auch im 21. Jahrhundert</strong></p>
<p>42 Millionen zugelassene Autos in Deutschland sprechen eine klare Sprache, genauso wie die Rekordexporte der deutschen Autohersteller: Unter den käuflichen Gütern bleibt das Auto nicht nur der Deutschen liebstes Kind. Mehr als andere Verkehrsmittel steht es für die Freiheit, zu einem selbstgewählten Zeitpunkt mit bis zu vier Mitfahrern – und mehr Gepäck als man tragen kann – an jeden anderen, an einer Straße gelegenen Ort zu fahren. Das wirkt auf immer mehr Kontinenten: Den Traum vom „heiligen Blechle“ träumen zunehmend auch die aufstrebenden Mittelschichten in den Schwellenländern. Fallende Führerscheinquoten bei jungen Erwachsenen, Smart-Phone und virtuelle Mobilität per Skype hin und her: Auch im 21. Jahrhundert wird der Verkehr weltweit auf Sicht noch maßgeblich vom Automobil geprägt sein.</p>
<p><strong>Wo Licht ist, da ist auch Schatten</strong></p>
<p>Natürlich gibt es auch Nachteile, sie sind uns spätestens seit den Ölkrisen der Siebziger bewusst. So bewusst vielleicht, dass wir vielleicht schon wieder gelernt haben, mit diesen Nachteilen zu leben. Aber sie gehören genauso zum Bild, gerade im Bereich Umwelt: Menschen leiden unter Staub- und Geräuschemissionen wegen des Autos, und der Einfluss des Straßenverkehrs auf das Klima ist enorm: Autos produzieren beinahe ein Fünftel unserer CO<sub>2</sub>-Emissionen. Und wie wenig wünschenswert unsere Abhängigkeit von ausländischem Rohöl ist, merken Fahrerinnen und Fahrer nicht nur bei jeder Preiserhöhung an der Tankstelle.</p>
<p><strong>Individuelle Mobilität als Grundbedürfnis</strong></p>
<p>Wegen seiner Nachteile wird die individuelle Motorisierung in Autos von interessierter politischer Seite häufig pauschal verdammt. Wir aber glauben, dass dies viel zu eindimensional gedacht ist. Denn verantwortungsvolle Politik im Interesse der Bürgerinnen und Bürger muss auch die Vorteile dieses Verkehrsmittels anerkennen. Die Lösung heißt: Das Auto muss umweltfreundlich werden!</p>
<p><strong>Der Verbrennungsmotor hat eine Ergänzung bekommen</strong></p>
<p>Die vielleicht vielversprechendste Lösung zur Minimierung der Umweltnachteile des Autos ist derzeit eine technische: Unsere Autowelt steht am Anfang eines technischen Strukturwandels Richtung Elektrifizierung. Der wird sich nicht so bald und nicht über Nacht abspielen. Dieser Strukturwandel folgt Innovationszyklen und den Gesetzen des Marktes. Dennoch wird er sich in einer zunehmenden Elektrifizierung des Antriebsstrangs abspielen – zusätzlich zu immer effizienteren Verbrennungsmotoren.</p>
<p><strong>Triumph des Benzintanks</strong></p>
<p>Carl Benz möge es verzeihen, aber schon immer war der Triumph des Verbrennungsmotors in der Masse weniger der Triumph des von ihm erfundenen „Gasmotors“, sondern der Triumph des Benzintanks. Es war die günstige, im Gegensatz zur Kohle leicht zuzuführende Energie in Form von flüssigem Brennstoff, die dem Auto mit Verbrennungsmotor nach Benz zum Durchbruch verhalf.</p>
<p>Dabei wird oft vergessen, dass ein Verbrennungsmotor physikalisch gesehen hochgradig ineffizient ist. Denn selbst modernste Verbrennungsmotoren wandeln erheblich mehr Kraftstoff in Wärme um als in Fortbewegungsenergie. Verloren gehen bei Benz‘ Erfindung auch heute noch über 60 Prozent der Energie! Ganz im Gegensatz zum Elektromotor, der es schafft, über 90 Prozent der zugeführten Elektroenergie in Bewegung umzusetzen. Ganz klar also: In der Wirtschaftlichkeit, nicht in der physikalischen Effizienz liegt der Vorteil des Verbrennungsmotors.</p>
<p><strong>Der Langfristtrend spricht gegen den Verbrennungsmotor</strong></p>
<p>Physikalische Effizienz ist wichtig, ohne Wirtschaftlichkeit aber nicht ausreichend. Doch das muss nicht so bleiben. Auch bei der Wirtschaftlichkeit wird der Elektromotor den Verbrennungsmotor herausfordern. Die Dinge sind in Bewegung. Einige mächtige Faktoren wirken auf die wirtschaftlichen Verhältnisse:</p>
<ul>
<li>Der deutliche technische Fortschritt bei den Batteriespeichern und der Brennstoffzelle, der sich in höherer Leistung und günstigeren Herstellungskosten äußert.</li>
<li>Die immer höheren Erdölförderkosten, die bei steigender Weltbevölkerung und gleichzeitiger Massenmobilisierung in den Schwellenländern den Ölpreis zwangsläufig immer weiter nach oben treiben.</li>
<li>Die weitgehende Ausgereiztheit des Verbrennungsmotors, dem Ingenieure bei gleicher Leistung noch maximal 30 Prozent weniger Spritverbrauch zutrauen.</li>
<li>Last but not least die Umweltseite: Wir müssen unseren Ausstoß von Treibhausgasen drastisch reduzieren, im Verkehrsbereich gegen Null. Die Szenarien zum Energiekonzept der Bundesregierung enthalten ein striktes sektorales Einsparungsziel für den Verkehr von 90 Prozent bis 2050, gemessen am Stand von 2008. Wenn wir trotzdem weiter Auto fahren wollen, müssen wir auch im Verkehr Erneuerbare Energien nutzen. Zumindest der PKW-Bereich und leichte Nutzfahrzeuge sind dann am günstigsten mit ökologisch erzeugtem, inländischem Strom zu betreiben.</li>
</ul>
<p><strong>Politik und Elektromobilität</strong></p>
<p>Zum 125. Jubiläum des Autos stehen wir vor der Aufgabe, die segensreiche Erfindung der individuellen motorisierten Fortbewegung nachhaltig und zukunftsfest zu machen. Das schaffen wir am besten durch eine Verbesserung und Diversifizierung der Antriebstechnik. Den langfristigen Umschwung in Richtung elektrischer Antriebe bei den PKWs unterstützen wir. Denn mit erneuerbarem Strom betankt werden unsere Autos effektiv zu Null-Emissionsfahrzeugen. Ökostrom ist das Benzin der Zukunft!</p>
<p>&nbsp;</p>
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		</item>
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		<title>Rating in Europa reguliert?</title>
		<link>http://blogfraktion.de/2011/11/02/europaische-ratingagenturen/</link>
		<comments>http://blogfraktion.de/2011/11/02/europaische-ratingagenturen/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 02 Nov 2011 11:38:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Klaus-Peter Flosbach</dc:creator>
				<category><![CDATA[Banken]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Rating]]></category>

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		<description><![CDATA[Dürfen Ratingagenturen bei der Bewertung von Finanzprodukten und Staaten nach der letzten Finanzkrise eine derart exponierte Stellung haben? Von Seiten der CDU/CSU-Bundestagsfraktion werden primär Maßnahmen unterstützt, mit denen die Verwendung externer Ratings, sowohl durch öffentliche Stellen als auch im privatwirtschaftlichen Bereich, verringert werden können. Die Verpflichtungen bzw. die Anreize für Investoren zu einer eigenständigen Risikobeurteilung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Dürfen Ratingagenturen bei der Bewertung von Finanzprodukten und Staaten nach der letzten Finanzkrise eine derart exponierte Stellung haben?</strong></p>
<p>Von Seiten der CDU/CSU-Bundestagsfraktion werden primär Maßnahmen unterstützt, mit denen die Verwendung externer Ratings, sowohl durch öffentliche Stellen als auch im privatwirtschaftlichen Bereich, verringert werden können. Die Verpflichtungen bzw. die Anreize für Investoren zu einer eigenständigen Risikobeurteilung von beispielsweise Banken und Versicherungen sollten weiter verstärkt und von den entsprechenden Aufsichtsstellen regelmäßig auf ihre Angemessenheit und Einhaltung hin überprüft werden. Dabei ist es das Ziel, die Entwicklung konkreter gesetzlicher Maßnahmen auf europäischer Ebene schnellstmöglichst voranzutreiben.</p>
<div id="attachment_2081" class="wp-caption alignleft" style="width: 209px"><a href="http://www.flickr.com/photos/comedynose/5561921409/"><img class="size-medium wp-image-2081 " title="Thumbs down" src="http://blogfraktion.de/wp-content/uploads/2011/11/Thumbs-down-199x300.jpg" alt="" width="199" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Es muss besser reguliert werden, wenn Rating-Agenturen die Daumen senken werden (comedy_nose on flickr.com, CC BY 2.0)</p></div>
<p>Darüber hinaus müssen weitere Maßnahmen geprüft werden, die darauf abzielen, die Ratingqualität zu verbessern, den Wettbewerb im Ratingmarkt zu stärken, zivilrechtliche Haftungsregelungen für Ratingagenturen einzuführen und Interessenkonflikte bei Ratingagenturen zu mindern. Um insbesondere den Wettbewerb im Ratingmarkt zu stärken, begrüßt die CDU/CSU-Bundestagsfraktion ausdrücklich die Gründung einer europäischen Ratingagentur. Es ist allerdings abzulehnen, wenn diese öffentlich-rechtlich mit Steuergeldern organisiert wird oder sich der Bund bzw. die EU an ihr beteiligen. Außerdem muss sie so organisiert sein, dass das Leitungsorgan vollständig unabhängig von den Kapitalgebern ist. Nur so wird ein Beitrag dazu geleistet, dass Interessenkonflikte verringert werden können.</p>
<p>Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion unterstützt aktiv eine weitere Regulierung von Ratingagenturen. Dazu wurde dem Deutschen Bundestag bereits ein Antrag der Koalitionsfraktionen vorgelegt („<a href="http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/063/1706313.pdf">Effektive Regulierung der Finanzmärkte nach der Finanzkrise</a>“). Aktuell wird ein weiterer Antrag bezüglich der Regulierung von Ratingagenturen in der Koalition abgestimmt. Darin werden neben der Reduzierung der Ratingabhängigkeit u.a. eine Wettbewerbsstärkung des Ratingmarktes, eine stärkere Transparenz und eine bessere Qualität von Ratinggrundlagen sowie eine Schaffung besserer und effektiverer Aufsichtsstrukturen gefordert.</p>
