Verteidigung

Bundeswehr bildet weiter Sicherheitskräfte in Mali aus

Otte: Mali in die Lage versetzen, selbst für Sicherheit zu sorgen

Ich bin beeindruckt von der Art und Weise, wie die Truppe die schwierigen Einsatz- und Umweltbedingungen meistert. Selbst bei 45 Grad Celsius wird die Einsatzbereitschaft auf hohem Niveau aufrechterhalten. Die Truppe ist hoch gefordert. Deswegen wurde für unsere Soldaten rückwirkend zum 18. Januar der Auslandsverwendungszuschlag auf die höchste Stufe 6 angehoben. Die Bundeswehr leistet im Rahmen der Mandate der Vereinten Nationen MINUSMA und der Ausbildungsmission EUTM Mali eine hervorragende Arbeit zur Stabilisierung Mali´s und zur Bekämpfung von Fluchtursachen in der Region.

Fluchtgründe beseitigen

Ziel des Einsatzes der Bundeswehr in Mali ist es, die Streitkräfte Malis in die Lage zu versetzen, selbst für Sicherheit in ihrem Land zu sorgen. Seit dem Beginn der Mission in Mali im Februar 2013 haben über 9.000 malische Soldatinnen und Soldaten eine militärische Ausbildung in unterschiedlichen Lehrgängen erhalten. Sicherheit und Stabilität im Land dient dem Schutz der Zivilbevölkerung und beseitigt Fluchtgründe.

Konflikte vor Ort entschärfen

Um Deutschlands Sicherheit willen müssen wir weiterhin mit Engagement dorthin gehen, wo die Konflikt sind. Wir müssen dazu beitragen, die Konflikte vor Ort zu entschärfen. Sonst kommen die Konflikte hier zu uns nach Europa. Daher ist der Einsatz von deutschen Soldatinnen und Soldaten in Mali richtig und der Einsatz in Mali ist fordernd.

Füssener Batallion ist hervorragend ausgebildet

Die in Mali eingesetzten deutschen Aufklärungskräfte aus dem Gebirgsaufklärungsbataillons 230 aus Füssen sind hoch motiviert und hervorragend ausgebildet. Von ihren Leistungen konnte ich mich selber überzeugen. Zur Aufklärung setzen sie die HERON Drohne ein und unterstützen mit ihren Aufklärungsergebnissen die internationale Ausbildermission. Gebirgsjäger aus Bad Reichenhall und Gebirgspioniere aus Ingolstadt verstärken die Aufklärungskompanie.

Auch Kampfhubschrauber im Einsatz

Erstmalig werden in Mali als Ersatz für die niederländischen Helikopter vier Transporthubschrauber und vier Kampfhubschrauber der Bundeswehr eingesetzt. Die Führung des gemischten Heeresfliegerverbandes in Gao hat das Transporthubschrauberregiment 10 „Lüneburger Heide“. Auf dem Fliegerhorst in Faßberg habe ich unsere Heideflieger, die mit Personal und Material aus Niederstetten und Fritzlar verstärkt wurden, im Januar nach Mali verabschiedet. Vor allem für die Evakuierung von Verwundeten und für den Schutz unserer Soldatinnen und Soldaten leisten die Heeresflieger in dem weitgehend unwegsamen Wüstenland unverzichtbare Aufgaben. Die eingesetzten Ärzte wurden umfassend in Niederstetten für den Einsatz in Mali vorbereitet. Kurz nach Übernahme der Verantwortung haben sie ihren ersten Rettungseinsatz erfolgreich absolviert.

Sicherheit der Truppe hat Priorität

Es ist für mich sehr wichtig, mir ein Bild von der Lage vor Ort zu machen und das persönliche Gespräch mit den Soldaten suchen. Das ist auch ein Ausdruck der Verantwortung gegenüber unseren Soldatinnen und Soldaten. Ich weiß, welche Herausforderungen auf die Soldatinnen und Soldaten zukommen, die wir nach Mali entsenden. Fest steht, dass der Sicherheit unserer Männer und Frauen in Uniform immer die höchste Priorität zukommt.“

 

Ein Kommentar zu »Bundeswehr bildet weiter Sicherheitskräfte in Mali aus«

  1. Jochen Horz schrieb:

    Die in Krisenregionen eingesetzten Soldaten unserer Bundeswehr leisten meiner Meinung nach einen äußerst wichtigen, wenn auch in der Öffentlichkeit nicht in ausreichendem Maße gewürdigten, vorbildlichen Einsatz. Die moralische Unterstützung unserer gesamten demokratischen Gesellschaft ist gelinde gesagt, noch ausbaufähig. Auch müsste meiner Meinung nach die Ausrüstung und Versorgung der Soldaten, die in ihren Einsatzorten besonderen schwierigen klimatischen Bedingungen mit zusätzlich fehlender Infrastruktur ausgesetzt sind, ständig verbessert und weiter entwickelt werden. Daher kann ich die ständige Forderung nach einem „Einfrieren“ des Verteidigungsetats nicht nachvollziehen.

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