Arbeitsmarkt, Bildung, Politik

Girls‘ Day 2014: Mädchen-Zukunftstag in der Fraktion

Die Eröffnungsveranstaltung des Girls‘ Day 2014 fand im Bundeskanzleramt statt 
(Foto: Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit e.V./Marc Beckmann, CC BY-SA 3.0)

An Frauen mangelt es nicht unter den Mitarbeitern der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Vor allem nicht an kompetenten Frauen. Daher ist es „Ehrensache“ für uns, dass wir uns auch in diesem Jahr wieder am Girls‘ Day beteiligt haben, wo wir jungen Mädchen anbieten, sich über berufliche Möglichkeiten bei einer Fraktion des Deutschen Bundestages zu informieren.

Von den 14 Schülerinnen aus Berlin kamen auch Mädchen aus meinem Wahlkreis Neukölln. Ich habe sie in Empfang genommen, im Deutschen Bundestag begrüßt und ein erstes kurzes Gespräch mit ihnen geführt. Später haben sie sich noch mit Karin Maag, der Vorsitzenden der Gruppe der Frauen, getroffen und über ihre Arbeit gesprochen. Auch das ist Teil des Mädchen-Zukunftstages: die Begegnung mit weiblichen Vorbildern in Führungspositionen aus Wirtschaft und Politik. Und die Mädchen hatten viele Fragen: Vor allem wollten sie wissen, wie man gerade als Frau in der Politik aufsteigt, ob man sich stärker „durchbeißen“ muss als die Männer und wie man überhaupt Abgeordnete wird.

Der Girls‘ Day ist ein bundesweites Projekt. Mädchen der Klassen fünf bis zehn können ihn als Berufsorientierungstag nutzen. Die so genannten „Girls‘ Day Berufe“ sind solche Berufe, in denen weniger als 40% Frauen arbeiten. Genau diese Jobs lernen die Mädchen besser kennen. So bekamen sie bei uns in der Fraktion einen Einblick in die tägliche Arbeit der Druckerei, der Informatik und der Arbeitseinheit Kommunikation, wozu unter anderem die Pressestelle und die Online-Kommunikation zählen.

Ziel ist es, die Mädchen für „Männerjobs“ zu begeistern, ihnen zu zeigen, dass sich hinter Titeln wie etwa „Fachinformatiker“, „Medientechnologe“ oder „Elektroniker für Betriebstechnik“ spannende und verantwortungsvolle Aufgaben verbergen. Beim parallel stattfindenden Boys‘ Day überzeugen sich andernorts Jungen davon, dass auch in „Erziehern“ oder „Medizinischen Fachangestellten“ ein ganzer Kerl steckt.

Ein Großteil der Jungen und Mädchen heute wählt „geschlechtstypische Berufe“. Das ist so lange gut und richtig, wie die jungen Menschen in ihrer Arbeit aufgehen, mit ganzem Herzen dabei sind und den für sich idealen Job gefunden haben. Es steht aber zu befürchten, dass bei manchen Jugendlichen auch Klischees und klassische Rollenbilder die Berufswahl beeinflussen. Daher wollen wir den Mädchen und Jungen zeigen, dass die Auswahl häufig sehr viel größer und spannender ist. Die Stärken, Leidenschaften und Neigungen der jungen Menschen sollten ausschlaggebend für die Berufswahl sein. Wenn dieser Indikator stimmt, ist es egal, ob Mädchen einen „Frauenberuf“ oder einen „Männerberuf“ wählen. Hauptsache, er ist der richtige für sie. Das Berufsleben ist viel zu lang für einen Job, für den das Herz nicht richtig schlägt.

Die Offenheit, bei der Entscheidung für einen Beruf mal in alle Richtungen zu schauen, wird sich in den nächsten Jahren auszahlen – sowohl für die Arbeitnehmer selbst, als auch für die Firmen und die Politik. Schon jetzt ist in vielen Berufen ein Fachkräftemangel nicht mehr wegzudiskutieren. Dahinter verbirgt sich eine Entwicklung, im Zuge derer es den Betrieben an geeignetem Personal mangelt. Das Problem zeigt sich verstärkt in den „Männerberufen“, aber auch im Bereich Pflege.

Wenn das Interesse bei den Mädchen für die so genannten Männerberufe steigt, wird sich auch der Frauenanteil in den entsprechenden Jobs erhöhen. Davon bin ich fest überzeugt.

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Ein Kommentar zu »Girls‘ Day 2014: Mädchen-Zukunftstag in der Fraktion«

  1. Dr. med. Thomas G. Schätzler schrieb:

    Wie verräterisch ist doch die Deutsche Sprache?

    Hier wird von der Autorin Christina Schwarzer, MdB, ebenso unterschwellig wie typisch für den aktuellen Sprachgebrauch im Deutschen ‚gender‘-spezifisch und ‚gender‘-diskriminierend formuliert: „Ein Großteil der J u n g e n und M ä d c h e n heute wählt ‚geschlechtstypische‘ Berufe.“ (Hervorh. d. d. Verf.).

    Entsprechend dem Anglizismus-Vorbild „Eröffnungsveranstaltung des Girls’ Day 2014“ und „parallel stattfindenden Boys‘ Day“ müsste es entweder Jung c h e n und Mädchen heißen, um weibliche Jugendliche sprachlich nicht einseitig noch weiter zu miniaturisieren, als dies eh‘ schon in den Medien, der Politik und Öffentlichkeit nicht nur sprachlich vorgelebt wird. Oder es müsste eine völlig n e u e Begrifflichkeit für männliche/weibliche Kinder und Jugendliche entwickelt werden.

    Im gesamten englischen Sprachraum würde niemand ungestraft das Begriffspaar ‚Girlies/Boys‘ verwenden, ohne sich dem Vorwurf der bewussten Geschlechter-Diskriminierung auszusetzen. Im Deutschen ist das Begriffspaar ‚Bub und Mad‘ in Bayern bzw. Österreich eher auf dem Rückzug, weil auch hier dem ‚großen Bub‘ die tendenzielle Verkleinerungsform ‚Madl‘ gegenübergestellt wird, wenn nicht eher selten parallel vom ‚Büberl‘ die Rede ist.

    Die umgangssprachlich-saloppe Sprachform ‚Jungs und Mädels‘, die auch meine längst erwachsenen Kinder früher schon verwendet haben, wäre ein durchaus ernsthafter Näherungsvorschlag, um das unglückselige Begriffspaar Mädchen/Junge zu ersetzen, das selbst von Alice Schwarzer und der Zeitschrift ‚Emma‘ nach wie vor gepflegt wird.

    Mein Beitrag wird manchen haarspalterisch erscheinen; Aber es ist von grundsätzlicher Bedeutung, dass unsere ‚Muttersprache‘ Deutsch mit der Bezeichnung von männlichen und weiblichen Kindern und Jugendlichen n i c h t mehr in jahrhundertealter Tradition geschlechtsspezifisch verharren, diskriminieren und miniaturisieren darf.

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