<p>Am 07. November veranstaltet die Bundesfraktion zudem einen <a href="http://veranstaltungen.cducsu.de/veranstaltungen/ratingagenturen-wie-koennen-regulierung-und-wettbewerb-verbessert-werden">Kongress</a>, auf dem mit Experten gemeinsam erörtert wird, wie Regulierung und Wettbewerb unter den Rating-Agenturen verbessert werden können.</p>
<p><strong>Was ist bereits unternommen worden?</strong></p>
<p>Die <a href="http://ec.europa.eu/internal_market/securities/agencies/index_de.htm">EU-Ratingverordnung</a>, ein europäisches Regelwerk für die Aufsicht über Ratingagenturen, und das entsprechende deutsche Ausführungsgesetz traten bereits Ende 2009 in Kraft. Die Ratingagenturen unterliegen damit erstmals einer umfangreichen Überwachung und wurden u. a. verpflichtet, einen Registrierungsprozess zu durchlaufen. Nach der Übertragung der Zuständigkeit für die Beaufsichtigung von Ratingagenturen auf die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (<a href="http://www.esma.europa.eu">ESMA</a>) befindet sich die Verordnung momentan in einer inhaltlichen Überarbeitung. Dazu hat die Europäische Kommission im November 2010 einen Konsultationsprozess eingeleitet. Folgende fünf Maßnahmen werden in diesem Prozess diskutiert:</p>
<p>-          Verringerung der Verwendung externer Ratings,</p>
<p>-          Verbesserungen bei Staatsanleihe-Ratings,</p>
<p>-          Stärkung des Wettbewerbs im Ratingmarkt,</p>
<p>-          Einführung zivilrechtlicher Haftungsregelungen und</p>
<p>-          Verminderung von Interessenskonflikten (Emittenten der zu bewertenden Finanzprodukte sollen nicht mehr für die Erstellung der Ratings zahlen).</p>
<p>Nach Auswertung der Konsultation wird mit einem Legislativvorschlag der Europäischen Kommission zu einer weiteren Regulierung der Ratingagenturen im November 2011 gerechnet.</p>
<p><em>Mehr zur Finanzmarktregulierung allgemein und den Maßnahmen, die in den letzten Jahren getroffen worden sind, auf <a href="http://www.cducsu.de/Titel__finanzmarktregulierung_bilanz_und_ausblick/TabID__1/SubTabID__5/InhaltTypID__4/InhaltID__19485/Inhalte.aspx">cducsu.de</a> und in der <a href="http://www.cducsu.de/GetMedium.aspx?mid=2553">Broschüre </a>unserer Fraktion zum Thema.</em></p>
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		<title>Die Novelle des Telekommunikationsgesetzes als Chance für die Breitbandgesellschaft von morgen</title>
		<link>http://blogfraktion.de/2011/10/27/tkg-novelle/</link>
		<comments>http://blogfraktion.de/2011/10/27/tkg-novelle/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 27 Oct 2011 06:57:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Georg Nüßlein</dc:creator>
				<category><![CDATA[Netzpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Breitbandinternet]]></category>
		<category><![CDATA[TKG-Novelle]]></category>

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		<description><![CDATA[Georg Nüßlein ist Beauftragter für IT-, Kommunikations- und Postpolitik der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Das Telekommunikationsgesetz ist außerdem das erste Gesetz, in dem die Netzneutralität garantiert wird. Die Bundesregierung kann eine Rechtsverordnung erlassen, der Bundestag und Bundesrat zustimmen müssen, die gleiches Recht für alle sicherstellt &#8211; ausführlich bloggt dazu Thomas Jarzombek, einer der Netzpolitiker der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Dass schnelle, leistungsfähige [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Georg Nüßlein ist <a href="http://www.cducsu.de/Titel__beauftragter_fuer_it__kommunikations__und_postpolitik/TabID__13/SubTabID__17/BeID__8/beauftragte.aspx">Beauftragter</a> für IT-, Kommunikations- und Postpolitik der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Das Telekommunikationsgesetz ist außerdem das erste Gesetz, in dem die Netzneutralität garantiert wird. Die Bundesregierung kann eine Rechtsverordnung erlassen, der Bundestag und Bundesrat zustimmen müssen, die gleiches Recht für alle sicherstellt &#8211; ausführlich <a href="http://www.jarzombek.com/blog/2011/10/26/netzneutralitat-das-erste-gesetz-ist-da/">bloggt </a>dazu Thomas Jarzombek, einer der Netzpolitiker der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.</em></p>
<p>Dass schnelle, leistungsfähige Internetanschlüsse heute für eine hohe Lebensqualität der Bürger und für die Stärkung des Wirtschaftsstandorts Deutschland unverzichtbar sind, ist mittlerweile eine Binsenweisheit genauso wie die Feststellung, dass eine stabile Stromversorgung aus dem heutigen Leben nicht mehr wegzudenken ist. Dabei haben sowohl die Bewohner in den Städten und Ballungszentren als auch die Bewohner im ländlichen Raum Anspruch auf eine adäquate Breitbandanbindung. Das gibt uns das Grundgesetz in <a href="http://dejure.org/gesetze/GG/87.html">Art. 87 f. Absatz 1</a> zu recht vor.</p>
<div id="attachment_2003" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://www.flickr.com/photos/floeschen/3661980631/"><img class="size-medium wp-image-2003 " title="Dorf" src="http://blogfraktion.de/wp-content/uploads/2011/10/Dorf-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Herausforderung: Ausbau einer sich dynamisch entwickelnden Infrastruktur im Wettbewerb, gerade für den ländlichen Raum (flöschen on flickr.com, CC BY-NC-SA 2.0)</p></div>
<p>Trotz aller bisherigen Bemühungen der Politik und der Wirtschaft ist noch immer ein Teil der Bevölkerung von schnellen Internetanschlüssen abgeschnitten, vor allem Internetnutzer, die im ländlichen Raum leben. Um den Weg zum digitalen Deutschland weiter zu ebnen, haben wir im Rahmen der <a href="http://www.bmwi.de/Dateien/BBA/PDF/breitbandstrategie-der-bundesregierung,property=pdf,bereich=bmwi,sprache=de,rwb=true.pdf">Breitbandstrategie</a> der Bundesregierung umfangreiche Maßnahmen in Gang gesetzt. Neben gezielten Fördermaßnahmen und verbesserten Informationsangeboten läuft derzeit der Ausbau der sogenannten LTE-Technik an, um die übriggebliebenen weißen Flecken in unserem Land zu schließen. Mittels dieser Funktechnik sollen zunächst gezielt die kleinen Dörfer und Gemeinden versorgt werden, bevor die Funkmasten in größeren Städten aufgestellt werden dürfen. Das ist nur sinnvoll. Andererseits aber auch nur ein Zwischenschritt. Die politische wie technisch-ökonomische Herausforderung heißt: Ausbau einer sich dynamisch entwickelnden Infrastruktur im Wettbewerb. Das ist neu.</p>
<p>Die derzeitige Novellierung des Telekommunikationsgesetzes bietet uns die einmalige Chance, dem Breitbandausbau in Deutschland einen weiteren deutlichen Schub zu geben. Die Novelle soll nicht einfach eine Umsetzung von EU-Richtlinien sein. Vielmehr gestalten wir das neue TKG so, dass wir die beteiligten Telekommunikationsunternehmen so regulieren, dass sich für sie Investitionen auch in den ländlichen Raum lohnen. Dafür muss die Politik jetzt die richtigen Rahmenbedingungen setzen.</p>
<p>So wollen wir den Unternehmen im TKG Antragsrechte auf konkrete Aussagen der Bundesnetzagentur (<a href="http://www.bundesnetzagentur.de/cln_1912/DE/Home/home_node.html">BNetzA</a>) darüber einräumen, zu welchen zukünftigen Zugangsbedingungen sie reguliert werden, wenn sie denn investieren. Wenn ein Unternehmer nicht weiß, was auf ihn zukommt, lässt er lieber die Finger davon. Das ändern wir jetzt. Dabei muss die BNetzA künftig den Markt nicht nur aus bundespolitischer Brille, sondern regional betrachten und analysieren. Dementsprechend hat sie ihre Regulierungsvorschriften zu erlassen. So verhindern wir regionale Monopole, die den Wettbewerb vor Ort bremsen können. Mit unserem Open Access-Ansatz wollen wir ermöglichen, dass grundsätzlich jeder Anbieter das Netz bzw. die Infrastruktur des anderen Anbieters für die Breitbandversorgung mitnutzen kann – natürlich gegen entsprechende Mitnutzungsentgelte, die die Unternehmen selbst vereinbaren müssen. Außerdem wollen wir es möglich machen, dass TK-Unternehmen auf alle für den Breitbandausbau nutzbaren, in und außerhalb von Gebäuden befindlichen Infrastrukturen in privater und öffentlicher Trägerschaft Zugang bekommen – natürlich auch wieder gegen untereinander vereinbarte Entgelte. So werden Doppelstrukturen vermieden und Kosten in Milliardenhöhe eingespart. Die viel diskutierte Universaldienstverpflichtung wäre nur eine ultima ratio bei einem absoluten Marktversagen in den weißen Flecken – und nur da. Da sich diese Maßnahme als politisch schwer durchsetzbar erweist, sollte das Augenmerk auf die genannten und weitere geplanten Maßnahmen für eine investitionsfördernde Regulierungspolitik und somit für einen effizienten Breitbandausbau in Deutschland gelegt werden. Wichtig ist es, jetzt gemeinsam zu handeln und die Stunde zu nutzen. Debattiert haben wir genug.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Solider Haushalt ist auch ein Beitrag zur Stabilität des Euro</title>
		<link>http://blogfraktion.de/2011/09/08/solider-haushalt-ist-auch-ein-beitrag-zur-stabilitat-des-euro/</link>
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		<pubDate>Thu, 08 Sep 2011 17:13:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Volker Kauder</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Bundeshaushalt]]></category>
		<category><![CDATA[Euro]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Nachrichten sind weiterhin positiv. Der Arbeitsmarkt hat sich auch im Sommer dieses Jahres günstig entwickelt. Insbesondere die Langzeitarbeitslosigkeit ist zum ersten Mal nach der Wirtschaftskrise zurückgegangen. In vielen Branchen sind seit langer Zeit erstmals wieder kräftige Lohnzuwächse zu verzeichnen. Die Arbeitnehmer profitieren vom Aufschwung. Unserem Land geht es weiter gut. Das ist umso erfreulicher, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Nachrichten sind weiterhin positiv. Der Arbeitsmarkt hat sich auch im Sommer dieses Jahres günstig entwickelt.</p>
