Energie

Moderne Energie für ein modernes Land

Im Herbst vergangenen Jahres hatte die christlich-liberale Koalition in einem umfassenden Energiekonzept einen umfangreichen Instrumentenkasten erarbeitet, um den Aufbruch in das Zeitalter der erneuerbaren Energien zu meistern. Jetzt setzen wir unsere ganze Kraft daran, alle Instrumente zu überprüfen und den Umstieg schneller zu erreichen.


Klimaschutz und Preisentwicklung beachten

In enger Zusammenarbeit mit der Bundesregierung berät die Koalitionsarbeitsgruppe Energie die Kernpunkte, die wir dabei berücksichtigen müssen. Dazu gehören beispielsweise Antworten auf die Fragen: Wie können wir ohne Kernenergie unsere anspruchsvollen Klimaschutzziele erreichen? Wie können wir den zu erwartenden Strompreisanstieg begrenzen – sowohl für die Menschen als auch für unsere im internationalen Wettbewerb stehenden Unternehmen? Und: Wie gewährleisten wir auch weiterhin unsere weltweit beispielhafte Stromversorgungssicherheit?

Am Wochenende wird sich die Ethikkommission treffen und am Montag ihren Bericht an die Bundeskanzlerin übergeben. Über deren Empfehlungen und Konsequenzen für die zu novellierenden Gesetze werden wir bereits in der kommenden Woche in einer Sonderfraktionssitzung beraten.

Energiewende erfordert Kraftanstrengung

Dabei wird es nicht nur um die Frage gehen, wann das letzte Kernkraftwerk dauerhaft vom Netz genommen wird. Entscheidend ist: Wie wird es uns gelingen, den Energieverbrauch zu senken, unsere Stromnetze qualitativ und quantitativ zu verbessern und vor allem den Ausbau der erneuerbaren Energien deutlich zu beschleunigen? Auf all diese Fragen verlangen die Menschen in unserem Land zu Recht Antworten. Deshalb sollten wir auch die ursprünglich für Herbst geplante Novellierung des EEG noch vor der Sommerpause abschließen. Der Ausbau der erneuerbaren Energien ist einer der Schlüssel für unseren Weg in eine moderne, zukunftsorientierte Energieversorgung. Je schneller wir auf diesem Weg erfolgreich sind, desto schneller können wir uns von der Brückentechnologie Kernenergie verabschieden. Nur wenn wir den Menschen schnell die richtigen Antworten geben, können wir sie auch von unserem Weg überzeugen.

Nicht jede Entscheidung wird leicht sein. In unseren Wahlkreisen werden wir konfrontiert mit Standortentscheidungen über neue Windräder und Stromtrassen. Deshalb wird unser Energiewechsel nur mit einer gemeinsamen Kraftanstrengung von Politik, Wirtschaft und Bevölkerung gelingen.

4 Kommentare zu »Moderne Energie für ein modernes Land«

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  2. Leo Aul schrieb:

    Das Gegenteil könnte Ergebnis sein. Leider wird d. journalistischen Mainstream + d. der Atom-Hysterie eine Technik geopfert, die sehr wohl eine wesentlich bessere Atom-Lösung sein könnte als die bisher schlechte. Die Erfahrungen mit dem Kugelbettreaktor AVR-Jülich,s.Internet)waren äußerst vielversprechend. Dennoch kam es 1988 zur Abstellung, weil vom Ökoinstitut Freiburg in der Umgebung des AVR angeblich belastende Strahlungen gemessen wurden. Die Werte waren weder nachvollziehbar noch stammten sie vom Reaktor. Tschernobyl war Verursacher des radioaktiven Niederschlags von damals 50.000 Becquerel. Dies lässt sich durch die Analyse des Niederschlags zweifelsfrei feststellen, was aber das Ökoinstitut und die Öffentlichkeit nicht wissen wollte. Die Hysterie hat zugeschlagen + jetzt ist die Technik ungerecht verbrannt, obwohl sie alle Schwierigkeiten der bisherigen Atommeiler ausschließt. Aber machen sie das mal der Öfffentlichkeit und den auf Wiederwahl erpichten Mandatsträgern klar.

  3. L. Latein schrieb:

    Es ist höchste Zeit das infrage zu stellen, was so allgemein als sichere Erkenntnis gehandelt wird und dennoch nach wie vor im Dunkeln liegt.

    Das Atom als Bösewicht war zuerst da. Das CO2 folgte umgehend, weil damit auch alle anderen ökologischen Energiequellen zu treffen sind. Atomstrom mit der herkömmlichen Technik ist waghalsig und deshalb obsolet. Die Angst regiert in beiden Fällen berechtigt den Verstand und die ökonomischen Schwierigkeiten. Aber völlig in Vergessenheit geraten sind die Erfahrungen mit dem Kugelbettreaktor in Jülich. Seinerzeit mit fadenscheinigen und falschen Behauptungen voreilig stillgelegt, ist diese Technik nach menschlichem Ermessen beherrschbar. Nachweislich ist sie nach mehreren, versuchsweise „aus vollem Lauf“ vollzogenen, Zwangsabstellungen ohne jeden erdenklichen Makel. Auch dem CO2 könnte das Schicksal des unbegründeten Verrufes geschehen. Sollte es tatsächlich gelingen, die Alternativmethoden zum vollwertigen Ersatz zu entwickeln, soviel besser. Nur sicher ist das nicht. Und diese Vorverurteilung des Co2 und Unsicherheit kann teuer werden. So teuer, dass der Preis uns auf Dauer arm macht.

