Innenpolitik, Politik

Sorgen der Bevölkerung vor Kriminalität sind berechtigt

Laut Kriminalstatistik 2012 wird in Deutschland alle vier Minuten eine Wohnung oder ein Haus aufgebrochen (Bild/Quelle: Bundesministerium des Inneren)
Laut Kriminalstatistik 2012 wird in Deutschland alle vier Minuten eine Wohnung oder ein Haus aufgebrochen (Bild/Quelle: Bundesministerium des Inneren)

Zahl der Wohnungseinbrüche alarmierend  

Deutschland versinkt sicher nicht in Kriminalität. Die Bürger leben im Großen und Ganzen sicher. Dennoch müssen uns einzelne Aussagen der neuen Kriminalstatistik alarmieren. Es muss uns aufrütteln, wenn in Deutschland alle vier Minuten eine Wohnung oder ein Haus aufgebrochen wird.

Insgesamt schlugen die Täter 2012 in rund 145.000 Fällen zu. Das sind immerhin fast neun Prozent mehr als im vergangenen Jahr. Die Polizei-Gewerkschaft sagt uns auch, dass die Einbrecher immer brutaler werden – und es nicht nur auf leere Wohnungen oder Häuser abgesehen haben. Auch wenn die Besitzer im Haus sind, schlagen sie zu. Und selbst wenn es nicht zu Gewalt kommt, sind nach einem Einbruch die Opfer über den materiellen Verlust hinaus geschädigt.

Einbruchsdiebstahl ist schon heute ein schweres Delikt, das mit hohen Haftstrafen geahndet werden kann. Wir müssen uns aber angesichts der jüngsten Einbruchszahlen anschauen, ob dieser Strafrahmen tatsächlich ausreicht. Wir wissen, dass Strafverschärfungen allein das Problem nicht lösen.  Ausschließen darf man sie aber dennoch nicht. Vielleicht muss der Gesetzgeber noch einmal ein Signal setzen.

 Auch die Gerichte sind gefordert

Aus meiner Sicht sind auch die Gerichte gefordert. Sie müssen sich überlegen, ob sie die Täter nicht härter bestrafen sollten. Angesichts der steigenden Einbruchszahlen muss von den Urteilen ein Abschreckungseffekt ausgehen, zumal im Augenblick nur wenig Täter gestellt werden können. Bei der Strafverfolgung sind wiederum die Länder gefordert. Sie sind primär für die innere Sicherheit zuständig und müssen reagieren. Eine der Hauptaufgaben des Staates ist und bleibt, für die Sicherheit seiner Bürger zu sorgen.

Videoüberwachung muss ausgeweitet werden

Das führt mich zu einem weiteren Punkt. Die Bundespolizei sieht immerhin 44 deutsche Bahnhöfe als besonders terrorbedroht an. 85 könnten weitere Ziele von Terroristen sein. Dennoch mangelt es an modernen Videoanlagen, die Bilder aufzeichnen und abspeichern können. Hier ist auch die Bahn gefordert, mehr für die Sicherheit der Bahnhöfe zu tun.

Die anderen Parteien sollten endlich aufhören, immer nur das Horrorszenario zu malen, dass mehr Videokameras dem Überwachungsstaat Tür und Tor öffnen. In unserem Staat werden Bürgerrechte sehr ernst genommen. Der Staat hat aber auch Schutzpflichten für seine Bürger.

3 Kommentare zu »Sorgen der Bevölkerung vor Kriminalität sind berechtigt«

  1. Wulf schrieb:

    Bin seit 1964 Mitgkied in der CDU mit Überzeugung und Tatktaft habe ich viele Jahre
    für die Ziele der CDU u.a.Wiedervereinigung -Soziale sicherheit …usw mich eingsetzt, daher
    erwarte ich auch das die CDU nicht nach Links blind wird, da meineserachtens zu viele alte Parteigenossen der SED sich imBundestag befinden und nicht das Recht haben sollten sich
    heute dort zu bewegen……

  2. Leo Aul schrieb:

    Und was ist ein Jahr später? Die Wohnungseinbrüche boomen. Mit den hierfür erhältlichen Statistiken wird manipuliert, damit ja niemand die EU-Erweiterung damit nachhaltig in Verbindung bringen kann. Dabei sagt ihnen jedes Polizeirevier, dass für die Zunahme der Einbrüche und Diebstähle vorrangig reisende Tätergruppen aus dem Balkan verantwortlich sind. Zweifellos sind die Zeiten unsicherer geworden. Jede Wäscheleine ist in höchster Gefahr und die not-go-Gebiete in den Großstädten werden imme größer und zahlreicher.

    Wer das ernsthaft bestreitet, lebt zwar von dieser Welt, aber nicht in dieser Welt.

    Die EU-Wahl wird zeigen, wie weit die Bevölkerung (und nicht nur bei uns, auch in Österreich, Italien, Frankreich) bereits verunsichert ist. Da bedarf es keinen extremen Parteien, die davon ihren zweifelhaften Nutze ziehen. Die EU ist zu groß geworden. Wie besonders große Personen. Auch deren Gehwerkzeuge leiden wesentlich stärker als die von kleineren Personen. Alle großen Reiche sind letztlich an ihrer eigenen Größe gescheitert.

    Außerdem scheren die EU-Gesetze alle kulturellen Unterschiede in den Mitgliedsstaaten über einen Kamm. Selbst unsere Justiz fühlt sich zunehmend verunsichert in der bangen Erwartung, dass ihnen EU-Obergerichte die Souveränität stehlen.

    Gut, die krumme Salatgurke war keine EU-Idee. Sie kam von Logistikern. Aber die Vorgabe, dass nun jeder kleine Bach ab einer Breite von ca. 2 Metern künftig einem 100jährigen Hochwasser standhalten muß und für alle 100jährigen Fälle genügend Retentionsflächen vorgehalten werden müssen, diese Idee müssen wir jetzt teuer mit erhöhten Versicherungsgebühren und immensen Kosten gemeinsam tragen. Die Deutschen sind ja so brav und folgsam. Aber in den wirklichen Problemländern mit großen Höhenunterchieden bei gleichzeitig enger Besiedlung und armen Gemeinden, können diese Vorgaben gar nicht umgesetzt werden. Die EU-Illusionisten sind beratungsresistent. Das wäre ich auch bei den Gehältern.

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