<p>Insbesondere die Langzeitarbeitslosigkeit ist zum ersten Mal nach der Wirtschaftskrise zurückgegangen. In vielen Branchen sind seit langer Zeit erstmals wieder kräftige Lohnzuwächse zu verzeichnen. Die Arbeitnehmer profitieren vom Aufschwung.</p>
<p><a title="Halbzeitbilanz: Dem Land geht es gut." href="http://www.dem-land-geht-es-gut.de/" target="_blank">Unserem Land geht es weiter gut.</a> Das ist umso erfreulicher, als es in diesen Tagen auch eine Reihe von Warnsignalen gibt. Der Börsentrend zeigt nach unten. Es bahnt sich eine gewisse Vertrauenskrise unter den Banken an. Da ist es gut, dass sich unsere Wirtschaft so robust zeigt. Das sollten wir den Menschen dann aber auch immer wieder bewusst machen.</p>
<p>Mit dem <a title="Bundeshaushalt 2012" href="http://www.cducsu.de/Titel__einbringung_des_haushalts/TabID__1/SubTabID__2/InhaltTypID__12/InhaltID__4005/BtID__4005/Inhalte.aspx" target="_blank">Bundeshaushalt 2012</a> schafft die christlich-liberale Koalition die Voraussetzung, dass Deutschland auch in Zukunft auf einem sicheren Fundament stehen wird. Wir können voraussichtlich die Nettokreditaufnahme im kommenden Jahr stärker senken als geplant. Ein solider Haushalt ist die Voraussetzung dafür, dass auch der Euro stabil bleiben wird. Wir Deutsche machen unsere Hausarbeiten. Unsere Stabilitätspolitik wird zu einem Vorbild für Europa. Spanien hat bereits eine Schuldenbremse nach unserem Muster eingeführt. Italien zieht nun nach. Portugal könnte schon bald folgen.</p>
<div id="attachment_1910" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://www.flickr.com/photos/jazzlog/3983181789/"><img class="size-medium wp-image-1910" title="Rote Linie" src="http://blogfraktion.de/wp-content/uploads/2011/09/rotelinie-300x200.jpg" alt="Rote Linie" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Rote Linie (jazzlog on flickr.com CC BY-NC-ND 2.0)</p></div>
<p><strong>Rote Linie: Euro-Bonds</strong></p>
<p>Die Opposition redet zwar von Stabilität. Aber dort, wo sie an der Regierung ist, verhält sie sich in der Regel ganz anders. Wo ist das Bemühen um ausgeglichene Haushalte in Nordrhein-Westfalen, in Rheinland-Pfalz und in Berlin? Von Bremen ganz zu schweigen. Nein – Rot-Grün oder Rot-Rot stehen nur für steigende Ausgaben – auch um die ansonsten brüchigen Koalitionen zusammenzuhalten.</p>
<p>Genauso verhält es sich, man kann es nicht oft genug sagen, mit den Forderungen der Opposition nach Euro-Bonds. Wir wollen ein solides und stabiles Europa. Euro-Bonds würden genau das Gegenteil bewirken. Die überwiegende Zahl an Fachleuten sagt mittlerweile, dass Euro-Bonds die Neigung zum Schuldenmachen nur weiter fördern. Deutschland würde direkt für die Schulden anderer haften. Das wollen wir nicht.</p>
<p>Nein zu Euro-Bonds ist die eine rote Linie, die wir nicht überschreiten werden. Die andere ist, dass wir nur dann zu weiteren Hilfen für Griechenland bereit sein werden, wenn die Regierung in Athen weiterhin alles Notwendige unternimmt, um ihren Haushalt und die Wirtschaft des Landes in den Griff zu bekommen. Die Kanzlerin hat diese Position in der Fraktion unterstrichen. Daran werden wir nicht rütteln.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Mehr Problembewusstsein für Hackerangriffe</title>
		<link>http://blogfraktion.de/2011/07/22/mehr-problembewusstsein-fur-hackerangriffe/</link>
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		<pubDate>Fri, 22 Jul 2011 12:33:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kretschmer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Netzpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Hacker]]></category>

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		<description><![CDATA[Hacker-Angriffe auf IT-Systeme werden auch in Zukunft nicht nachlassen. Daher muss das Problembewusstsein für diese Gefahren geschärft und das Wissen über effektive Schutzmaßnahmen verbreitet werden. Unternehmen und Behörden müssen ihre IT-Systeme besser schützen. Tatsache ist, dass einerseits viele kleine und mittelständische Unternehmen immer noch nicht wissen, welchen Gefahren sie eigentlich ausgesetzt sind. Zudem gibt es viele [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1796" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://www.flickr.com/photos/lewishamdreamer/282879002/"><img class="size-medium wp-image-1796" title="Castle" src="http://blogfraktion.de/wp-content/uploads/2011/07/Castle-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Verteidigung funktioniert heute nicht mehr wie früher - mehr Offenheit ist gefordert (lewishamdreamer on flickr.com, CC BY-NC 2.0)</p></div>
<p>Hacker-Angriffe auf IT-Systeme werden auch in Zukunft nicht nachlassen. Daher muss das Problembewusstsein für diese Gefahren geschärft und das Wissen über effektive Schutzmaßnahmen verbreitet werden.</p>
<p>Unternehmen und Behörden müssen ihre IT-Systeme besser schützen. Tatsache ist, dass einerseits viele kleine und mittelständische Unternehmen immer noch nicht wissen, welchen Gefahren sie eigentlich ausgesetzt sind. Zudem gibt es viele Unternehmen, die einen erfolgten Hacker-Angriff nicht anzeigen, weil sie durch die Bekanntgabe in der Öffentlichkeit eine Gefährdung des eigenen Geschäfts befürchten.</p>
<p>Das ungeteilte Wissen verhindert, dass andere rechtzeitig gewarnt und geschützt werden können. Betroffene Unternehmen tragen in dieser Hinsicht eine große Verantwortung und sollten sich dieser unbedingt bewusst werden. Alternativ müssten wir strenge Berichtspflichten für Unternehmen einführen.</p>
<p>Einen erheblichen Beitrag zum Wissensaustausch über erfolgte Angriffe kann durch Wirtschaftsverbände und das kürzlich gegründete Cyber-Abwehrzentrum geleistet werden.</p>
<p>Ich setze darauf, dass es – vor allem durch Information und Aufklärung – gelingen wird, die Menschen für die Problematik zu sensibilisieren. Die Durchführung von Risikoanalysen und Vermittlung von detaillierten Schutzmaßnahmen ist Aufgabe von Unternehmen und Behörden. Die Schaffung eines Problembewusstseins ist Aufgabe der gesamten Gesellschaft.</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Schubladen-Denken war noch nie hilfreich</title>
		<link>http://blogfraktion.de/2011/07/12/schubladen-denken-war-noch-nie-hilfreich/</link>
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		<pubDate>Tue, 12 Jul 2011 08:01:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dagmar Wöhrl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklungspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Mittelstand]]></category>

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		<description><![CDATA[Investitionschancen des deutschen Mittelstandes in Entwicklungsländern nutzen Entwicklungsländer sind wichtige Wirtschaftspartner: In den wenigsten deutschen Köpfen herrscht eine derartige Sichtweise vor. Dieses Verständnis hat sich viel zu spät in unserer öffentlichen Wahrnehmung durchgesetzt. Das bringt leider unnötige Denkschranken mit sich. Die Chinesen etwa haben hier schneller gehandelt. Sie machen mit den Ressourcen und Märkten der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Investitionschancen des deutschen Mittelstandes in Entwicklungsländern nutzen</strong></p>
<p>Entwicklungsländer sind wichtige Wirtschaftspartner: In den wenigsten deutschen Köpfen herrscht eine derartige Sichtweise vor. Dieses Verständnis hat sich viel zu spät in unserer öffentlichen Wahrnehmung durchgesetzt. Das bringt leider unnötige Denkschranken mit sich. Die Chinesen etwa haben hier schneller gehandelt. Sie machen mit den Ressourcen und Märkten der Entwicklungsländer nun gute Geschäfte – nicht immer im Interesse einer internationalen Entwicklungszusammenarbeit.</p>
<p><strong><a href="http://www.flickr.com/photos/cimmyt/5114494399/in/set-72157625115425715"><img class="size-medium wp-image-1764 alignnone" title="Zusammenarbeit" src="http://blogfraktion.de/wp-content/uploads/2011/07/Zusammenarbeit-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a></strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<div class="mceTemp">
<dl id="attachment_1764" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px;">
<dd class="wp-caption-dd">Entwicklungsländer sind wichtige Wirtschaftspartner (Anne Wangalachi/CIMMYT on flickr.com, CC BY-NC-SA 2.0)</dd>
</dl>
</div>
<p><strong>Verzahnung von Entwicklungszusammenarbeit und Außenwirtschaft</strong></p>
<p>Entwicklungsländer bieten Absatzmärkte, sie bieten Rohstoffe. Bei Metallen wie Kobalt, Platin, Titan, Indium und seltenen Erden wie Neodym ist die Bundesrepublik hochgradig importabhängig. Diese strategischen Rohstoffe sind für Schlüsseltechnologien und damit für unsere technologische Zukunft jedoch unabdingbar. In meiner aktuellen Funktion als Vorsitzende des Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung geht es primär um die parlamentarische Betreuung, Kontrolle und Förderung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit den Partnerländern im Süden. Aber auch darum, Vorurteile und Schubladendenken in der deutschen Wirtschaft gegenüber Entwicklungsländern abzubauen.</p>
<p>Wie kommen wir zu einer Verzahnung von Entwicklungszusammenarbeit und Außenwirtschaftsförderung? Und wie können wir mittelständische Auslandsinvestitionen unterstützen? Dauerhafte Subvention der Arbeit von deutschen Unternehmen in Entwicklungsländern ist keine Lösung. Wichtig ist vielmehr, dass wir Erstinvestitionen von Kleinen und Mittelständischen Unternehmen (KMU) in Entwicklungsländern punktuell fördern. Damit kann ein nachhaltiger Beitrag zur Entwicklung geleistet werden.</p>
<p><strong>Die „Schublade&#8221; Entwicklungspolitik</strong></p>
