Bildung, Forschung

Innovationskraft sichern

Großer Erfolg auch für Studierende: Der Hochschulpakt wird aufgestockt (Foto: dpa/ Peljak)
Großer Erfolg auch für Studierende: Der Hochschulpakt wird aufgestockt (Foto: dpa/ Peljak)

 

In der Hochschul- und Wissenschaftspolitik ist der Koalition ein großer Erfolg gelungen. Der sogenannte Hochschulpakt wird aufgestockt. Darauf haben sich Bundesbildungsministerin Johanna Wanka und ihre Länderkollegen in der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz geeinigt. In den Jahren 2011 bis 2015 wird der Bund 2,2 Milliarden Euro mehr für Hochschulen und Universitäten ausgeben als geplant. Die Länder werden sich mit einer ähnlich hohen Summe beteiligen. Damit der Bund insgesamt allein sieben Milliarden Euro für die Hochschulen. Mit dem Geld werden über 600.000 neue Studienplätze geschaffen. Die Bundeskanzlerin und die Ministerpräsidenten wollen dies im Juni endgültig besiegeln. So erweist sich der Bund einmal mehr als zuverlässiger Partner für Studierende und Hochschulen.

Dem demografischen Wandel durch Bildung begegnen

Die Aufstockung des Hochschulpakts ist ein wichtiger Schritt – und das richtige Signal zur richtigen Zeit. Die Koalition garantiert so die Ausbildungschancen der jungen Generation. Und wir stellen sicher, dass auch in Zukunft die so dringend benötigten hochqualifizierten Fachkräfte ausgebildet werden. Damit nehmen wir die bildungspolitische Herausforderung an, die sich aus dem demografischen Wandel ergibt. Der demografische Wandel führt mittelfristig zwangsläufig zu einem geringeren Angebot an gut ausgebildeten jungen Menschen. Gleichzeitig erwarten wir aufgrund einer steigenden gesamtgesellschaftlichen Bildungsbeteiligung, einer Öffnung der Hochschulen und doppelten Abiturjahrgängen deutlich mehr junge Menschen, die studieren wollen. Das müssen wir als Chance nutzen und ein entsprechendes Angebot schaffen. Bund und Länder sind hier gemeinsam in der Pflicht.

Den Wissenschaftsstandort Deutschland sichern

Mit dem Hochschulpakt haben wir seit 2007 bereits einige Erfolge erreicht. Allein in der ersten Programmphase von 2007 bis 2010 haben Bund und Länder gemeinsam 185.000 zusätzlichen Studienanfängern ein Studium ermöglicht. In wenigen Jahren ist die Studienquote von 37 Prozent 2007 auf 51 im Jahre 2011 gestiegen. Die seit 2011 laufende zweite Programmphase setzt dies fort. Der Bund stellt hier allein fünf Milliarden Euro für den Ausbau von Studienangeboten zur Verfügung. Dabei werden die Mittel nicht mit der Gießkanne verteilt, sondern tragen der unterschiedliche Ausgangslage in den einzelnen Ländern Rechnung. So können vor allem auch die ostdeutschen Länder ihr Studienangebot erhalten.

Die Koalition bekennt sich mit ihrem finanziellen Engagement eindeutig zum Forschungs- und Wissenschaftsstandort Deutschland. In Zeiten knapper Kassen werden wir im Bundestag dies mit einer klaren Gegenfinanzierung erreichen. Mit einer starken Hochschulpolitik für kluge und innovative Köpfe sichern wir die Innovations- und damit auch die Wirtschaftskraft in unserem Land.

 

 

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