Bildung, Forschung

Bildung ist Basis für Erfolg

9093393778_0c4a42c348_h

 

Bund kann Forschung jetzt dauerhaft fördern

Deutschland ist Dank der Union im Bereich Bildung und Forschung sehr gut aufgestellt und international erfolgreich. Die Haushaltsmittel im Bereich Bildung und Forschung hat die Union seit 2005 mehr als verdoppelt. Allein in diesem Zeitraum haben wir schon 50 Milliarden Euro in die Hightech-Strategie investiert, um zum Beispiel in der Gesundheitstechnik oder der Energiewirtschaft konkurrenzfähig und innovativ zu bleiben. Dennoch haben wir noch nicht das Optimum erreicht, denn das Grundgesetz schränkt bisher dauerhafte finanzielle Kooperationen in den Bereichen Bildung und Forschung zwischen Bund und Ländern ein.

In den USA sind die bekannten Universitäten wie Harvard, Stanford oder auch das Massachusetts Institut of Technology (MIT) nicht nur exzellente Bildungseinrichtungen, sondern sie sind gleichzeitig auch Orte für – häufig preisgekrönte – Grundlagenforschung in den Bereichen Medizin, Chemie oder Wirtschaft. Diese Bereiche sind in Deutschland bisher nur temporär verflochten. Die Lehre findet in den Universitäten statt, Forschung wird häufig sehr viel intensiver etwa in den großen Forschungseinrichtungen wie den Max-Planck-Instituten oder der Helmholtz-Gemeinschaft betrieben. Zugegeben: Es ist ein unpassender Vergleich, die finanzielle Ausstattung der US-Universitäten mit deutschen Gegebenheiten zu vergleichen, da die Amerikaner ein ausgeprägtes Alumni-System, also eine Art Stiftungswesen, pflegen und darüber die Hochschulen finanziell ausgezeichnet aufgestellt sind.

Doch wir gehen nun in Deutschland durch die Änderung des Grundgesetzartikels 91 b einen wichtigen Schritt voran. Wir können jetzt eine dauerhafte finanzielle Förderung von Universitäten und Forschungseinrichtungen durch den Bund ermöglichen. Sicherlich wirkt diese Entscheidung unserem eigentlichen Bestreben, einer Entflechtung der Finanzströme zwischen Bund und Ländern entgegen, aber sie ist ein wichtiger Akzent, um in der internationalen Forschungslandschaft den Anschluss nicht zu verlieren und ein wissenschaftliches Gegengewicht etwa zu den USA zu etablieren. Zudem könnten wir in Deutschland durchaus auch einen stärkeren Fokus auf eine Alumni-Kultur an den Hochschulen legen. Wir sollten uns darum bemühen, ehemalige Absolventen nicht nur emotional, sondern auch finanziell an ihre Alma Mater zu binden.

Deutschland ist ein Land, das seinen Wohlstand nicht Rohstoffen verdankt. Die Basis unseres Erfolgs ist eine umfangreiche Bildung und Forschung. Unser wirtschaftliches Wachstum hängt auch nicht allein nur vom Geld ab, sondern auch von unserer Innovationsfähigkeit. Hier dürfen wir den Anschluss nicht verlieren. Gerade auch die Frage, wie die Vernetzung der digitalen Technik mit der klassischen Produktion gelingen kann, ist eine der zentralen Zukunftsfragen für Deutschland. Die Union schafft die Rahmenbedingungen – nicht zuletzt auch durch eine Vereinfachung der Kooperationsmöglichkeiten im Bereich Bildung und Forschung.

2 Kommentare zu »Bildung ist Basis für Erfolg«

  1. Rapunzel schrieb:

    Dank des konservativ ideologisch motivierten Abbaus unabhängiger wissenschaftlicher Institute, lassen sich angebliche wissenschaftliche Erfolge leider nicht meht objektiv einordnen.
    Die chaotischen konservativen Experimente im Bildungssektor (Studiengebühren, G8/G9, Schavans Bologna Chaos, Privatunimauscheleien, etc) zeigen mittlerweile eben Wirkung. Die ehemalige Bedeutung des Wissenschaftsstandort Deutschlands wieder herzustellen würde Jahrzehnte und eine wesentlich freiere Gesellschaft brauchen.
    Unter Totalüberwachung und politisch motiviertem Terror lässt sich Wissenschaft nicht auf hohem Niveau betreiben.
    Die Ergebnisse sehen wir ja.
    Kein deutscher Ökonom will vor der Finanzkrise etwas geahnt haben.
    Komisch nur, dass die Geisteswissenschaften längst davor gewarnt hatten.

  2. Leo Aul schrieb:

    Darauf nicht zu antworten, ist fahrlässig.

    Zitat Rapunzel: „Dank des konservativ ideologisch motivierten Abbaus unabhängiger wissenschaftlicher Institute, lassen sich angebliche wissenschaftliche Erfolge leider nicht mehr objektiv einordnen“.