<p>Menschen denken in vielen Bereichen des Lebens und so auch in der Politik gerne in Schubladen. In die „Schublade Entwicklungspolitik“ stecken sie die Notwendigkeit, den Armen in Entwicklungsländern zu helfen, deren Not und Armut zu lindern. Zuständig sei das Entwicklungsministerium. In die „Schublade Wirtschaftspolitik“ stecken sie die Befriedigung der Interessen der deutschen Wirtschaft, Exporte, Außenwirtschaftsförderung und Absatzmärkte. Zuständig sei hier stets das Wirtschaftsministerium. Dies war und ist aber so nicht richtig, wie beim Schubladendenken fast immer der Fall.</p>
<p>Als Entwicklungspolitikerin verstehe ich den Sinn und Zweck der Entwicklungspolitik so: Wir wollen Voraussetzungen dafür schaffen, dass Menschen ihr Potenzial nutzen, um sich aus eigener Kraft aus der Armut zu befreien. Denn weltweit leben über eine Milliarde Menschen in Armut. Es wäre also naiv zu glauben, dass staatliche Entwicklungspolitik allein die Herkulesaufgabe bewältigen könnte, Armut und Hunger zu beseitigen. Als Wirtschaftspolitikerin kann ich sagen: Die Privatwirtschaft gestaltet die Welt von heute entscheidend mit. Auslandsinvestitionen bilden neben dem internationalen Handel mit Waren und Dienstleistungen die zweite große Säule des internationalen Wirtschaftsverkehrs.</p>
<p>Und als Unionspolitikerin, die in beiden Politikbereichen zu Hause und aktiv ist, schließe ich daraus: Wirtschaft ist für uns ein unverzichtbarer Partner im Kampf gegen Armut in Deutschland wie in Entwicklungsländern. Der deutsche Mittelstand ist hierbei der entscheidende Partner für uns!</p>
<p><strong>Hilfe zur Selbsthilfe</strong></p>
<p>Wir wollen die Rolle privaten Kapitals sowie Kraft und Know-How der Wirtschaft stärker für Entwicklung nutzen. Nirgendwo auf der Welt hat es jemals eine nachhaltige Entwicklung gegeben ohne eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung. Ausländische Direktinvestitionen in den Entwicklungsländern übersteigen die öffentlichen Entwicklungsleistungen heute schon bei Weitem.</p>
<p>Wie können wir das erreichen? Das Investitionsklima in Entwicklungsländern muss verbessert werden. Dazu kann die deutsche Entwicklungspolitik beitragen. Zentrale Bedingung ist dafür eine gute Regierungsführung. Dazu gehören z. B. eine weitgehende Korruptionsfreiheit, eine funktionierende Verwaltung, ein sicherer Rechtsrahmen für ausländische Investoren und politische Stabilität. Für die deutschen Unternehmer stellen sich bei Investitionen regelmäßig Probleme, die vor allem mit der Langfristigkeit der Investitionszeit einhergehen: direkte und indirekte Enteignungen durch die fremden Regierungen, Diskriminierung einer Investition durch Begünstigung (häufig einheimischer) Dritter, Beschränkung des Gewinntransfers aus dem Land, keine Schutzgewährung bei Unruhen oder Umstürzen oder aber auch die Nichteinhaltung von staatlichen Zusagen in den Gaststaaten. All diese Formen der faktischen Beeinträchtigung ausländischer Investitionen stellen teilweise erhebliche Risiken für ein Projekt dar. Hier liegt es an der Politik, sichere Rahmenbedingungen zu schaffen.</p>
<p>Die Vorteile für die deutschen Unternehmen bei Investitionen in Entwicklungsländern sind demgegenüber günstige Produktionsstandorte mit möglichst guter Infrastruktur, Marktnähe bzw. Erschließungsmöglichkeit neuer Märkte, die Vermeidung von Wechselkursrisiken, Umgehung von Importbeschränkungen und häufig eine niedrige Besteuerung.</p>
<p>Der entwicklungspolitische Faktor von Auslandsinvestitionen wird allerdings seitens der Industrienationen bei ihrer Entwicklungspolitik noch viel zu sehr vernachlässigt. Eine mögliche erste Maßnahme, dem zu begegnen, wäre zum Beispiel, Teile der für Entwicklungspolitik zur Verfügung stehenden Mittel in bestehende Garantieprogramme zu investieren und die Vergabe solcher Garantien an bestimmte Kriterien nachhaltiger Investitionen zu knüpfen. Dies könnte in den Entwicklungsländern vor allem einen positiven Effekt in den zentralen Bereichen Infrastruktur, Bildung und Transfer von Know How haben. Neben der guten Regierungsführung ist eine solche nachhaltige Wirtschaftsförderung eine der sechs &#8220;Schlüsselsektoren&#8221; der deutschen Entwicklungspolitik, die wir im Koalitionsvertrag benannt haben.</p>
<p>In der Privatwirtschaftsförderung ist die Bundesrepublik international der größte Geber. Wir möchten, dass gute deutsche Produkte in Entwicklungsländern genutzt werden. Entwicklungspolitik soll, auf sinnvolle und nachhaltige Art und Weise, Türen für die Wirtschaft öffnen, damit sie diese Chancen nutzen können.</p>
<p>Das Ministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung hat kürzlich eine Strategie für eine engere Zusammenarbeit mit der Wirtschaft erarbeitet („<a href="http://www.bmz.bund.de/de/publikationen/reihen/strategiepapiere/Strategiepapier302_03_2011.pdf">Die Wirtschaft als Partner der Entwicklungspolitik</a>“). Dabei hat es den Mittelstand besonders im Blick. Gerade kleine und mittelständische Unternehmen konnten bisher leider noch nicht ausreichend von den Angeboten der Entwicklungszusammenarbeit profitieren. Das soll sich in Zukunft ändern! Zum einen durch die Einrichtung eines zusätzlichen Wirtschaftsreferats im BMZ, das für die Betreuung von Kleinen und Mittelständischen Unternehmen (KMU) zuständig sein wird. Zum anderen durch die Bereitstellung von insgesamt 60 Mio. Euro für die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft im Entwurf des Bundeshaushalts für das laufende Jahr 2011. Darüber hinaus sollen durch so genannte &#8220;Entwicklungs-Scouts&#8221;, die als Verbindungsreferenten in allen großen Wirtschaftsverbänden arbeiten, gemeinsame Projekte gefunden, die Zusammenarbeit verstärkt und Vorurteile abgebaut werden. Und zu guter Letzt müssen wir auch auf europäischer Ebene aktiv tätig werden, denn seit dem Vertrag von Lissabon liegt die Kompetenz für ausländische Direktinvestitionen bei der Europäischen Union, die künftig für die gesamte EU bilaterale Investitionsabkommen, die rechtliche Grundlage für Auslandsinvestitionen unserer Unternehmen, abschließen wird.</p>
<p>Wir leben in einem globalen Dorf – dies ist keine neue Erkenntnis. Aber es wird Zeit, dass wir auch politisch so handeln. Wir müssen deshalb sehen, dass wir die ins Stocken geratene Doha-Runde zu einem entwicklungsorientierten Abschluss führen und handelsverzerrende Maßnahmen beseitigen. Die Entwicklungsländer erleiden allein deswegen einen Schaden von 700 Milliarden Euro &#8211; sechs Mal mehr, als für die gesamte Entwicklungszusammenarbeit der Welt zur Verfügung gestellt wird. Das können die Geberländer nicht aus ihren Steuergeldern bezahlen.</p>
<p>Wir müssen die große Schnittmenge zwischen wirtschafts- und entwicklungspolitischen Interessen nutzen, um erfolgreich Entwicklung voranzutreiben. Die Schubladen können wir dafür getrost geschlossen lassen.</p>
<p><em>Dagmar G. Wöhrl ist Vorsitzende des Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung im Deutschen Bundestag.</em></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Wie wird der Finanzsektor an den Kosten der Krise beteiligt?</title>
		<link>http://blogfraktion.de/2011/06/27/finanzkrise-kongress/</link>
		<comments>http://blogfraktion.de/2011/06/27/finanzkrise-kongress/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 27 Jun 2011 15:22:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karl-Georg Loritz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Banken]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Krise]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Pleite des Bankhauses Lehman Brothers im Herbst 2008 hat die Finanzwelt taumeln lassen und eine internationale Wirtschaftskrise ausgelöst. Regierungen setzten große Programme auf, um Wirtschaft und Banken zu stützen, auf dass sich die Krise nicht noch vertiefe. Inzwischen sind aufgrund dieser Kosten sogar einzelne Staaten selbst an den Rande der Zahlungsfähigkeit geraten. Was für [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Die Pleite des Bankhauses Lehman Brothers im Herbst 2008 hat die Finanzwelt taumeln lassen und eine internationale Wirtschaftskrise ausgelöst. Regierungen setzten große Programme auf, um Wirtschaft und Banken zu stützen, auf dass sich die Krise nicht noch vertiefe. Inzwischen sind aufgrund dieser Kosten sogar einzelne Staaten selbst an den Rande der Zahlungsfähigkeit geraten. Was für Möglichkeiten gibt es, den Finanzsektor daran zu beteiligen? Welche Maßnahmen können von den Regierungen getroffen werden, damit sich eine solche Krise nicht wiederholt? Mit diesen Fragen beschäftigt sich ein <a href="http://veranstaltungen.cducsu.de/veranstaltungen/finanzmarktregulierung-nach-der-krise">Kongress der CDU/CSU-Bundestagsfraktion</a> am 29. Juni, an dem auch Professor Dr. Karl-Georg Loritz teilnimmt. Im Vorfeld veröffentlicht der <a href="http://www.zivilrecht2.uni-bayreuth.de/de/team/owner_of_chair/Loritz_Karl-Georg/">Inhaber des Lehrstuhls</a> für Bürgerliches Recht, Arbeits-, Steuer- und Sozialrecht der Universität Bayreuth an dieser Stelle seine Thesen.</em></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<div id="attachment_1696" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><strong><a href="http://www.flickr.com/photos/miradesdunaficionat/5413929869/"><img class="size-medium wp-image-1696" title="Finanzkrise" src="http://blogfraktion.de/wp-content/uploads/2011/06/Finanzkrise-300x223.jpg" alt="" width="300" height="223" /></a></strong><p class="wp-caption-text">da.mas on flickr.com, CC BY-NC-ND 2.0</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>1. Der wirtschaftliche und finanzpolitische Hintergrund</strong></p>
