Bildung, Gesellschaftspolitik

Danke, Ihr stillen Corona-Helden!

Lehrer und Erzieher geben trotzdem Vollgas

Zugegeben: Sie sind nicht immer so cool wie Zeki Müller in „Fack ju Göhte“ oder so berühmt wie J.K. Rowling (die „Harry-Potter“-Erfinderin unterrichtete Englisch). Aber Lehrer und Erzieher gehören zu den Berufsgruppen, die ein Land am Laufen halten – selbst in der Pandemie.

Foto: pixabay | Thomas Gerlach

Nach und nach nehmen die Schulen wieder vorsichtig den Betrieb auf: Dafür müssen umfassende Hygiene-Konzepte erstellt und völlig neue Lehrpläne ausgetüftelt werden. Ganz oft haben die Lehrerinnen und Lehrer einen regelrechten Schicht-Betrieb zu organisieren. Fast noch kniffliger ist die Lage in den Kitas, wo Erzieherinnen und Erzieher Abstands-Pläne für rumtobende Kleinkinder umsetzen müssen.

Hunderttausende Helden

Wir reden hier übrigens von gar nicht so wenigen stillen Corona-Helden in unseren Bildungseinrichtungen: In Deutschland gibt es laut Statistischem Bundesamt – einschließlich Berufsschulen – rund 43.000 Schulen mit 820.000 Lehrerinnen und Lehrern. Dazu kommen noch über 400.000 Erzieherinnen und Erzieher in Kitas.

Foto: pixabay/Alexandra Koch

Gerade in den vergangenen Shutdown-Wochen haben all diese Pädagogen gezeigt, was in ihnen steckt: Überall im Land haben sie beherzt angepackt und in Rekordzeit ganz eigene Lösungen gefunden, um trotz der spontanen Schulschließungen ihrem Bildungsauftrag nachzukommen. Sie ließen auf den unterschiedlichsten digitalen Wegen den Schülerinnen und Schülern Aufgaben zukommen.

Lernvideos & Online-Unterricht

Viele Lehrer suchten selbst nach passenden Links zu Lernvideos und tauschten sich aufwändig mit Fachkollegen aus, um die digitalen Möglichkeiten und geeignetes Lehrmaterial zu optimieren. Die meisten von ihnen organisierten Video-Unterricht oder griffen immer wieder zum Hörer, um ihre Schüler telefonisch zu unterstützen.

Kind am Laptop
dpa/Zentralbild

Das hat ganz deutlich gezeigt, dass die Lehrerinnen und Lehrer nicht nur weiter stoisch ihren Dienst verrichteten, sondern dass sie sich nach besten Kräften dafür einsetzen, dass möglichst kein Kind während der Zeit der Schulschließung im Lernstoff zurückblieb. Dafür gebührt diesen stillen Helden unser Dank: Danke – für Eure Flexibilität, für Eure Kreativität und für Euer Durchhaltevermögen. Danke, dass Ihr Euch so für unsere Kinder einsetzt!