Politik

Weihnachten wurde in der Krippe entschieden

Der Deutsche Werberat hat die umstrittene Werbung eines großen Vertreibers elektronischer Medien nicht beanstandet. Es läge in dem Werbeslogan keine Verletzung religiöser Gefühle vor, haben die Mitglieder des Werberates geurteilt.

Die Weihnachtsfamilie (vpickering on flickr.com, CC BY-NC-ND 2.0)

Das finde ich schade – ich persönlich gebe als Christin gerne zu, dass ich mich gefreut hätte, wenn die Werbekampagne „Weihnachten wird unter dem Baum entschieden“ gestoppt worden wäre – entweder durch den Anbieter selbst oder eben durch ein entsprechendes Votum des Medienrates. Aber gut: Nicht alles, was geschmacklos ist, kann oder muss deswegen verboten werden!

Schließlich ist es der Werbeträger selbst, der etwas missverstanden hat: Nichts widerspricht dem Gedanken von Weihnachten, an dem Gott das größte aller möglichen Geschenke schon vor über 2000 Jahren gemacht hat mehr als der Gedanke des kommerziellen Wettbewerbes: Gott ist als Mensch zu uns in die Welt gekommen. Das hat er nicht mit einem großen Auftritt oder einer gut vermarkteten Show getan, sondern als kleiner, verletzlicher und hilfsbedürftiger Säugling. „Und das soll euch als Zeichen dienen: Ihr werdet ein Kind finden, das, in Windeln gewickelt, in einer Krippe liegt“ diese Beschreibung gibt der Engel den Hirten, damit sie den Messias finden (Lk 2,12) – und mit diesem Hinweis machen sie sich auf den Weg nach Betlehem.

Sie gehen, um ein Kind anzubeten, und genau daran erinnern wir uns jedes Jahr an Weihnachten. Das Fest der Geburt des Herrn ist also kein Wettbewerb, sondern der Moment, in dem wir demütig und staunend vor der Krippe stehen. Der Moment unter dem Weihnachtsbaum ist keinesfalls zum Versuch geeignet, sich gegenseitig zu übertrumpfen, sondern gemeinsam still und andächtig zu werden. So kann Weihnachten 2011 vielleicht  Gelegenheit sein, in dieser Demut vor dem unüberbietbaren Geschenk, das Gott uns gemacht hat, auf das eigene Leben, auf das zu Ende gehende Jahr zurück zu blicken: Gott, der für uns in die Welt gekommen ist, zu danken, für das was er uns im laufenden Jahr jeden Tag aufs geschenkt hat. Weihnachten als Moment, um zu beten und still zu werden.

Solche besinnlichen, kleinen und ruhigen Momente und Gedanken wünsche ich Ihnen für die bevorstehenden Festtage: Gesegnete Weihnachten!

Dr. Maria Flachsbarth ist Beauftragte für Kirchen und Religionsgemeinschaften der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.

3 Kommentare zu »Weihnachten wurde in der Krippe entschieden«

  1. Ronald Hörstmann schrieb:

    Weihnachten wurde nicht an der Krippe entschieden. Nein, Weihnachten wurde auf Golgatha entschieden. Ein gläubiger Christ weiß das. Im übrigen ist das Wort zu uns auf die Erde gekommen. Christus ist das A und O der Welt, aber nicht Gott. Das nachträgliche Dogma ist nicht nur den Juden als auch den Muslimen unerklärlich, als auch vielen Christen. Ich nenne da nur Hans Küng oder Eugen Drewermann. Unser Glaube ist nicht irgendwelche sentimentale Geschichte, sondern ein knallharte Tatache und immer noch lebendig, erst recht nicht „unterm Baum“. Den gibt es erst seitLuther. Im übrigen: Maria oder Miriam heißt übersetzt: die Unbekannte!

  2. VS schrieb:

    Nach Koch, Oettingter, Mappus, Wulff und LügenMerkel noch Boris Rhein in Hessen. Das bringt die Corrupte Deutsche Union siucher wieder auf Kurs.

    Ich freue mich auf heitere Jahrzehnte mit den (kriminellen) Konservativen.

  3. VS schrieb:

    DerSlogan für den nächsten Lügenwahlkampf:
    CDU 3K:
    Konservativ, Korrupt, Kriminell. CDU.

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