<p><strong> </strong>Die      Wirtschaftsordnungen, Finanz- und Bankensysteme der modernen Industriestaaten      haben eine Komplexität, Kompliziertheit und teilweise Intransparenz      erreicht, die es zunehmend erschweren, künftige Entwicklungen und Krisen      oder auch nur deren Symptome rechtzeitig zu erkennen.</p>
<p>Schon deshalb      ist es schwierig, gezielte Maßnahmen zu ihrer Vermeidung und Instrumentarien      zu dem Zweck einzuführen, die Verantwortlichen in möglichst      zielgerichteter und „gerechter“ Weise an den Kosten staatlicher Krisenverhinderungs-      und Sanierungsmaßnahmen zu beteiligen.</p>
<p>Die explosiv gewachsene      Zahl von Derivaten und OTC-Geschäften, die wirtschaftlich große Risiken      mit sich bringen, sind (auch) Ausfluss einer sehr guten wirtschaftlichen      Entwicklung der letzten Jahrzehnte, die immer mehr Marktteilnehmern immer      größere Geldvolumina verschafft hat. Das Bestreben und die Möglichkeit, für      das eingesetzte Kapital durch hoch­spekulative Finanzgeschäfte eine deutlich      höhere Rendite zu erwirtschaften als etwa durch Investments in Produktions-,      Dienstleistungs- und Handelsunternehmen, aber auch in Immobilien und „klassische“      Wertpapiere und sonstige Anlagevehikel, werden auch weiterhin die Finanzmärkte      antreiben. Das mag man für gefährlich und in Teilen unerwünscht halten, verhindern      kann man es nicht.</p>
<p><strong>2.   Die Schwierigkeit einer Festlegung klarer politischer Ziel</strong></p>
<p><strong> </strong>Das Bestreben      der Politik, die Verantwortlichen an den Kosten der letzten Finanzkrise      finanziell zu beteiligen und ein finanzielles „Sicherheitspolster“ für      künftige Krisen zu schaffen, ist verständlich und entspricht den      Erwartungen weiter Teile der Bevölkerung.</p>
<p>Die Betrachtung      darf dennoch nicht primär retrospektiv, sondern muss vor allem zukunftsgerichtet      erfolgen. M. E. werden Finanzkrisen bedauerlicherweise künftig zur Normalität      gehören, so dass man auch etwa die Krise des Neuen Marktes und die      Finanzkrise des Jahres 2007 eines Tages vermutlich mit anderen Augen sehen      und nicht mehr als außergewöhnlich, sondern eher als Teil einer      unvermeidbaren Entwicklung einstufen wird.</p>
<p>Die Kreativität      und Dynamik in diesen Bereichen ist ungebrochen und keine Finanzaufsicht      und kein Gesetzgeber der Welt werden in der Lage sein, sie mit      gesetzgeberischen Maßnahmen „einzufangen“ oder gar zu unterbinden. Das      kann auch nicht gewollt, sein weil wir gerade in den Finanzmärkten      laufende Innovationen benötigen. Die Weltwirtschaft lebt stärker denn je      von der Bereitschaft der Investoren, ihr Kapital auch risikoreich einzusetzen.</p>
<p>Ehe neue Abgaben      eingeführt werden, müssen deren Zielsetzungen klar festgelegt werden. Geht      es primär um staatliche Einnahmeerzielung? Soll auch eine Lenkungswirkung      (Verhinderung bestimmter Finanzgeschäfte und wenn ja, welcher) erreicht      werden? Sollen vor allem die verantwortlichen Akteure belastet oder sollen      alle Akteure im Finanzmarkt eine Art „Solidaritätsfonds“ finanzieren?</p>
<p><strong>3.   Lückenhafte empirische Grundlagen über positive und negative (auch ungewollte) Wirkungen und Praktikabilität der diskutierten Instrumentarien</strong></p>
<p><strong> </strong>Diskutiert      werden, längst nicht nur in Deutschland, vor allem drei Instrumentarien:      <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bankenabgabe">Bankenabgabe</a>, Finanzaktivitätssteuern und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Finanztransaktionssteuer">Finanztransaktionssteuern</a></p>
<p>Eine      gewinnabhängige Bankenabgabe als parafiskalische Sonderabgabe und eine      ebenfalls gewinnabhängige Finanzaktivitätssteuer würden ungeachtet der      Schwierigkeiten, die sachgerechte Bemessungsgrundlage zu finden, vor allem      Akteure stärker belasten, die wirtschaftlich erfolgreich sind. Diese waren      für die Krise oftmals nicht verantwortlich (z.B. die Sparkassen, Volks-      und Raiffeisenbanken, aber auch zahlreiche andere Banken), müssten unter      diesen Umständen aber das Meiste bezahlen.</p>
<p>Vor allem die      Finanzaktivitätssteuer könnte eine Verlagerung zahlreicher Finanzgeschäfte      aus den Ländern, die diese Steuern erheben, bewirken. Insofern ist sie      wirtschaftspolitisch kontraproduktiv und sollte nicht erhoben werden.</p>
<p>Die Finanztransaktionssteuer      hätte den Vorteil, dass bei flächendeckender Einführung, falls die      Erhebung tatsächlich gelänge, bereits ein relativ niedriger Abgabensatz      ausreichte. Die Belastung der Märkte wäre hierdurch vermutlich nicht allzu      hoch.</p>
<p>Die mit Abstand an      der Finanzkrise „hauptschuldigen“ Akteure, die US-amerikanischen      Hypothekenbanken, können vom deutschen Fiskus ohnehin nicht zur      Finanzierung mit herangezogen werden. Jede Abgabe trifft somit großenteils      Unbeteiligte und nicht Verantwortliche. Selbst die Landesbanken, die sich      durch den Erwerb „toxischer“ Wertpapiere in wirtschaftliche      Schwierigkeiten gebracht haben, sind nicht die Primärverursacher der      Krise, sondern  &#8211; bei aller      Missbilligung ihrer zum Teil groben Fehler &#8211; „nur“ die „Importeure“. Das darf      nicht unberücksichtigt bleiben.</p>
<p>Damit wird      wirtschaftlich jede Abgabe für die meisten Abgabepflichtigen zu einer Art      Beitrag zu einem „Solidarfonds“. Deshalb muss die Politik mit Hilfe der      Medien alles tun, um in der Öffentlichkeit den Eindruck zu vermeiden, man      erhebe eine Finanzmarktabgabe gleichsam als Strafsteuer und Sanktion zu Lasten      der Banken. Es gilt klarzustellen, dass der größte Teil der deutschen      Banken und die Sparkassen für die Finanzkrise nicht verantwortlich waren,      sondern in höchst lobenswerter Weise dazu beigetragen haben, den Kollaps      der Finanzmärkte zu verhindern und die Folgen der Krise zu beseitigen.</p>
<p>Ist eine Finanzmarktsteuer,      wenn sie kommen sollte, in Wahrheit eine Art wirtschaftlicher      „Solidarbeitrag“, dann darf sie nur in einer sehr geringen Höhe im Bereich      eines Promillesatzes erhoben werden, damit sie verhältnismäßig, möglichst      wenig spürbar sowie nicht geschäftsverhindernd ist und möglichst geringe      Ausweichreaktionen auslöst.</p>
<p><strong>4.    Das Problem der Wettbewerbsverzerrungen</strong></p>
<p><strong> </strong>Alle drei Instrumentarien      könnten, wenn sie nur in einzelnen Staaten und damit nicht flächendeckend      in Europa, in den USA und in den sonstigen Finanzhandelsplätzen der Welt      eingeführt würden, zu erheblichen Wettbewerbsverzerrungen führen. In      Zeiten globaler Finanzmärkte werden dann die Nationalstaaten oftmals die      intendierten Finanzierungs- und Lenkungswirkungen nicht erreichen.</p>
<p>Das Mindestmaß      wäre eine flächendeckende Einführung in den Staaten der EU. Ansonsten ist      eine neuerliche Abgabe m.E. weithin sinnlos und sogar kontraproduktiv.</p>
<p>Vor isolierten,      die deutsche Finanzwirtschaft belastenden Maßnahmen ist zu warnen. Gerade      Deutschland hat erlebt, wie ein erheblicher Teil der offenen Fonds das      Land „verlassen“ hat und inzwischen in Luxemburg aufgelegt wird, weil dort      die steuerlichen und aufsichtsrechtlichen Rahmenbedingungen vorzugswürdig      erscheinen. Derartige Entwicklungen sollten im Vorfeld berücksichtigt      werden. Die Attraktivität Deutschlands als internationaler Finanzplatz muss      gesteigert werden, weil sie maßgeblich mit über den künftigen Wohlstand      des Landes und die Beschäftigungssituation entscheidet. Deutschland hat      sich in der Vergangenheit schon zu viele Chancen entgehen lassen.</p>
<p><strong>5. Rechtsgrundlagen</strong></p>
<p><strong> </strong>Wegen der      beschränkten Regelungskompetenz der EU sind die rechtlichen Möglichkeiten      einer Einführung von Finanzmarktabgaben durch die EU umstritten.</p>
<p>Bei einem      gemeinsamen Vorgehen der EU-Länder und anderer Wirtschaftsnationen sehe      ich allerdings im Ergebnis keine Hindernisse zur Einführung von      Instrumentarien wie einer Finanz­transaktionssteuer auf der Ebene der      Nationalstaaten.</p>
<p><strong>6.    Rechtspolitische und praktische Fragen</strong></p>
<p><strong> </strong>Da auch      bezüglich einer Finanztransaktionssteuer noch keine ausreichende      Faktengrundlage existiert, müssen ihre nützlichen und schädlichen Wirkungen      noch sehr genau diskutiert und analysiert werden. Viele ihrer Wirkungsweisen      werden heute rein spekulativ in den Raum gestellt. Nur einige Aspekte      seien erwähnt.</p>
<p>Die      Vorstellungen über die Lenkungswirkungen sind ungenau. Es ist nicht einmal      klar, welche Finanzgeschäfte (möglichst) verhindert werden sollen. Die      heutigen Kapitalmärkte sind auch auf Spekulationsgeschäfte und Spekulanten      ange­wiesen, die gezielt Risiken tragen wollen („<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hedgegesch%C3%A4ft">Hedging</a>“). International      tätige Unte­nehmen, insbesondere auch mittelständische, brauchen zum      Beispiel Marktteilnehmer, die ihnen Währungsrisiken, Preisrisiken für      Rohstoffe und andere Waren und weitere Risiken „abnehmen“. Eine belastbare      Abgrenzung der wirtschaftlich erwünschten, also „guten“, von den      wirtschaftlich unerwünschten, also „schlechten“ Geschäften mit      spekulativem Charakter ist bisher nicht gelungen und wird es auch nicht      geben.</p>
