Politik

Neue Abgeordnete der CDU/CSU: Bettina Hornhues – Plötzlich MdB

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Für Bettina Hornhues aus Bremen lag das Mandat in weiter Ferne – bis um 6 Uhr am Tag nach der Bundestagswahl. Dank dem historischen Ergebnis für die CDU ziehen nun unerwartet zwei Bremerinnen in den Bundestag ein.

Am 22. September 2013, abends auf der Wahlparty der CDU Bremen: Meine Kollegin Elisabeth Motschmann ist erwartungsgemäß in den Bundestag eingezogen und ich freute mich über ein sehr gutes CDU-Ergebnis für Bremen für das ich und natürlich die vielen unermüdlichen Helfer in den vergangenen Wochen engagiert gekämpft hatten. Für mich war während des ganzen Wahlkampfes klar gewesen, dass ein Direktmandat für die CDU in Bremen in unerreichbarer Ferne liegen würde und auch mein Einzug über die Landesliste schien äußerst unwahrscheinlich, lag doch der letzte Einzug von zwei Bremer CDU-Abgeordneten in den Bundestag fast 20 Jahre zurück. So ging ich als Beiratssprecherin und CDU-Fraktionssprecherin meines Stadtteils Bremen-Burglesum in dieser Nacht zufrieden ins Bett. Bis am nächsten Morgen mein Mann mich mit einem Anruf um 6 Uhr weckte. Er war auf dem Weg zur Arbeit und hörte im Auto die Nachrichten. Dort wurde gemeldet, dass die CDU in Bremen ein zweites Mandat errungen hätte und ich nun ebenfalls im Bundestag sitzen würde.

Von diesem Zeitpunkt an wurde mein Leben als Mutter von drei Kindern, Bankkauffrau und langjähriger Kommunalpolitikerin von jetzt auf gleich völlig umgekrempelt. Natürlich, den Spagat zwischen Familie, Beruf und Politikerin habe ich schon immer geübt, aber seit dem 22. September sind die Aufgaben ganz andere als die geplanten.

Jetzt heißt es für mich meine Büros in Berlin und im Wahlkreis zu organisieren und Personal auszuwählen, eine Wohnung in Berlin zu suchen und eine liebevolle Kinderbetreuung für meine Kinder zu finden. Eine Herausforderung die ich gerne annehme. Ich freue mich darauf meine politischen Ziele in der Familien, Jugend und natürlich auch in der Bildungspolitik jetzt in den Bundestag einzubringen. Für mich ist es dabei aber wichtig wie bisher als Bremer Politikerin für meine Mitmenschen ansprechbar zu bleiben! Gleichzeitig muss ich meine Aufgaben am Arbeitsplatz und der Beiratsfraktion übergeben. Statt etwas Erholung geht es nun mit Vollgas weiter.
Also machte ich mich dann am 24. September erwartungsvoll für meine ersten beiden Tage auf den Weg nach Berlin. Ein wenig wie am ersten Schultag, so fühlt man sich als neugewählte Abgeordnete. Man weiß nicht, was einen erwartet, wo man etwas findet und man kennt nur wenige seiner neuen Kollegen. Die freundliche Aufnahme und Unterstützung aller Abgeordneten und der vielen Mitarbeiter aus Fraktion und Bundestagsverwaltung lassen einen aber von Stunde zu Stunde sicherer werden.

Neben den organisatorischen Fragen rücken die inhaltlichen dann auch langsam wieder in den Vordergrund. Allmählich komme ich in meiner neuen Aufgabe an, ich realisiere langsam, dass ich plötzlich Bundestagsabgeordnete geworden bin und freue mich auf diese schöne Herausforderung an meinem neuen Arbeitsort Berlin.

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