    Leider wird vergessen, dass bei uns die Länder die Bildungshoheit haben. Der Abbau ist in erster Linie den liberalen Vorstellungen der FDP („Die Freiheit, das zu lernen was man will“, die SPD: „Am besten leicht“) zu verdanken. Auch die SPD hat sich vielfach sozialliberal gefügt. Wären alle Bundesländer den von den angeblich so fortgeschrittenen Soziologen immer aufs neue angepriesenen neuen Lern- und Lehrmethoden gefolgt, hätten wir jetzt in der ganzen BRD die nun schon seit Generationen bestehenden „Bremer-Verhältnisse“. Dort konnte die SPD schon immer alleine tun was sie wollte und kommt nicht mehr in die Erfolgsspur, bis zum Haushalt. Zu sehen in den Bildungsberichten, den Vorprüfungen der Unis und im Länderfinanzausgleich. Das föderale Bildungssystem hat auf jeden Fall, den Vorteil, dass nicht alle Länder irgendwelchen neuen wilden Bildungsmoden nachlaufen mußten. So blieb zumindest ein Teil der Republik vom größten Blödsinn verschont.

    Wahr ist leider auch, dass die CDU in ihrer Abhängigkeit von der liberalen FDP nicht den Mut hatte, diese bildungspolitischen Irrwege zurückzudrehen. Man merke auch : „Wer dem Wähler die Leichtigkeit seines Seins bedroht, wird nicht gewählt“.

    Wahr ist, dass man zwar mit Geld umgehend industrielle Fehler bereinigen kann, aber Fehler in der Bildungspolitik trotz Geld und guter Wünsche irreparabel sind. Zumindest für die akut Betroffenen. Fehlende Ingenieure und Wissenschaftler kann man nicht mit Geld befehlen. 5 Jahre Fehlentwicklung in der Bildungspolitik bedeuten 20 Jahre, um die Fehler zu beheben. Wenn man denn überhaupt will kann. Denn: „Wer dem Wähler die Leichtigkeit seines Seins bedroht, wird nicht gewählt“.

    Wahr ist leider auch, dass SPD und FDP für Wahlzwecke (1969 – 1983) die Pandorabüchse der unendlichen persönlichen Freiheiten geöffnet haben. Mit dem Ergebnis, dass darunter besonders die Bildung, weil mühsam, gelitten hat. Wer hat denn in den Ländern der 60ger, 70ger und 80ger Jahren bei den Abi-Anforderungen eine Bildung simuliert, in der die Softfächer den Fleißfächern untergeordnet werden konnten? Das Ergebnis war dann ein Heer der schöngeistigen Absolventen von Sozialwissenschaften, der Mangel an Ingenieuren, an Naturwissenschaftlern und die Verfemung der Industrie. Allen voran die Chemie und die Schwerindustrie. Die Industriefeindlichkeit der Grünen und immer noch die eines großen Teiles der SPD hat hier ihre Ursache.

    Zitat: „Die chaotischen konservativen Experimente im Bildungssektor (Studiengebühren, G8/G9, Schavans Bologna…zeigen mittlerweile eben Wirkung. Die ehemalige Bedeutung des Wissenschaftsstandort Deutschlands wieder herzustellen würde Jahrzehnte und eine wesentlich freiere Gesellschaft brauchen“.

    Umgekehrt ist logisch. Wegen der SPD-FDP-GRÜNE-Fehler und dem CDU-Unvermögen, die Lernbereitschaft wieder auf bessere Füße zu stellen, gab es das „Chaos“, wenn man denn diese liberale Bildungsgrundhaltung denn so bezeichnen will.

    Zitat: „Unter Totalüberwachung und politisch motiviertem Terror lässt sich Wissenschaft nicht auf hohem Niveau betreiben.“

    Wer würde denn am liebsten die ideologische Indoktrination bis hin zur linientreuen Totalüberwachung der Bevölkerung durchsetzen? Am besten mit der Bildung (wie in Bremen) und wenn es nicht anders geht und unbedingt sein muß, auch mit der Steuerlast wie die Grünen mit der unendlichen Ökosteuer und den Verbotsanträgen! Indoktrination über Ideale und das Geld.

    „Kein deutscher Ökonom will vor der Finanzkrise etwas geahnt haben“.

    Wahr ist, dass für viele die Entwicklung unheimlich war. Wer mahnte, der wurde sofort in die Schublade des Brunnenvergifters gesteckt. Die liberalen Banker und die linksintellektuellen Geldenthusiasten hat es gefreut. Eine eigenartige Koalition. Draghi und die EU (auch mehrheitlich ähnlich sozialisiert) wagen die Fortsetzung. Wahr ist, dass besonders die Sozialdemokratie in der Republik immer noch unverdrossen glaubt, dass man mit Geld alles erreichen kann. Ein Konservativer wird das kaum glauben.

    Zitat: „Komisch nur, dass die Geisteswissenschaften längst davor gewarnt hatten“.
    Diese Wissenschaften (Ausnahmen bestehen) warnen prinzipiell vor Allem. Nur nicht davor, sie selbst von der von ihnen mies bewerteten produktiven Wertschöpfung der Anderen sehr gut leben. Sie täten besser daran, Science Fiction zu bewerten.

    Und letztlich ist auch wahr, dass die Konservativen von den Wählern immer dann gerufen werden, wenn der Karren mal wieder im sozialistischen Dreck steckt und nicht mehr weiter kann.

Diskussionsbeitrag schreiben