<p>Damit trägt eine      solche Abgabe systemimmanent den Mangel in sich, auch Geschäfte zu      belasten, die wie z.B. Aktien- und Anleihenkäufe politisch erwünscht und      für das Funktionieren der Märkte unverzichtbar sind. Es entsteht dann, wie      erwähnt, zwangsläufig wirtschaftlich der Charakter einer Art Solidarbeitrag.      Vergleicht man das mit dem System der Zwangsbeiträge für deutsche      Unternehmen zum Pensionssicherungsverein, wodurch im Insolvenzfall eines      Unternehmens die Betriebsrenten und die unverfallbaren      Rentenanwartschaften abgesichert werden, so zeigt sich Folgendes: Die      „guten“ Unternehmen finanzieren versicherungsmäßig die wirtschaftlichen Fehler      der insolventen Unternehmen.</p>
<p>Nur wenn solche      Abgaben relativ gering sind, haben sie eine Chance auf allgemeine Akzeptanz.</p>
<p>Wichtig ist, dass      vor allem auch diejenigen Geschäfte von einer Finanztransaktionssteuer erfasst      werden, die ihrer Natur nach auch künftig mit hoher Wahrscheinlichkeit für      Krisen verantwortlich sein werden, nämlich Finanztransaktionen außerhalb      der Börsen, wie insbesondere <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Derivat_(Wirtschaft)">Derivate </a>und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Au%C3%9Ferb%C3%B6rslicher_Handel">OTC-Geschäfte</a>.</p>
<p>Die      rechtlich-theoretische und normative Erfassung gerade solcher Geschäfte      ist kein Problem. Viel schwieriger ist die praktische Umsetzung. Sie kann      nur gelingen, wenn sie in allen wichtigen Ländern, in denen solche      Geschäfte weltweit durchgeführt werden können, eingeführt würde. Gelänge      dies nicht, müssten in jedem Fall die Erwerber auch die außerhalb ihres      Wohnsitzes bzw. Geschäftssitzes getätigten Finanztransaktionen      deklarieren, damit sie von der Steuer erfasst werden können. Der Erfolg      solcher Regelungen erscheint äußerst zweifelhaft, zudem sind sie umgehungsanfällig.</p>
<p>Werden solche      Geschäfte nämlich über Kapitalgesellschaften in Staaten (die eine solche      Steuer nicht einführen) abgewickelt, in denen, wie es die Regel ist,      Gewinne aus unternehmerischen Aktivitäten im einschlägigen      Doppelbesteuerungsabkommen mit der BRD der Steuerfreistellung unterliegen,      dann geht die Transaktionssteuer ins Leere.</p>
<p>Deshalb dürfte      auch die Möglichkeit, die Steuer z.B. mit einem höheren Satz für <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Derivat_(Wirtschaft)">Derivate </a> und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Au%C3%9Ferb%C3%B6rslicher_Handel">OTC-Geschäfte</a> einzuführen, nicht zum gewünschten finanziellen Erfolg      führen.</p>
<p>Da die Volumina der weltweiten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Derivat_(Wirtschaft)">Derivate</a> und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Au%C3%9Ferb%C3%B6rslicher_Handel">OTC-Geschäfte</a> ein Vielfaches der Umsätze mit Aktien und sonstigen Finanztransaktionen mit unterlegtem Nominalkapital betragen, müsste die Bemessungsgrundlage auch bei Derivaten und OTC-Geschäften die Anschaffungskosten/Erwerbskosten heranziehen. Der Wert des Underlyings alleine würde nicht genügen. Es ist offensichtlich, dass all dies einen beträchtlichen Verwaltungsaufwand erfordert, zumal diese Geschäfte bekanntlich nicht über Banken abgewickelt werden.</p>
<p><strong>7. Weitere Vor- und Nachteile</strong></p>
<p><strong> </strong>Nach meiner      Einschätzung wäre es eher unwahrscheinlich, dass Finanzgeschäfte allein      wegen einer sich im Promillebereich bewegenden, möglichst international      flächendeckenden Finanztransaktionssteuer in politisch unsichere Länder      ohne die entsprechende Infrastruktur und ohne geregelte Finanzmärkte      verlagert würden.</p>
<p>Verlagerungen in      erheblichem Umfang drohten aber, wenn, was       zu erwarten ist, auch in Ländern mit geregelten Finanzmärkten und      stabilen politischen Systemen, die eine solche Abgabe nicht einführten,      ausgewichen werden könnte. Insbesondere standortflexible Anbieter, wie namentlich      Hedgefonds und weitere „Kapitalsammelbecken“ sowie große Privat­ver­mögen fänden      mit hoher Wahrscheinlichkeit diese und weitere Ausweichmöglichkeiten.</p>
<p>Die Finanztransaktionssteuer      ist von ihrem systematischen Ansatz her nicht geeignet, Krisen zu      verhindern. Wenn nämlich noch nicht einmal mit hinreichender Genauigkeit      feststellbar ist, welche Finanzgeschäfte in welcher Größenordnung und ab      welchem Risikopotential generell geeignet sind, Krisen herbeizuführen, könnte      man logischer­weise auch keine unerwünschten Finanztransaktionen      verhindern, indem man für bestimmte Finanzgeschäfte etwa eine höhere oder      gar „abschreckend“ wirkende Finanztransaktionsabgabe auferlegt.</p>
<p>Es wäre eine      Illusion zu glauben, dass bei Einführung einer solchen Abgabe Spekulationsgeschäfte,      die auf sehr geringen Volatilitäten und Margen aufbauen, verhindert werden      könnten. Die Märkte und insbesondere die Spekulanten sind immer findiger      als jede gesetzliche Regelung dies erfassen kann.</p>
<p><strong>8.    Der Einsatz der Mittel</strong></p>
<p><strong> </strong>Fließt eine Finanztransaktionssteuer &#8211; anders als eine parafiskalische Sonderabgabe &#8211; in die allgemeinen Staatshaushalte, dann wird angesichts der Finanznot der westlichen Industrienationen dieses Geld ausgegeben und steht im Krisenfall nicht zu Verfügung. Der Zusammenhang zwischen der Abgabe und ihrem Zweck ginge schnell verloren; auch sähe der Staat dann, wenn das Geld über Jahre oder Jahrzehnte nicht benötigt würde, vermutlich keinen Anlass, diese Abgabe zu senken, auszusetzen oder auch ganz abzuschaffen. Es sollte aber generell verhindert werden, dass sich immer mehr Steuern wie z.B. der Solidaritätszuschlag festsetzen, die dann aus haushaltspolitischen Gründen nicht mehr abgeschafft werden.</p>
<p>Deshalb ist über die zielgerichtete Mittelverwendung zu diskutieren und darüber, ob das Geld nicht im Rahmen der verfassungsrechtlichen Möglichkeiten zweckgebunden festgelegt werden kann.</p>
<p>Die Konsequenz im Rahmen der EU wäre, dass auch künftig die „großen Staaten“ die Hauptlasten einer Krise einschließlich der Sanierung finanziell maroder Mitgliedsländer tragen. Dies gilt z.B. auch bei der Rettung sog. systemischer Banken und sonstiger Institutionen vor der Insolvenz und zwar ungeachtet, dass ein Land wie Deutschland keinerlei Verantwortlichkeit für oder Einflussmöglichkeiten auf die Geschäftspolitik der Banken der anderen EU-Mitgliedsländer hat.</p>
<p><strong>9. Unverzichtbarkeit effektiverer Aufsichtssysteme</strong></p>
<p><strong> </strong>Die Diskussion      um neue Finanzmarktabgaben und –steuern darf nicht den Blick verstellen,      dass eine Verbesserung der Aufsichtssysteme im Vordergrund stehen sollte.      Es reicht jedoch nicht aus, die bestehenden Aufsichtssysteme personell und      bezüglich ihrer Eingriffskompetenzen zu verstärken. Diskutiert und offen      gelegt werden müssen die erheblichen Defizite, die sich bei Anwendung der      vorhandenen Instrumentarien auch in Deutschland gezeigt haben.</p>
<p>Bei der letzten      Finanz­krise wurde in Deutschland von der Aufsichtsbehörde offenbar nicht  bemerkt, jedenfalls nicht ver­hindert,      dass einige Landesbanken mit dem kreditfinanzierten Ankauf sog. toxischer      Wertpapiere faktisch ein neues risikoreiches, ja „explosives“ Geschäfts­modell      verwirklicht hatten. Es wäre fatal und falsch, den Fokus nicht auf Mittel      zur Verhinderung der zumindest gröbsten Fehler der Banken und anderer      wichtiger Finanzakteure durch weniger, aber gezieltere marktaufsichtliche      Maß­nahmen zu richten.</p>
<p>Auch der      untragbare Zustand, dass die 3 „großen“ Ratingagenturen faktisch unkontrolliert      und für Fehler nicht haftbar sind, aber dennoch in den weltweiten      Finanzmärkten agieren, sollte von der europäischen Politik nicht länger      hingenommen werden. Hier gilt es, sofort zu handeln und nicht länger nur zu      diskutieren.</p>
<p>Eine Finanztransaktionssteuer      verhindert kein unternehmerisches Fehlverhalten der Akteure. Sie kann sich      mit hoher Wahrscheinlichkeit nur darin erschöpfen, zusätzliche Mittel zu      beschaffen.</p>
<p>Wir stehen erst am Anfang eines Denk- und Regulierungsprozesses und es ist noch ein intensives Zusammenarbeiten von Politik, Wirtschaft und Wissenschaft erforderlich, um zu den notwendigen und richtigen Schritten zu gelangen.</p>
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		<title>Freitags hoch, montags runter? Zur Preistreiberei in der Mineralölwirtschaft</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Jun 2011 10:26:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mechthild Heil</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Benzinpreis]]></category>
		<category><![CDATA[Bundeskartellamt]]></category>
		<category><![CDATA[Mineralölwirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Was wir alle im Gefühl hatten, hat das Bundeskartellamt in seinem Abschlussbericht „Sektorenuntersuchung Kraftstoffe“ (PDF) bestätigt. In der Mineralölwirtschaft herrschen Marktstrukturen, die eindeutig zum Nachteil des Verbrauchers wirken. Deshalb sollten wir gesetzlich festschreiben, dass Benzinpreise nur noch einmal am Tag erhöht werden dürfen. Die Preistreiberei muss eingedämmt werden, die fünf großen Mineralölkonzerne missbrauchen ihre Marktmacht. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1624" class="wp-caption alignleft" style="width: 216px"><a href="http://www.flickr.com/photos/jcarlosn/3714372436/"><img class="size-medium wp-image-1624 " title="Benzin" src="http://blogfraktion.de/wp-content/uploads/2011/06/Benzin-206x300.jpg" alt="" width="206" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Ob Diesel, Bleifrei oder normal - die Preise für Kraftstoff schwanken nicht nur aufgrund von Angebot und Nachfrage (jcarlosn on flickr.com, CC BY-NC-SA 2.0)</p></div>
