Enquete, Netzpolitik

Die Internet-Enquete fragt nach Ihrer Meinung

Was sind Ihre Top 3-Regeln für Kommunikation im Netz, fragt die Internet-Enquete. Es werden nicht Sachverständige gefragt, sondern: Sie.

Jeder kann sich mit seiner Meinung an einer sogenannten Blogparade der Enquete-Kommission beteiligen. Wenn Sie bereits Blogger sind, dann schreiben Sie bis Ende November ein Posting dazu. Wenn nicht, könnten Sie natürlich auch genau jetzt mit dem Bloggen beginnen. Anlässe zum Bloggen gibt es ja immer.

Vielleicht haben Sie auch schon etwas dazu im Internet veröffentlicht? Auch das zählt. Wichtig ist nur, dass es öffentlich im Internet erreichbar ist. Notfalls nehmen die Kollegen auch öffentliche Facebook- oder Google+-Postings oder Ihr Video auf YouTube.

Blogparade der Enquete-Kommission
Blogparade der Enquete-Kommission (Screenshot)

Der Lohn für die Mühe ist die Erwähnung in einer Bundestagsdrucksache der Enquete-Kommission. Das lesen dann auch Menschen, die nicht “im Internet” nach Diskussionen schauen würden.

Worum es genau geht: Die Projektgruppe „Medien, Kultur, Öffentlichkeit“ fragt Sie:

Ist der digitale Meinungsaustausch vielleicht eine völlig neue Kulturtechnik, die erst einmal erlernt sein will? Oder gelten offline wie online die gleichen Regeln für eine gelungene, respektvolle Kommunikation? Wie schädlich ist Anonymität? Brauchen wir einen “Aufstand der Anständigen”, eine digitale Zivilcourage? Was kann der Gesetzgeber tun? Muss er überhaupt etwas tun?

Bitte schreiben Sie Ihren Beitrag bis zum 30. November 2012 und weisen die Enquete-Kommission entweder durch Verlinkung zum Original-Beitrag, dort in den Kommentaren, auf Twitter (@internetenquete) Hashtag: #eidg oder per E-Mail [enquete.internet@bundestag.de] auf Ihren Artikel hin.

 

5 Kommentare zu »Die Internet-Enquete fragt nach Ihrer Meinung«

  1. Achim Hohlfeld schrieb:

    Wie jede mittelbare Kommunikation gilt auch für die übers Internet: Wenn man sich nicht von Angesicht zu Angesicht sieht, fallen die meisten und wichtigsten, nonverbalen, Kommunikationselemente weg (Mimik, Gestik, Tonfall). Nur bedingt lassen sie sich durch Wortwahl, Zeichensetzung oder Textformatierung (wo möglich) ersetzen. Und das will dann auch noch gelernt sein. Ergo: Online kommuniziert umso erfolgreicher, wer schreibtalentierter und – ausgebildeter ist. Also eine Schulbildungsfrage!
    Aber keine Sorge: In der Regel lernen diejenigen, die hier mit Defiziten starten, in einem aufgeklärten Umfeld dazu (es gibt immer wohlmeinende Mitnutzer, die konstruktiv kritisieren können).
    Anonymität hilft vielen, sich im Internet sicher und selbstsicher bewegen zu können. Und wenn man sich damit eine andere Identität zulegt als im „wirklichen“ Leben – warum nicht? Das tut ja keinem weh. Im Gegenteil. Und sollte doch einmal etwas Strafbares passieren: Wir alle wissen, letztlich ist man doch nicht anonym; Behörden haben im Zweifel alle notwendigen Gesetzesbefugnisse und Provider alle entsprechenden Pflichten. Der Gesetzgeber muss nichts tun. Viel mehr sollte man auf die Netzgemeinde setzen, die Menschen positiv aufklären und ihnen Mut machen, das Netz in ihr Leben nach ihren Wünschen zu integrieren. Mit der gebotenen Sorgfalt bzgl. Privatsphäre.
    Schließlich wird dann in den Weiten des Internets jeder die ihm genehme „peer group“ finden, so wie in seinem „realen“ Leben auch. Da gibt’s vom aristokratischen Golfclub bis zur rustikalen Eckkneipe ja auch die ganze Bandbreite, ohne dass es jemanden stört!

  2. Konservativ schrieb:

    Seit der Überwachungsoffensive von CDU/CSU und FDP kann ja wohl nicht mehr ernsthaft von Anonymität im Internet geredet werden.
    Schritt für Schritt, Mehr und mehr wird die Bundesrepublik zur DDR.

  3. Ockenga schrieb:

    Regeln werden in anonymen Foren mit Unflat beantwortet. Ergebnis ist Zensur wie i. SPIEGEL u. and. Portalen od. nach Euphorie Absterben bis zur Agonie und Schließung. Die IT-Diskussion teilt in 1. die Unflätigen, die teilweise nicht richtig schreiben können u. das Portal zum Stammtisch machen u. 2. in die noch guten Willens sind, dann vom IT-Trash überwältigt, die Feder und Segel streichen. Das gleiche Schicksal wird Facebook Twitter aus anderen Gründen ereilen. Die dortigen Beiträge suggerieren gemeinsames Interesse, dass sich dauerhaft nicht bestätigen lässt. Was kümmert die „Freunde“, wenn einem in Venedig eine Taube auf der Hand sitzt oder in Sylt eine Möve das Eis klaut? Kurz wird das toleriert, aber dann geht man zur mündlichen Konversation zurück. Eine thementreue zielgerichtete Diskussion ist im IT bisher nicht möglich. Selbst die Piraten haben das inzwischen eingesehen. Hoffnung auf Einsicht ist vergebens. Die Chancen für ein leidlich fähiges Meinungs und Diskussionswerkzeug f

  4. Ockenga schrieb:

    Die Chancen für ein leidlich fähiges Meinungs und Diskussionswerkzeug für ein verlässliches Meinungsbild, ähnlich Allensbach, besteht nicht. In diesem Bereich sind Regeln für den IT-Bereich nicht notwendig. Das Thema erledigt sich von selbst.

  5. Ockenga schrieb:

    PS: Dass es dann noch die TRASH-Gesellschaft gibt, für die mangels Massse selbst das alltäglichste nackte Bild, der dümmste Satz und die platteste Werbung ein Teil der billigsten Wahrheit ist, ist hinzunehmen. Gegen RTL2 zu kämpfen ist vergebens.

Diskussionsbeitrag schreiben