Netzpolitik, Wirtschaft

Mehr Problembewusstsein für Hackerangriffe

Verteidigung funktioniert heute nicht mehr wie früher - mehr Offenheit ist gefordert (lewishamdreamer on flickr.com, CC BY-NC 2.0)

Hacker-Angriffe auf IT-Systeme werden auch in Zukunft nicht nachlassen. Daher muss das Problembewusstsein für diese Gefahren geschärft und das Wissen über effektive Schutzmaßnahmen verbreitet werden.

Unternehmen und Behörden müssen ihre IT-Systeme besser schützen. Tatsache ist, dass einerseits viele kleine und mittelständische Unternehmen immer noch nicht wissen, welchen Gefahren sie eigentlich ausgesetzt sind. Zudem gibt es viele Unternehmen, die einen erfolgten Hacker-Angriff nicht anzeigen, weil sie durch die Bekanntgabe in der Öffentlichkeit eine Gefährdung des eigenen Geschäfts befürchten.

Das ungeteilte Wissen verhindert, dass andere rechtzeitig gewarnt und geschützt werden können. Betroffene Unternehmen tragen in dieser Hinsicht eine große Verantwortung und sollten sich dieser unbedingt bewusst werden. Alternativ müssten wir strenge Berichtspflichten für Unternehmen einführen.

Einen erheblichen Beitrag zum Wissensaustausch über erfolgte Angriffe kann durch Wirtschaftsverbände und das kürzlich gegründete Cyber-Abwehrzentrum geleistet werden.

Ich setze darauf, dass es – vor allem durch Information und Aufklärung – gelingen wird, die Menschen für die Problematik zu sensibilisieren. Die Durchführung von Risikoanalysen und Vermittlung von detaillierten Schutzmaßnahmen ist Aufgabe von Unternehmen und Behörden. Die Schaffung eines Problembewusstseins ist Aufgabe der gesamten Gesellschaft.

 

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