<p>Was wir alle im Gefühl hatten, hat das Bundeskartellamt in seinem <a title="Sektoruntersuchung Kraftstoffe (PDF) " href="http://www.bundeskartellamt.de/wDeutsch/download/pdf/Stellungnahmen/2011-05-26_Abschlussbericht_final2.pdf" target="_blank">Abschlussbericht „Sektorenuntersuchung Kraftstoffe“</a> (PDF) bestätigt. In der Mineralölwirtschaft herrschen Marktstrukturen, die eindeutig zum Nachteil des Verbrauchers wirken. Deshalb sollten wir gesetzlich festschreiben, dass Benzinpreise nur noch einmal am Tag erhöht werden dürfen. Die Preistreiberei muss eingedämmt werden, die fünf großen Mineralölkonzerne missbrauchen ihre Marktmacht.</p>
<p>Bereits im März habe ich gefordert, dass in Deutschland die Spritpreise wie nach österreichischem Vorbild nur ein Mal am Tag erhöht werden dürfen. Auch die  jetzt von Kollegen aus dem Bundestag ins Gespräch gebrachte australische Variante zeigt Lösungen auf. Bei unserem EU-Nachbarn können Tankstellen nur noch einmal täglich zur Mittagszeit die Preise anheben, aber so oft senken, wie sie wollen. In einem australischen Bundesstaat müssen die Konzerne Preisänderungen zudem einen Tag vorher den Behörden melden, die diese im Internet veröffentlichen.</p>
<p>Die täglichen, manchmal stündlichen, Preisschwankungen an den Tankstellen stehen in keinem Verhältnis zu Angebot und Nachfrage. Der Verweis auf den Erdölpreis ist nicht haltbar, denn der Kraftstoff an den Tankstellen wird nur einmal am Tag geordert.</p>
<p>Natürlich wird ein Großteil der Preise, die die Verbraucher an der Tankstelle zahlen, durch die Rohöl- und Produktpreise am Rotterdamer Ölmarkt, die Kosten für Transport, Lagerung und Vertrieb sowie für die Beimischung von Bioethanol bzw. Biodiesel und die Nachfrage am Markt bestimmt. Hinzu kommen Beiträge für die gesetzlich geregelte Erdölbevorratung sowie die Energie- und die Mehrwertsteuer. Da es in diesem Markt jedoch  ein Oligopol der Mineralölkonzerne gibt, hat die CDU/CSU-Bundestagsfraktion vom Präsidenten des Bundeskartellamtes den klaren Arbeitsauftrag bekommen, Verbesserungen für die Verbraucher durch regulative Eingriffe zu prüfen.</p>
<p>Sowohl für die Kartellwächter, als auch für die Autofahrer und die Politiker ist vor diesem Hintergrund auch nicht erklärbar, warum freitags die Preise steigen, montags wiederum fallen, und auch saisonal vor Feiertagen und Ferienbeginn Benzin und Diesel teurer wird. Als Verbraucherschützer ist es unsere Aufgabe, die Menschen vor Marktstrukturen zu schützen, die sich einseitig gegen sie richten. Unser Ziel muss sein, für offene Strukturen zu sorgen. Sobald der informierte Autofahrer weiß, dass ein Konzern die Preise erhöht, kann er diesen durch seine Entscheidung für eine andere Tankstelle abstrafen. Somit wandert das Heft des Handels vom Oligopol wieder in die Hand des Verbrauchers. Gerade freie Tankstellen, die sich nicht an Preisüberbietungswettbewerben beteiligen, und der freie Wettbewerb werden hierdurch gestärkt.</p>
<p>Die Union setzt sich für Transparenz und stabile Preise ein. Eine politische Offensive stärkt sowohl die unabhängigen Tankstellen gegenüber der marktbeherrschenden Stellung des fünfköpfigen Oligopols als auch die Verbraucher.</p>
<p><em>Mechthild Heil ist die Verbraucherschutzbeauftragte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion</em></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Internet-Unternehmensgründungen in Deutschland</title>
		<link>http://blogfraktion.de/2011/05/10/internet-unternehmensgrundungen-in-deutschland/</link>
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		<pubDate>Tue, 10 May 2011 05:37:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stephan Uhrenbacher</dc:creator>
				<category><![CDATA[Netzpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Anhörung]]></category>
		<category><![CDATA[IT-Branche]]></category>
		<category><![CDATA[Unterausschuss Neue Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Unternehmen]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Existenzgründungen in der IT-Branche&#8221; war der Titel des öffentlichen Expertengespräches, (PDF) das der Unterausschuss Neue Medien des Ausschusses Kultur und Medien des Deutschen Bundestages am 09. Mai 2011 veranstaltete. Stephan Uhrenbacher, Gründer der Bewertungsplattform Qype, schreibt dazu hier in unserem Blog. Er ist heute mit seiner Holding Upspring vor allem aktiv als Unternehmer und Investor im Mobile- und Onlinebereich. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Existenzgründungen in der IT-Branche&#8221; war der Titel des <a href="http://www.bundestag.de/bundestag/ausschuesse17/a22/a22_neue_medien/oeffentliche_Sitzungen/Existenzgruendung_in_der_IT-Branche/a22_uanm_to11.pdf">öffentlichen Expertengespräches</a>, (PDF) das der <a href="http://www.bundestag.de/bundestag/ausschuesse17/a22/a22_neue_medien/index.jsp">Unterausschuss Neue Medien</a> des Ausschusses Kultur und Medien des Deutschen Bundestages am 09. Mai 2011 veranstaltete.</p>
<p><a href="http://stephan-uhrenbacher.com/about/">Stephan Uhrenbacher</a>, Gründer der Bewertungsplattform <a href="http://www.qype.com">Qype</a>, schreibt dazu hier in unserem Blog. Er ist heute mit seiner Holding <a href="http://stephan-uhrenbacher.com/tag/upspring/">Upspring</a> vor allem aktiv als Unternehmer und Investor im Mobile- und Onlinebereich. Dabei legt er Wert auf Projekte, die &#8220;Sinn machen&#8221; &#8211; die das tägliche Leben vereinfachen oder nachhaltig sind. Derzeit arbeitet er am Aufbau der Plattform <a href="http://www.9flats.com/de/">9flats.com</a>, auf der Nutzer anderen Nutzern für einen gewissen Zeitraum ihre privaten Vier Wände in aller Welt anbieten können.</p>
<p>Der Unterausschuss wollte von Stephan Uhrenbacher und den anderen Experten u. a. wissen, warum Deutschland <strong>weniger innovative Unternehmensgründungen </strong>vorzuweisen hat als andere Länder, insbesondere die USA. Während deutsche Konzerne industrieller Prägung häufig weltweite Marktführerwurden, beschränken sich Gründungen aus Deutschland häufig darauf, reine<strong> „Me too“-Produkte</strong> zu sein, deren Geschäftsmodell das Besetzen eines Marktes zum Zweck des späteren Verkaufs an den Weltmarktführer zu sein scheint. Offensichtlich wird in Deutschland weniger &#8220;Wagnis-Kapital&#8221; (Venture Capital) investiert &#8211; also Eigenkapital, das ohne Sicherheiten und für eine Beteiligung am Unternehmen auf Zeit, vergeben wird.</p>
<p>Die Analyse der negativen Faktoren bildet auch für uns die Basis &#8211; doch wir wollten von Stephan Uhrenbacher andersherum wissen, ob es in Deutschland nicht auch besonders positive Rahmenbedingungen für IT-Unternehmensgründungen und die Vergabe von Risikokapital gibt. Hier sein Beitrag:</p>
<div id="attachment_1478" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://blogfraktion.de/wp-content/uploads/2011/05/Google.jpg"><img class="size-medium wp-image-1478" title="Google" src="http://blogfraktion.de/wp-content/uploads/2011/05/Google-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">&quot;Google gab es vor zehn Jahren noch nicht&quot; (halilgokdal on flickr.com, CC BY-NC-SA 2.0)</p></div>
<p><em>Anlässlich dieser Sitzung wurde ich von beiden großen Volksparteien gebeten jeweils einen Blogbeitrag zu verfassen. Ich gehöre keiner Partei oder Lobby an, aber stelle gerne meinen Standpunkt als Internet-Unternehmer dar.</em></p>
<p>Das Silicon Valley geniesst nach wie vor eine quasi-Monopolstellung im Consumer Internet und auch schon im Mobile Web. Die großen: Apple, Google, Facebook und viele neuere Startups von Twitter über Groupon dominieren den Markt. Das Ganze passiert in einer unglaublichen Geschwindigkeit: Von den genannte fünf Unternehmen existierten vier vor 10 Jahren noch gar nicht. Wir in Deutschland sind mehr oder weniger bekannt für&#8217;s Abkupfern. Ein Zustand der vielleicht vergleichbar ist mit der Autoindustrie in den 70ern bevor sie mit Lexus und Co. den deutschen Originalen das Fürchten lehrten.</p>
<p>Soweit die Ausgangssituation, die trotz positiver Ausnahmen die Realität darstellt.</p>
<p>Unternehmertum ist die sinnvolle Kombination von Menschen mit Fähigkeiten und Kapital. Wie diese Kombination von Statten geht, darüber gibt es völlig unterschiedliche Ansätze.</p>
<p><span id="more-1474"></span>Wir leben in Deutschland leider immer noch ein völlig veraltetes Unternehmerbild. Leitbild ist der Patriarch, der sein Lebenswerk a la Siemens aufbaut, das ganze mit der Bank seines Vertrauens finanziert und primär an Besitzstandswahrung interessiert ist.  Ich gehöre einer Generation von Unternehmern an, die neues Schaffen, und sich ständig neu erfinden. Die Bankenfinanzierung spielt nur in Ausnahmefällen eine Rolle. Die Regel ist Venture Capital. Wir spielen dabei auch gerne eine aktive Rolle im gesellschaftlichen Wandel. Von der Politik erwarten wir uns wenig oder gar nichts. Im besten Fall keine Hemnisse, wie jetzt die Netzsperren. Wirtschaftsförderung ist Domäne der Lobbyisten der Großkonzerne, oder lokaler Beziehungspflege.</p>
<p>Die Ausgangsposition unseres Landes ist sehr gut: Deutschland hat nach den USA einen der attraktivsten Internet-Märkte. Man kann in Deutschland mittlerweile auch relativ große Internet-Projekte profitabel machen. Leider führt das oft dazu, dass sich Unternehmen auf Deutschland beschränken und nicht in andere Länder expandieren.  Die <strong>Chance</strong> zeigen israelische oder dänische Unternehmen: Diese produzieren mangels Heimatmarkt ganz automatisch für den Export.</p>
<p><strong>Ebenfalls positiv: </strong> Wir haben in Deutschland ganz hervorragend ausgebildete Ingenieure. Das Problem: Es gibt zu wenige davon, und die werden primär in Süddeutschland, z.B. in München, Karlsruhe, Kaiserslautern oder Darmstadt ausgebildet. Kommerzielle Mittelpunkt der deutschen Internet-Szene ist aber mittlerweile Berlin.</p>