    Zuerst die Fakten:
    Die Atmosphäre enthält lediglich 0.037% CO2. Davon produziert/verbraucht die Natur auch ohne den Einfluss des Menschen 97% (Wachstum, Verderb, Vulkane, Waldbrände, Tierausscheidungen, Wasserverdunstung, Algen, Krill, etc.). Lediglich 3% des CO2 (von 0,037% der Atmosphäre = 0,001%) werden von Menschen gemacht. Und dann stellt sich immer noch die Frage, wie viel von diesen nur 3% auch tatsächlich vermeidbar sind (von ca. 0,001% der Atmosphäre ca. 1%?). Weitergedacht kommt man zu einer noch lange nicht bewiesenen Vermutung (klimatische Zusammenhänge/CO2), deren Dimension (0,00001% gegen 99,99999%?) sich jeder Bewertung entzieht.

    Ganz allgemein:
    Auch angenommene oder gar nur vermutete Wahrheiten werden nicht dadurch wahr, dass sie ununterbrochen wiederholt werden.

    Ursache aller angenommenen Schwierigkeiten, und dem damit verbundenen „schlechten Gewissen“ des Einzelnen (meisterlich instrumentalisiert von den Grünen), ist die Gewissheit, dass die kulturelle und technische Entwicklung der modernen Zivilisation, so wie bisher, auf Dauer nicht weitergehen kann. Wenn was wahr ist, ohne es beweisen zu können, dann ist es diese Endlichkeit. Wegschauen und verniedlichen kann aber auch keine Methode sein. Das Problem ist die wissenschaftliche Ungewissheit.

    Daraus dann aber einem einzelnen Faktor (Co2) die Schuld zu geben ohne zu berücksichtigen, dass das menschenmögliche CO2 auch nur ein kleiner, und womöglich unbedeutender, Teil dieser zivilisatorischen Entwicklung ist, ist waghalsig. Solange es keine handfesten wissenschaftlichen Beweise für die Wirkung von weit unter 0,001% des (bzw. 0,00001% des evtl. vermeidbaren) atmosphärischen Anteils gibt, ist alles möglich.

    Außerdem, wer sagt uns denn, dass es noch andere bisher nicht bekannte Faktoren gibt, die gleichzeitig mit der vermuteten C02-Schuld wesentlich maßgebender sind? Nur weil man diese Faktoren (Polverschiebung, Sonnenfleckenaktivitäten, Meeresströmungen, Wolken) und deren Wirkungen nicht kennt oder nur vage einschätzen kann, kann man sie doch nicht einfach unterschlagen. Außerdem gibt es auch wissenschaftlich fundierte Stimmen die nicht ausschließen, dass CO2 eine positive Wirkung haben könnte, die die Wirkung von bisher unbekannten Ursachen erträglicher gestaltet. Aber auch diese Stimmen sind, solange sie nicht handfeste Beweise vorlegen, lediglich Dekoration. Und welche Wirkungen haben denn die anderen sehr unterschiedlichen 99,973% der Atmosphäre bis hinauf in die obersten Schichten und mit bisher nicht bekannten Zusammenhängen und Abhängigkeiten? Eine CO2-Rechnung mit so vielen Unbekannten ist ein pures Vabanquespiel.

    Auch hat man bis heute nicht ansatzweise verstanden, warum es Eiszeiten gab und warum es die kleine Eiszeit von ca. 1350 bis ca. 1650 gab. Für diese Veränderungen, und die waren erheblich gravierender als die, die man jetzt befürchtet, hat man überhaupt keine Indizien. Was ist denn, wenn diese bisher nicht bekannten Gründe auch jetzt wieder maßgebend sind? Wenn man wissenschaftlich nicht mal aus der jüngsten Vergangenheit lernen kann, wie will man dann mit Sicherheit die Klima- bzw. Wetteraussichten der nächsten Jahrzehnte und Jahrhunderte weissagen? Nach dem jetzigen Stand der Wissenschaft ist das vermessen.

    Es ist „höchste Eisenbahn“, dass sich alle Verantwortlichen ohne Wahlskrupel dieser Fragen annehmen und nicht blind dem Meinungsmainstream verfallen.

  4. L. Latein schrieb:

    Eine Berichtigung:

    Die ersten Anzeichen der Kleinen Eiszeit wurden in Nordamerika ab ca. 1350 durch reduzierte Waldbrände bemerkbar. In Nordeuropa gilt als Kernzeit ca. 1570 bis 1850. Danach begann eine langsame Erwärmung. Aber auch i n anderen Teilen der Welt waren vergleichbare Entwicklungen spürbar. (Wikipedia)

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