<p>Wenn wir es schaffen würden, dass sich Techniker und Kaufleute häufiger begegnen &#8211; ich meine das wörtlich &#8211; dann würden wir besser werden. Die andere Herausforderung besteht für mich darin, dass wir für die aktuell wichtigen Berufe an der Schnittstelle zwischen Wirtschaft und Technik &#8211; exemplarisch Wirtschaftsinformatiker oder User Experience Designer &#8211; an den Unis kaum Studienplätze anbieten, und sich nur relativ kleine private Hochschulen um diese Themen kümmern.</p>
<p>Durch unsere zentrale Lage und den relativen Wohlstand innerhalb der EU ziehen wir vor allem aus Osteuropa gute Arbeitskräfte an, was den Arbeitskräftemangel in der Softwareentwicklung oder in spezifischen Online Marketing Fachthemen lindern kann. Bislang haben wir die Chance vertan, die besten Leute aus der ganzen Welt für unser Land zu begeistern. Ich habe kürzlich in San Francisco einen Internet-Unternehmer kennen gelernt, der in den USA schon erfolgreich war. Der Staat Singapur lockte ihn mit einem Fonds, der koinvestiert, mit Visa für seine Mitarbeiter und mittlerweile ist der Unternehmer dort. Er ist übrigens Pakistani. Das Beispiel illustriert den weltweiten Wettbewerb um die besten Leute ungeachtet ihrer Nationalität. Wir müssen es Menschen aus der ganzen Welt ermöglichen, bei uns zu arbeiten, wenn sie qualifiziert sind. Diese Leute schaffen auch bein uns Arbeitsplätze.</p>
<p>Ein Startup-Ökosystem wie im Silicon Valley ist davon abhängig, dass Risikokapital vorhanden ist. Dies wird häufig von Unternehmern bereit gestellt, die ordentlich verdient haben. Das Kapital wird recycelt. Auch bei uns gibt es jetzt einige hundert erfolgreicher Internet-Unternehmer, die wieder als Angels agieren und andere finanzieren. Den Mangel in Venture Capital in Deutschland empfinde ich persönlich als nicht so gravierend. Kapital ist fungibel und mittlerweile haben die VCs anderer Länder wie  England und Frankreich Deutschland fest auf ihrer Landkarte. Das ändert allerdings nichts dran, dass Venture Capital in Deutschland knapp ist. Es sollte geprüft werden, wie Venture Capital als Anlageform für institutionelle Anleger möglich und gegebenenfalls auch steuerlich als Anlageform attraktiv gemacht werden kann.</p>
<p><strong>Ich sehe dabei keinerlei Bedarf für Subventionen.</strong> Wenn der Staat fördern will, dann sollte er sich als Investor betätigen, der gewinnorientiert gemeinsam mit privaten Fonds investiert. Hierfür gibt es Beispiele in anderen Ländern Forschungsförderung sollte im Gegenzug  gestrichen werden.</p>
<p><strong>Update 1:</strong> Stephan Uhrenbachers <a title="Internet-Unternehmensgründungen in Deutschland" href="http://blogs.spdfraktion.de/netzpolitik/2011/05/10/internet-unternehmensgrundungen/" target="_blank">Beitrag im Blog der SPD-Bundestagsfraktion</a></p>
<p><strong>Update 2</strong>: In <a href="http://stephan-uhrenbacher.com/neulich-im-bundestag/473/">seinem eigenen Blog</a> beschreibt Stephan Uhrenbacher seine Erfahrungen im Bundestag &#8211; und zeigt sich &#8220;positiv beeindruckt&#8221; über die Atmosphäre und die Abgeordneten, die &#8220;wirklich zuhören und wissen wollten, wie die reale Welt so ist&#8221;.</p>
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		<title>&#8220;Bessere Arbeit wird im Wettbewerb um qualifiziertes Personal immer wichtiger&#8221;</title>
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		<pubDate>Wed, 16 Mar 2011 12:05:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>blogfraktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Fachkräfte]]></category>

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		<description><![CDATA[Dr. Regina Görner ist geschäftsführendes Vorstandsmitglied bei der Industriegewerkschaft Metall und erläutert im Vorfeld ihrer Teilnahme am Fachgespräch &#8220;Attraktive Arbeit für Fachkräfte&#8221; der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, welches Arbeitsumfeld ein Unternehmen bieten und welche Rahmenbedingungen die Politik schaffen muss, um auch künftig qualifizierte Fachkräfte anzuziehen. Weshalb müssen wir uns überhaupt Gedanken über einen Fachkräftemangel in Deutschland machen? Vor [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://veranstaltungen.cducsu.de/referenten/dr-regina-goerner">Dr. Regina Görner</a> ist geschäftsführendes Vorstandsmitglied bei der Industriegewerkschaft Metall und erläutert im Vorfeld ihrer Teilnahme am <a href="http://veranstaltungen.cducsu.de/veranstaltungen/attraktive-arbeit-fuer-fachkraefte">Fachgespräch</a> &#8220;Attraktive Arbeit für Fachkräfte&#8221; der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, welches Arbeitsumfeld ein Unternehmen bieten und welche Rahmenbedingungen die Politik schaffen muss, um auch künftig qualifizierte Fachkräfte anzuziehen.</p>
<p><a href="http://blogfraktion.de/wp-content/uploads/2011/03/goerner.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1176" title="Dr. Regina Görner" src="http://blogfraktion.de/wp-content/uploads/2011/03/goerner-300x224.jpg" alt="" width="300" height="224" /></a></p>
<p><strong>Weshalb müssen wir uns überhaupt Gedanken über einen Fachkräftemangel in Deutschland machen? Vor welchen Herausforderungen stehen Politik und Wirtschaft?</strong></p>
<p>In den nächsten Jahren wird es zunehmend schwieriger werden, ausscheidende Fachkräfte durch Schul- und Hochschulabgänger zu ersetzen. Dabei scheiden – regional unterschiedlich ausgeprägt &#8211; in den nächsten Jahren immer mehr Arbeitnehmer aus dem Erwerbsleben aus, Schulabgänger gibt es dagegen immer weniger. In einigen Jahren wird deren Zahl nicht mehr ausreichen, die Abgänge vollständig zu ersetzen. Hausgemachte Versäumnisse beschleunigen den Prozeß: In den vergangenen Jahren sind viel zu viele Jugendliche ohne Ausbildung geblieben. Fachkräftepotentiale blieben und bleiben ungenutzt, weil Unternehmen immer noch nicht verstehen, dass sie künftig auch aus schwächeren Schülern gute Fachkräfte rekrutieren müssen. Den Schlüssel dazu haben die Unternehmen selbst in der Hand: die duale Berufsausbildung und duale Studiengänge. Zudem liegen viele Fachkraftpotentiale brach, weil die Weiterbildungskultur in der deutschen Wirtschaft die weniger gut Vorqualifizierten viel zu oft links liegen läßt. Die Hochschulen schotten sich nach wie vor gegenüber Berufserfahrenen ohne formalen Hochschulzugang ab. Weniger attraktive Ausbildungsberufe und Unternehmen werden die Folgen als erste zu spüren bekommen.</p>
<p><strong>Welche politischen Projekte müssen ihrer Meinung nach angestossen werden, um einem künftigen Fachkräftemangel wirksam zu begegnen?</strong></p>
<p>Die formale Öffnung des Hochschulzugangs ohne Abitur muß mit Förderprojekten flächendeckend begleitet werden, damit Lebensältere keine unzumutbaren Wohlstandsverluste erleiden, wenn sie sich zu einem Studium oder einem nachgeholten Ausbildungsabschluß entschließen. Dazu sind auch Freistellungsansprüche für Qualifizierungsphasen in die Überlegung einzubeziehen. Jugendliche und junge Erwachsene, die in den letzten Jahren keine Chancen auf einen Ausbildungsplatz erhalten haben, brauchen eine zweite Chance. Ohne eine Reform der Finanzierungsstrukturen der beruflichen Bildung werden die Ausbildungspotentiale nicht genutzt werden können. Erforderlich sind Umlagesysteme, ggf. auch auf tarifvertraglicher Basis, die die Beteiligung der gesamten Wirtschaft an den Kosten der dualen Ausbildung sicherstellen (z.B. wie in Dänemark). Die Politik muß vor allem die Anreizstrukturen für prekäre Beschäftigung beseitigen, damit Junge und Ältere erkennen können, dass sich  die Investition in Bildung und Qualifizierung lohnt. Vor allem die Integration Jugendlicher mit Migrationshintergrund in das Bildungs- und Berufsbildungssystem ist gezielter zu fördern. Die Politik sollte die Unternehmen ermutigen, Schulabgängern mit schlechteren Voraussetzungen in der betrieblichen Berufsausbildung endlich ein Chance zu geben. Dazu gehört z.B. die Förderung strukturierter Vorausbildungsphasen zur Verbesserung der Ausbildungsfähigkeit (z.B. <a href="http://www.metallnrw.de/download/Text-TV-FAF.pdf">TVFAF</a> in NRW)</p>
<p><strong>Was können die Unternehmen tun, um Arbeit für Fachkräfte attraktiver zu machen?</strong></p>
<p>Tarifbindung und bessere Angebote zur Vereinbarkeit von Familie und Erwerbstätigkeit, strukturierte Personalentwicklungsmodelle, die die Wünsche der Beschäftigten berücksichtigen, sichere Arbeitsverhältnisse, die Lebensplanung, ökonomische Stabilität und berufliche Entwicklung ermöglichen, der Verzicht auf prekäre Arbeitsverhältnisse, bessere Arbeits- und Entgeltbedingungen  - alles in allem: bessere Arbeit wird im Wettbewerb um qualifiziertes Personal immer wichtiger werden. Entscheidend wird die Frage sein, ob die Unternehmen endlich begreifen, dass sie die besten Instrumente für die Gewinnung qualifizierten Personals selbst in der Hand haben: Nicht zuletzt die duale Berufsausbildung, aber auch die Bereitschaft zur Ausgestaltung bildungsförderlicher Arbeitsplätze sowie die Bereitschaft zur Investition in die Köpfe von Menschen, die sich mit einem Unternehmen und seinen Produkten langfristig identifizieren können, werden entscheidende Wettbewerbsvorteile sein.</p>
<p><em>Statement von Dr. Regina Görner beim Fachgespräch Attraktive Arbeit für Fachkräfte (<a title="Statement Dr. Görner, IG Metall " href="http://veranstaltungen.cducsu.de/sites/default/files/benutzer/4/dateien/20110321_igm_angruppe_goerner.pdf" target="_blank">PDF</a>)</em></p>
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